Hallo zusammen,
ich bin ein zufriedener Besitzer eines refurbished Eschwalbe.
Allerdings mache ich mir etwas Sorgen um das Ladegerät (ein Peugeot 500 Watt). Falls es einmal kaputtgeht (oder gestohlen wird), wäre ich ziemlich hilflos. Mein Peugeot hat einen Anderson SBS75X-Stecker. Soweit ich weiß, sind diese Ladegeräte als kompletter Ersatz nicht so einfach zu bekommen.
Der Stecker hat zwei große Kontakte außen und zwei kleinere Kontakte innen.
Ich würde mir gerne vorsorglich ein Ersatzladegerät bauen bzw. zusammenstellen. Kann mir jemand sagen, ob die beiden kleinen Kontakte tatsächlich eine Funktion haben? Oder kann ich einfach ein beliebiges 60-V-Gleichstrom-Ladegerät anschließen?
Hat jemand Erfahrung damit oder weiß jemand, wo man ein komplettes Ersatzladegerät kaufen kann?
Vielen Dank im Voraus!
ersatz Charger
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lucas#23
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Re: ersatz Charger
Hallo lucas#23 und willkommen im Forum,
offenbar meldet sich auf Deine Frage kein E-Schwalbe-Besitzer der Rat weiß. Wie es generell bei solchen Akku-Steckverbindungen aussieht, kann ich aber versuchen zu erläutern, ohne dass ich jetzt Wissen habe, wie es genau bei der E-Schwalbe ist.
Die dicken Pins/Kontakte in der Akku-Steckverbindung sind natürlich die Hochstrom-Pins Plus und Minus und man kann am abgesteckten Stecker mit einem Messgerät messen, was Plus und Minus ist.
Falls die Anzeige im Roller den Ladezustand in Prozent anzeigt, wird der in der Regel vom BMS (eingebaut im Akku) ermittelt, ggf. bei mehreren Akkus von jedem BMS einzeln. Die Übertragung ans Fahrzeug erfolgt dann über zwei dünne Pins der Akku-Steckverbindung (oft mittels RS485).
Wenn dies bei der E-Schwalbe so einfach gelöst wäre, bräuchtest Du nur ein passendes Ladegerät und den Stecker und könntest die dünnen Steckerpins frei lassen. Die Ladegeräte dieser Fahrzeuggeneration regeln nämlich rein nach Spannung und kommunizieren nicht mit den BMS im Akku.
Es gibt aber auch die technische Umsetzung, dass der Strom für das Fahrzeug erst im Akku vom BMS freigegeben werden muss, um zu Fahren und ebenso der freie Zugang zum Laden erst freigegeben werden muss, damit das BMS Ladestrom zum Akku durchlässt. Das könnte ggf. auch über dünne Pins im Akkustecker erfolgen. Eigentlich erfolgt das aber über separate Pins und nicht über die, die den Akku-Ladezustand übertragen.
Falls es so gelöst ist, kann man mit dem Messgerät an den dicken Plus- und Minus-Pins nicht die wahre Akku-Ladespannung messen, sondern es wird nur eine Pseudospannung im Messgerät angezeigt, weil das BMS den Akku noch sperrt. Je nach Empfindlichkeit des Messegegätes wird der Kriechstrom durch die gesperrten MOS-FET des BMS als z. B. 25 Volt oder auch 40 Volt interpretiert, was dann verwirrt.
Ein vollgeladener 14s LiIon-Akku hätte ja nach Abschalten des auf 58,8 Volt eingestelten Ladegerätes immer noch über 57 Volt.
Und falls es nur ein 13s-Akku wäre (Ladeschlussspannung: 54,6 Volt) wären ja mindestens 53 Volt vollgeladen zu erwarten.
So kann man zumindest nachmessen, wie schwer es einem eine E-Schwalbe macht, sich ein Ladegerät nachzubauen.
