So, es ist mal wieder Zeit, dass ich mich melde. Der Jupiter hat inzwischen 1.280km erreicht. Was gibt es zu berichten?
Mit dem Jupiter bin ich auf den gleichen Strecken nach wie vor etwas flotter unterwegs wie mit dem F8 - auch dann, wenn die Geschwindigkeit weit unter der Höchstgeschwindigkeit des F8 liegt. Der Jupiter fühlt sich einfach irgendwie "erwachsener" an. Neulich hatte ich es auch mal so in Worte gefasst: Es ist definitiv der Jupiter, während es im Vergleich dazu eigentlich die F8 ist. Der F8 fühlt sich irgendwie zarter und weicher an, der Jupiter rauher und kräftiger.
Die Schwingung bei 65 bis 70km/h ist eher stärker geworden. Interessant ist, dass sie auf manchen Straßenbelägen echt unangenehm ist, während sie mir auf anderen fast nicht auffällt. Ich hoffe, dass sie nach dem ersten Reifenwechsel weg ist.
Am vorletzten Wochenende hatte ich mich beim Wandern etwas verbummelt und hatte es daher auf dem Nachauseweg ein bisschen eilig, um am Ende möglichst wenig in die Dunkelheit zu geraten. Lange davor, am Nordende von Crailsheim gibt es ein Stück Kraftfahrstraße (nichts wildes, eine Fahrspur pro Richtung). Natürlich gibt es auch eine Umfahrung dazu; die geht aber durch zwei Orte und ist ein ziemliches gegurke. Da habe ich es einfach gemacht: Fahrstufe 3 gewählt und mit 100km/h mit den Autos mitgeschwommen. Es hat sich ein bisschen verrückt angefühlt. Der Jupiter hat es aber klaglos mitgemacht.
Ansonsten habe ich es fast ganz aufgegeben, die Fahrstufen zu wechseln, sondern ich fahre den Jupiter fast komplett auf Fahrstufe 2 (und den F8 auf "S"). Der Grund dafür ist, dass ich zu sehr Gewohnheitstier bin: Die Taste, die beim F8 die Fahrstufe zwischen "D" und "S" umschaltet, schaltet beim Jupiter in den Rückwärtsgang. Zum Glück ist der Controller des Jupiters intelligent genug, um dann nicht in voller Vorwärtsfahrt den Rückwärtsgang einzulegen. Er schaltet dann aber den Antrieb ab. Man muss dann das Gas auf 0 zurücknehmen, dann wird der Antrieb wieder aktiviert.
Und dieses Verhaten ist blöd, wenn man am Ortsende-Schild ist und beschleunigen möchte: ich drücke dann irrtümlich die Taste, der Motor schaltet ab, ich muss das Gas auf 0 nehmen und neu Gas geben - das nervt. Da ich offenbar zu blöd bin, um meine Automatismen je nach Roller umzustellen, habe ich einfach aufgehört, für jede Ortsdurchfahrt die Fahrstufe herunterzuschalten - man kann ja auch in den höheren Fahstufen perfekt langsam fahren.
Wie macht Ihr das?
Und dann ist mir bei einer ersten Nachtfahrt noch etwas aufgefallen: Bisher hatte ich nur Roller, bei denen der Scheinwerfer am Lenker montiert war. Beim Jupiter sind die beiden Scheinwerfer hingegen fest am Rahmen montiert. Beim Abbiegen biegt daher das Licht nicht mit ab. Der Effekt ist doch so stark, dass er mir deutlich aufgefallen ist. Das ist einfach Gewöhnungssache.
Ebenso sind es die Bremsen mit der Rekuperation: Da komme ich inzwischen auch ganz gut mit klar. Nur die Schätzung, wann genau ich die Rekuperation betätigen muss, damit ich am Ortsschild gerade 50km/h habe, klappt noch nicht so gut: da muss ich noch oft zwischendrin die Bremse nochmal loslassen oder mit der mechanischen Bremse etwas dazubremsen.
Mein Fazit bisher: Ein toller Roller!
Viele Grüße
Rolf
Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT
Ich habe bei mir am Extremo bewusst die 3 oder 4 Fahrstufen gar nicht erst aktiviert und habe immer D (voll) aktiviert.
Auch mit 1600A Phasenstrom und 450A Batteriestrom lässt sich der Fardriver mit etwas Fingerspitzengefühl in jedem gewünschten Geschwindgikeitsbereich fein dosieren.
Falls die Straße mal ruppig sein sollte, lege ich den Zeigefinger auf den Bremshebel und rutsche mit der Hand über den Gasgriff in Richtung Armatur, somit kommt genug Kontrolle zu Stande.
Das mit den Problemen beim umstellen kenne ich leider auch. Des öfteren Hupe ich ungewollt, wenn ich mit der 1000er Tuono unterwegs bin, weil da eben nicht das Blinker quittieren wie bei der Rollerarmatur ist, sondern die Hupe.
Auch mit 1600A Phasenstrom und 450A Batteriestrom lässt sich der Fardriver mit etwas Fingerspitzengefühl in jedem gewünschten Geschwindgikeitsbereich fein dosieren.
