Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

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didithekid
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von didithekid »

Hallo Nevio,

wenn Du über deine rechte Hand und den von dieser betätigen Gas-(Ähh) / Strom-Griff gute Kontrolle hast, erlaubt dir die Ultra Bee ja auch die 10 km bis zur Zulassungsstelle mit lediglich 25 km/h zurückzulegen. Dann passt es zu den Vorerfahrungen mit dem MTB. Erfahrungsgemäß ist die Eingewöhnungsstrecke, bis man sich zutraut schneller zu fahren, aber viel kürzer. Nur langsamer fahren solltest du nicht. Ein Fahrad fährt schon mit 8 km/h meist so stabil, dass man nicht ins Schlingern kommt. Da brauchst Du mit einem Elektromotorrad mit 90 kg Gewicht und großen Rädern wohl mindestens 20 km/h, bis das eingenstabil rollt.
So bald Du Dir zutraust auf den ersten Metern eine gleichmäßige Beschleunigung beizubehalten, um in diesen eigenstabilen Fahrbereich um 20/30 km/h zu kommen, bist Du ja schon weiter. Wer da nach dem Anfahren aus Angst sofort wieder das Gas weg nimmt, erlebt natürlich, dass das Motorrad (wegen zu langsamer Geschindigkeit) anfängt zur Seite zu Kippen und muss dann ähnliche Schlangenlienien fahren, wie Du es beim Fahrrad kennst, wenn Du versucht Schrittgeschwindigkeit zu fahren. Sobald die Fuhre einmal mit der Geschwindigkeit rollt, für die sie konstruiert wurde, wird das aber kein Thema mehr sein. Erst wieder beim Anhalten, denn da muss genau so schnell (also beor es kippt) von 20 km/h auf 0 km/h heruntergebremst werden und mit Lenkimpuls des Vorderrades die Seite ausgewählt werden, zu der das Bike kippen soll (und da muss natürlich dann auch der Fuss ausgefahren sein). Beim Fahrad machst Du das instinktiv, ohne darüber nachzudenken (als Kind war das anders). Aber mit dem Motorrad musst Du den zeitlichen Ablauf erst wieder neu lernen.
Vorteil bei Elektromotorrädern wie der Ultra Bee sind die beiden Handbremsen (der Hebel links ist kein Kupplungshebel, sondern die hintere Bremse) und auch kein Gangschalt-Pedal muss von einem Fuß betätigt werden. Beide Füße sind für nichts anderes da, als das Motorad abzustüzen, wenn es angehalten hat und kippt. Freie Wahl rechts oder links. Beim Benzin-Motorrad ist oft am rechten Fuss die hintere Bremse und links die Schaltung und Anhalten am Berg, wenn man sich verschaltet hatte, kann kompliziert werden, wenn über den Füßen zu kurze Beine dran sind.
Wenn Du dann bei der ersten Fahrt mal so weit bist, dass 50 / 60 km/h erreicht sind, wirst Du feststellen, wie lang die Strecke plötzlich wird, die Du zum Abbremsen brauchst. Das ist dann der wahre Unterschied zum Fahrradfahren und die Linie in Kurven wird auch eine andere sein. Das kann man alles lernen.

Viele Grüße
Didi
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Der mit dem Strom fährt
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von Der mit dem Strom fährt »

technorail hat geschrieben: Sa 19. Sep 2026, 16:30
Ich zerbreche mir gerade den Kopf darüber da ich in der Schweiz Vollkasko über 1000 Franken pro Jahr zahle.
Hallo Nevio,
1000 Franken finde ich schon sehr viel, wenn das Fahrzeug nur 5600 Franken kostet.
In Deutschland wird es nach jedem unfallfreiem Jahr günstiger, ist das in der Schweiz auch?
Ist es sonst vielleicht möglich, das Motorrad auch über z.B. die Eltern zu versichern, wenn es darüber günstiger wird?

Ich habe fast immer Vollkasko abgeschlossen, aber ich zahle auch gerade mal 130 Euro bei einer deutlich teureren Zero DSRX, auch mein Auto kostet gerade mal 240 Euro (jeweils im Jahr incl. Haftpflicht!). Aber im Nachhinein hätte ich mir auch das Geld sparen können, da ich noch nie die VK in Anspruch genommen habe.
Nur in den ersten Jahren habe ich auf Vollkasko verzichtet, da es ähnlich wie bei dir jetzt zu teuer war.