Passende Ladegeräte (z. B. direkt von den chinesischen Herstellern) zu finden ist kein Problem, sofern man herausbekommen hat, welcher Akku-Typ und welche Zellenzahl verbaut worden ist. Bei der E-Schwalbe mit 48 Volt-Motorsystem gehe ich jetzt mal davon aus, dass es entweder ein 13s LiIon-Akku, oder ein 14s LiIon-Akku oder ein 16s LiFePO4-Akku ist, der in der Schwalbe steckt. Das werden Andere hier besser wissen als ich.
Du hast etwas von 60 Volt-Gleichstrom-Ladegerät geschrieben, was dazu nicht passt. Evtl. hast Du ein anderes Modell der E-Schalbe, als ich hier im Kopf habe.
Viele Grüße
Didi
offenbar meldet sich auf Deine Frage kein E-Schwalbe-Besitzer der Rat weiß. Wie es generell bei solchen Akku-Steckverbindungen aussieht, kann ich aber versuchen zu erläutern, ohne dass ich jetzt Wissen habe, wie es genau bei der E-Schwalbe ist.
Die dicken Pins/Kontakte in der Akku-Steckverbindung sind natürlich die Hochstrom-Pins Plus und Minus und man kann am abgesteckten Stecker mit einem Messgerät messen, was Plus und Minus ist.
Falls die Anzeige im Roller den Ladezustand in Prozent anzeigt, wird der in der Regel vom BMS (eingebaut im Akku) ermittelt, ggf. bei mehreren Akkus von jedem BMS einzeln. Die Übertragung ans Fahrzeug erfolgt dann über zwei dünne Pins der Akku-Steckverbindung (oft mittels RS485).
Wenn dies bei der E-Schwalbe so einfach gelöst wäre, bräuchtest Du nur ein passendes Ladegerät und den Stecker und könntest die dünnen Steckerpins frei lassen. Die Ladegeräte dieser Fahrzeuggeneration regeln nämlich rein nach Spannung und kommunizieren nicht mit den BMS im Akku.
Es gibt aber auch die technische Umsetzung, dass der Strom für das Fahrzeug erst im Akku vom BMS freigegeben werden muss, um zu Fahren und ebenso der freie Zugang zum Laden erst freigegeben werden muss, damit das BMS Ladestrom zum Akku durchlässt. Das könnte ggf. auch über dünne Pins im Akkustecker erfolgen. Eigentlich erfolgt das aber über separate Pins und nicht über die, die den Akku-Ladezustand übertragen.
Falls es so gelöst ist, kann man mit dem Messgerät an den dicken Plus- und Minus-Pins nicht die wahre Akku-Ladespannung messen, sondern es wird nur eine Pseudospannung im Messgerät angezeigt, weil das BMS den Akku noch sperrt. Je nach Empfindlichkeit des Messegegätes wird der Kriechstrom durch die gesperrten MOS-FET des BMS als z. B. 25 Volt oder auch 40 Volt interpretiert, was dann verwirrt.
Ein vollgeladener 14s LiIon-Akku hätte ja nach Abschalten des auf 58,8 Volt eingestelten Ladegerätes immer noch über 57 Volt.
Und falls es nur ein 13s-Akku wäre (Ladeschlussspannung: 54,6 Volt) wären ja mindestens 53 Volt vollgeladen zu erwarten.
So kann man zumindest nachmessen, wie schwer es einem eine E-Schwalbe macht, sich ein Ladegerät nachzubauen.
Passende Ladegeräte (z. B. direkt von den chinesischen Herstellern) zu finden ist kein Problem, sofern man herausbekommen hat, welcher Akku-Typ und welche Zellenzahl verbaut worden ist. Bei der E-Schwalbe mit 48 Volt-Motorsystem gehe ich jetzt mal davon aus, dass es entweder ein 13s LiIon-Akku, oder ein 14s LiIon-Akku oder ein 16s LiFePO4-Akku ist, der in der Schwalbe steckt. Das werden Andere hier besser wissen als ich.
Du hast etwas von 60 Volt-Gleichstrom-Ladegerät geschrieben, was dazu nicht passt. Evtl. hast Du ein anderes Modell der E-Schalbe, als ich hier im Kopf habe.