Falls die Straße mal ruppig sein sollte, lege ich den Zeigefinger auf den Bremshebel und rutsche mit der Hand über den Gasgriff in Richtung Armatur, somit kommt genug Kontrolle zu Stande.
Das mit den Problemen beim umstellen kenne ich leider auch. Des öfteren Hupe ich ungewollt, wenn ich mit der 1000er Tuono unterwegs bin, weil da eben nicht das Blinker quittieren wie bei der Rollerarmatur ist, sondern die Hupe.
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT
Hallo Rolf,Wanderer hat geschrieben: Mo 5. Okt 2026, 21:25 Und dieses Verhaten ist blöd, wenn man am Ortsende-Schild ist und beschleunigen möchte: ich drücke dann irrtümlich die Taste, der Motor schaltet ab, ich muss das Gas auf 0 nehmen und neu Gas geben - das nervt. Da ich offenbar zu blöd bin, um meine Automatismen je nach Roller umzustellen, habe ich einfach aufgehört, für jede Ortsdurchfahrt die Fahrstufe herunterzuschalten - man kann ja auch in den höheren Fahstufen perfekt langsam fahren.
Wie macht Ihr das?
ich fahre bis auf wenige Ausnahmen in der Fahrstufe 3. Auf nasser Wiese oder bei Schnee mal 1 oder 2. Meine Frau fährt bislang nur 2, hat den B196 aber erst paar Monate und ca 500km.
Ich bin da ähnlich die Dominik, ggf Fingerspitzen an der Bremse und Gasgriff zwischen Daumen und Handballen und schön dosieren. Das kann der Jupi schon sehr gut.
Bei den Ortsdurchfahrten... ich sag mal allgemein: Motorräder haben vorne keine Nummernschilder.
Übrigens bist du -(in der Grundeinstellung vom Jupiter, man kann das anpassen) sowieso 5-10% langsamer, als dein Tacho anzeigt. Wenn du -laut Tacho- 55 fährst, solllte noch kein Blitzer auslösen.
Viele Grüße
Matthias
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT
Danke für Eure Rückmeldungen!
Ja, genauso mache ich das auch, dass ich dann die Fingerspitzen auf die Bremse lege. Und ich finde auch, dass sich der Jupiter da perfekt dosieren lässt.
Es ist aber immer beruhigend, wenn ich weiß, dass ich nicht der einzige bin, der die Fahrstufen bei Ortsdurchfahrten nicht runterschaltet.
OT: @dominik: Wenn ich das so lese, dann hat Dein Roller mit "Extremo" wohl den richtigen Namen: 450A bei 72V sind über 30kW - das klingt wirklich extrem.
Viele Grüße
Rolf
Ja, genauso mache ich das auch, dass ich dann die Fingerspitzen auf die Bremse lege. Und ich finde auch, dass sich der Jupiter da perfekt dosieren lässt.
Es ist aber immer beruhigend, wenn ich weiß, dass ich nicht der einzige bin, der die Fahrstufen bei Ortsdurchfahrten nicht runterschaltet.
OT: @dominik: Wenn ich das so lese, dann hat Dein Roller mit "Extremo" wohl den richtigen Namen: 450A bei 72V sind über 30kW - das klingt wirklich extrem.
Viele Grüße
Rolf
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT
Das war vor 7 Jahren nicht so geplant. Da wurde ein 21S100Ah Akku und ein 260A Batteriestrom Controller von mir in einen leeren Roller eingebaut, was mir mit 20kW auch gereicht hätte. Der Controller ist aber leider sehr frühzeitig durch Feldschwächung verstorben und ich musste auf 14kW zurückrüsten und der hatte eine sehr gemächliche Beschleunigung vom Stand weg, also musste irgendwann nachgelegt werden. Der später eingebaute 800A Batteriestrom und 1800A Phasenstrom Controller und der 10kW Motor, waren eine glückliche Fügung oder eher ein Zufall aus Kleinanzeigen.Wanderer hat geschrieben: Sa 10. Okt 2026, 11:35 ...mit "Extremo" wohl den richtigen Namen: 450A bei 72V sind über 30kW - das klingt wirklich extrem.
Das ich demnächst auf 24S mit 13,7kWh umbaue, nennt man wohl Schicksal oder Evolution.
Dann werden bis zu 40kW aus dem Akku auf den nominal 10kW starken Motor beim Beschleunigen losgelassen.
Mein jetziger 21S100Ah Akku wandert dann, auf 13S umgebaut, in den Akkuschrank der Solarinselanlage.
Dort wird er noch viele Jahre, mit moderaten Strömen, genutzt werden können.
Für aktuell 4,9C 490A (mehr verträgt das BMS nicht) ist mir der Innenwiderstand der Zellen im 9. Lebensjahr dann mittlerweile doch etwas zu hoch geworden.
Beim neuen deutlich größeren, dafür leichteren Akku reichen dann 3C für 40kW und ich finde dank kleinerer Baugröße des Akkus auch noch Platz für ein größeres BMS und einem im Roller fest verbauten Lader mit mindestens 2kW Ladeleistung.
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