Zusätzlich muss man natürlich auch bedenken, was denn alles im Fall einen Sturzes kaputt geht. Ist es ein leichter Umfaller, wird die Reparatur vermutlich günstiger als die Versicherungsprämie in einem Jahr, ist es hingegen ein schwerer Unfall, wo die Maschine einen Totalschaden hat, hast du vermutlich andere Probleme, als das dein Motorrad kaputt ist...
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von technorail »

Moin

Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht so genau ob es günstiger wird nach jedem unfallfreien Jahr aber ich würde schon eher ja sagen. Über die Eltern versichern war auch ein Gedanke von mir, da ein Kollege meinerseits ungefähr 50 Franken oder weniger im Monat zahlt weil er es als Zweitfahrzeug über die Eltern und ihn als Hauptlenker eingetragen und versichert hat. Das muss ich mir mal mit dem Versicherungsmakler ein wenig genauer anschauen…

LG
Nevio
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von technorail »

Hallo Didi,

danke dir, jetzt ist mir das viel klarer! Ich fahre dann einfach zügig los und übe das Anhalten vorher mal in Ruhe auf einem leeren Platz.

Viele Grüsse
Nevio
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von STF2023 »

Du musst dir nur immer bewusst sein, dass am Anfang die Reflexe und Abläufe nicht automatisch funktionieren.
Ohne Schalten ist es schon einfacher und ABS wäre natürlich eine Hilfe. Die Beschleunigung ist da gar nicht sooo schlimm.

Bewusst trainieren eventuell bei einem Fahrsicherheitstraining hilft viel.

Viele denken nur an Notbremsung, aber der Mensch hat auch einen „Kippreflex“, den man sich abtrainieren muss.
Die Nerven haben gelernt, dass man ab einer gewissen Schräglage umkippt und ein Gegenreflex setzt ein. Bei Motorrädern kommt man in Kurven aber locker über diese Gradzahl. Wenn dann der Reflex einsetzt, versucht man automatisch das Moped aufzurichten und fliegt aus der Kurve.

Also trainieren, trainieren, trainieren und nicht warten, bis man es im Notfall mal braucht.
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von Goggl »

Und wenn es der Kurvenverlauf erfordert, sich selber sagen: Legen, legen, ĺegen..... um genau dadurch die Schräglagenangst zu minimieren. Die modernen Reifen können allerhand !
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von Wolluminator »

Werde die Tage mal ausführlicher Schreiben, nutze sie ja auch im Alltag, allerdings die Trail Variante. Hat kein CBS und kein ABS, wüsste auch nicht, dass die 26er Modelle sowas haben, das wäre dann teurer mWn. Ich fahre immer ohne Traktionskontrolle ganzjährig, habe mich aber auch schonmal auf den Pinsel gelegt... Kann das Verhalten der Kontrolle aber nicht leiden und es klaut Leistung, Gasannahme istv erzögert und fühlt sich indirekt an, merkwürdig.
Ist als Sonderzulassung (Enduro) als Einsitzer ohne CBS/ABS zugelassen! (90 cm Sitzhöhe, eigentlich vorgeschrieben, allerdings haben sie ja bei der LBII und diese anderen Nachbauten(E-Ride Pro) geschafft auch mit ~80 cm eine Zulassung als 125er zu bekommen, mWn auch ohne CBS).
Zuletzt geändert von Wolluminator am Mo 21. Sep 2026, 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von Der mit dem Strom fährt »

Ich würde jetzt nicht einem Neuling empfehlen sich maximal in die Kurve zu legen. Auch als nicht Neuling nicht. Kleine Steinchen in der Kurve können nämlich auch allerhand.
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Re: Ultra Bee als Pendler mit 17 schlau?

Beitrag von Wolluminator »

Wer sich wirklich für Zweiradfahrtechnik interessiert sollte sich deises Video angesehen haben:
Keith Code, Twist of the wrist:

https://www.youtube.com/watch?v=ClmFaHuJUDU
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