Anschaffung E-GOVECS GO S2.4

Wenn ihr euch unschlüssig seid, welcher Roller zu euren Bedürfnissen am besten passt.
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haegar3311
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Anschaffung E-GOVECS GO S2.4

Beitrag von haegar3311 »

Hallo,

ich darf mich kurz vorstellen. Begeisteter 2-Takt-Roller fahrer, der nun den Schritt zum Elektroroller gehen möchte.
Nach dem ich nun seit einigen Jahren mit Piaggio 2-Takt unterwegs bin (50ger, 125ger), spiele ich mit dem Gedanken mir einen günstigen, aber leistungsstarken Elektroroller anzuschaffen.

Da ich durch die Elektofahrzeuge meiner Kinder schon einige Erfahrung, Eigenbauten von Elektrogokarts, E-Mountainboards gesammelt habe, dachte ich an einen günstigen Gebrauchtroller evtl. sogar mit defektem Akku.

Damit bin ich auf Anzeigen verschiedenen e-max 90s, 110s und auch Govecs Go gelandet.
Aktuell denke ich ernsthaft über die Anschaffung eines GOVECS GO S2.4 nach (leider konnte ich seither einen 3.4 nicht finden).
Modell 2011 mit Parker Motor und 72VAh Akku.

Bei diesem ist allerdings der Akku defekt. Der Besitzer teile mit mit, dass das Ladegerät bei Laden das BMS und das BMS eine Seite des Akkus zertört hat. Eine Seite hat 36V, die anderen 0V (wo oder wie gemessen wurde, weiss ich nicht).
Da ich bei E-Bikes und E-Scottern die Erfahrung gemacht habe, dass sobald der Akku mit der Steuerung kommuniziert alles kompliziert wird und ein Nachbau oder Kauf eines standard Ersatzakkus nicht ohne weiteres möglich ist komme ich zu meinen Fragen:

1. Ich habe aus dem Forum herausgelesen, dass das BMS und der Controller nicht miteinander kommunizieren und daher der Akku leicht erstetzt werden kann. Richtig gelesen?
2. Es werden auch defekte, tiefentladene Akkus oder Roller mit tiefentladenen Akkus angeboten. Hat jemand Erfahrung mit der Reaktivierung tiefentladenen Akkus?
3. In den Signaturen gibt es Govecs Go 2.4 Fahrer, die mit max. 60km/h unterwegs sind. Dies sind dann umprogrammierte Steuergeräte, nehme ich an.
4. Gibt es weitere Vorschläge bzgl. passenden E-Rollern?

Es wäre schön, wenn mich hier jemand bei meiner Entscheidung unterstützen könnte. Das Geld ist leider knapp und der Invest eines neuen Rollers ist leider nicht möglich.

Danke und Gruß
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didithekid
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Re: Anschaffung E-GOVECS GO S2.4

Beitrag von didithekid »

Hallo und willkommen im Forum,

Du suchst ja offenbar nach einem E-Roller der L1e-Klasse, also bis 45 km/h.
Da wird mit defektem Akku ja so Einiges für wenige 100 € angeboten und Du hast offenbar schon nach den damals höherwertigen Typen Ausschau gehalten.
Bei Rollern aus dieser Zeit musst Du aber damit rechnen, dass es sich nicht mehr lohnt, zu versuchen, von den alten Akku-Zellen noch das zu retten, was noch lebt. Gerade, wenn da Etwas schon den kritischen Punkt bei der Tiefentladung unterschitten hat, gehst Du nur hohes Risiko ein, dass eine Akku-Zelle mal thermisch durchgeht und platzt. Auch das Mischen von alten Akkuzellen (die noch genug Spannung hatten) und neuen Ersatzzellen bingt Probleme mit sich. Geh daher lieber davon aus, dass sowohl die Akkuzellen, als auch das BMS zu erneuern sind.
Bei so einem Projekt muss man natürlich auch immer betrachten, wie der Aufwand zum Nutzen ist. Fahrfähige Elektroroller mit entnehmbaren Akkus aus der Zeit um das Jahr 2020 bekommst Du ja auch teilweise für unter 1.000 Euro gebraucht, zumindest, wenn die schon 15.000 km Laufleistung überschritten haben.
Beispiel: https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/ ... 0-305-9282
Da 200-300 € für den einen 15 Jahre alten Roller-Rumpf auszugeben und den Akku, das BMS und ggf. auch einen neuen (nach Gusto) programmierbaren Motor-Controller einzubauen, sowie ein passendes Ladegerät zu beschaffen, lohnt sich inzwischen eher nur noch für Den, der seine Erfüllung in so einem Projekt findet. Ich habe einige dieser Projekte hinter mir und schreibe das nicht einfach nur so.
Aber nur zu und viel Erfolg.
Wir können Dich aus dem Forum heraus unterstützen. Bei dem Modell, bin ich aber kein Wissensträger. Zu Akku, BMS und LG könne ich beitragen.
Die damaligen Roller waren ja insofern einfach, dass sie vom Akku her nur Minus und Plus oberhalb der Undervoltage brauchen, um zu laufen.
Bei einem 72 Volt-Akku ist allerdings immer eine gewisse Sorgfalt angebracht. Nur bei 12V, 24V, 36V und 48 Volt-Akkus darf in einer Werkstatt normales Personal (ohne "Hochvolt-Schein") daran arbeiten.

Viele Grüße
Didi
__________________________________________________________________________________________________________________________Thunder-Fury100/ MASINI Sportivo S (2010, 2011, 2012) 5kW, Innoscooter EM6000L 5kW (2011), ZERO SR/F 17.3 (2023)
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