Viele Grüße
Didi
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Re: ersatz Charger
Abend zusammen,
eine einfache Lösung gibt es hier nicht. Die refurbed E-Schwalbe ist ja eine Schwalbe der 1. Generation von GOVECS, welche ursprünglich für Sharing-Projekte gebaut wurde und bei der später ein Ladesystem direkt am Fahrzeug nachgerüstet wurde.
Das Problem hier ist der Bosch Antriebsstrang (Batterien, Steuergeräte, etc): die Batterien haben ein internes, vom BMS gesteuertes Schalt- bzw. Schutzrelais, welches die Verbindung zu den Batteriepolen erst nach erfolgreichem Handshake bzw. Systemprüfung freischaltet. Ohne die entsprechenden CAN-Spezifikationen zu kennen, wird sich kein funktionierendes Ladegerät bauen/programmieren lassen.
eine einfache Lösung gibt es hier nicht. Die refurbed E-Schwalbe ist ja eine Schwalbe der 1. Generation von GOVECS, welche ursprünglich für Sharing-Projekte gebaut wurde und bei der später ein Ladesystem direkt am Fahrzeug nachgerüstet wurde.
Das Problem hier ist der Bosch Antriebsstrang (Batterien, Steuergeräte, etc): die Batterien haben ein internes, vom BMS gesteuertes Schalt- bzw. Schutzrelais, welches die Verbindung zu den Batteriepolen erst nach erfolgreichem Handshake bzw. Systemprüfung freischaltet. Ohne die entsprechenden CAN-Spezifikationen zu kennen, wird sich kein funktionierendes Ladegerät bauen/programmieren lassen.
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Evolution
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Re: ersatz Charger
Weitere Details kann man häufig an Hand der Beschriftung des Ladegeräts ermitteln. Stelle doch ein Foto rein, auf dem die Beschriftung gut erkennbar ist.
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jollmo
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Re: ersatz Charger
Hmm, ich würde das gar nicht so kompliziert ansetzen...
Miss doch mal den Widerstand Batterieseitig zwischen den dünnen Kabeln.
Ich erwarte da irgendetwas um die 10Kohm.
Meine Erwartung ist nämlich, dass da dem Ladegerät Akkuseitig mitgeteilt wird, ob die Temperatur des Batteriepacks eine Ladung überhaupt zulässt.
Mehr Kommunikation findet da normalerweise nicht statt.
Demnach kannst Du dann jeden beliebigen Chinalader mit passender Spannung als Ersatz verwenden.
Achte aber darauf, in der Amperezahl nicht zu sehr vom Original nach Oben abzuweichen, weil die original verbauten BMSe da meist nicht viel mehr vertragen.
Wenn Du das BMS tauscht, kannst Du den Akku mit höheren Strömen natürlich wesentlich schneller laden
Miss doch mal den Widerstand Batterieseitig zwischen den dünnen Kabeln.
Ich erwarte da irgendetwas um die 10Kohm.
Meine Erwartung ist nämlich, dass da dem Ladegerät Akkuseitig mitgeteilt wird, ob die Temperatur des Batteriepacks eine Ladung überhaupt zulässt.
Mehr Kommunikation findet da normalerweise nicht statt.
Demnach kannst Du dann jeden beliebigen Chinalader mit passender Spannung als Ersatz verwenden.
Achte aber darauf, in der Amperezahl nicht zu sehr vom Original nach Oben abzuweichen, weil die original verbauten BMSe da meist nicht viel mehr vertragen.
Wenn Du das BMS tauscht, kannst Du den Akku mit höheren Strömen natürlich wesentlich schneller laden
Govecs T2.4 • Vmax 60km/h • 50Ah Eigenbau Akku Daly BMS • ~100km Reichweite
Govecs S3.4 • Vmax 110km/h • 105AH Eigenbau Akku ANT BMS • ~200km Reichweite
Govecs S2.4 • Vmax 60km/h • 38AH Eigenbau Akku ANT BMS • ~80km Reichweite (Verkauft)
ZERO DS '24 • 14,4kW Akku • ~210km Reichweite
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