Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

für alles über Litium Akkus (ohne LiFePo)
greifswald
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von greifswald »

Wenn ich das Video richtig verstanden habe, dann lässt das BMS einen eigenen Reparaturversuch nicht zu, sondern schaltet sich komplett ab.

Damit sinkt m.E. der Vorteil auf 0.

Sobald der Hersteller pleite geht oder mehr verdienen möchte, schaue ich als Kunde in die Röhre, obwohl ich bei Kauf für die Reparierbarkeit drauf gezahlt habe.

Warum werden überhaupt so kleine Zellen wie 18650 für so riesige Akkupacks produziert? Warum ist man nicht gleich auf dickere Zellen gegangen?

Was spricht gegen Zellen mit Schraubanschlüssen wie die eve C40 von Nkon? Zu teuer in der Produktion? Höherer Übergangswiderstand als bei Verschweißung?
freesty
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von freesty »

Video überhaupt richtig geguckt? Es sind 2170er, das BMS erkennt das Öffnen, das heißt aber nicht, dass es danach nicht funktioniert. Um die Garantie zu erhalten, muss es nicht autorisierten Werkstätten repariert werden.
2019er Ecooter e2s mit 29000km SoH 90%.
greifswald
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von greifswald »

Tatsächlich habe ich das Video nur nebenbei geschaut, das war mir anfangs zu viel gelaber.

Wenn es wg Gewährleistung das Öffnen nur ins log schreibt, dann ist das vollkommen o.k. ich hatte es anders aufgefasst und so auch in den Kommentaren gelesen. Sorry.

Ich weiß, dass es sich um 21700-Zellen in dem Video handelt. Meine Frage war unabhängig von dem Video:

Warum werden überhaupt (so) kleine Zellen für große Akkus zusammengebaut und nicht direkt größere Zellen produziert und verbaut. Das bezog sich auch eher auf Motorradakkus oder noch schlimmer E-Autos.
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E-Bik Andi
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von E-Bik Andi »

Ich bin mit dem CEO Carlo in Kontakt, da ich ja in Afrika/Kenia die E-Mobilität der Boda's und TukTuk's ankurbeln will mit Umbauten. Leider ist das System zu teuer für Afrika und ich muss auf China zurückgreifen. Das Gehäuse des Akkusystems wäre aber eine echte Bereicherung für den günstigen Tausch defekter Zellen. Das Unternehmen ist noch im Hochlauf und momentan natürlich nicht interessiert am Verkauf des Gehäuses als Spare Part.
Liebe Grüße
Andi
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von Pedator92 »

Das in meinen Augen einzig gute an dem System ist, die schnelle und einfache Reparatur im Problemfall. Es spart Kosten und Arbeit weil man als Beispiel schnell sehen kann das Bank 5 Probleme macht. Alte Zellen raus und neue rein, Zusammenbauen und weiter geht's.

Das mit der Kühlung ist auch gut gedacht, solange man das im Fahrzeug berücksichtigt.
Kreidler Amaze 50 | 2896km | 48V 40AH LFP
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von RobZ »

greifswald hat geschrieben: Sa 7. Feb 2026, 11:30
Ich weiß, dass es sich um 21700-Zellen in dem Video handelt. Meine Frage war unabhängig von dem Video:

Warum werden überhaupt (so) kleine Zellen für große Akkus zusammengebaut und nicht direkt größere Zellen produziert und verbaut. Das bezog sich auch eher auf Motorradakkus oder noch schlimmer E-Autos.
Kühlung. Das Innenvolumen (und damit die Wärmeverluste) steigt schneller als die Oberfläche über die die Wärme abgeführt werden kann.
Deswegen kommen die größeren Bauformen der Zylinderzellen (4680 z.B.) erst die letzten Jahre auf mit sinkendem Innenwiderstand und besserer Kühlung.
Selbstkonstruiertes zum kaufen: https://www.ebay.de/usr/teileapparillo_1
oder zum selbst drucken: https://www.printables.com/@Robin_257936
u.a. Teile für die Wildfire wie z.B. Seitentaschenträger
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von error »

E-Bik Andi hat geschrieben: Sa 7. Feb 2026, 14:02 Ich bin mit dem CEO Carlo in Kontakt, da ich ja in Afrika/Kenia die E-Mobilität der Boda's und TukTuk's ankurbeln will mit Umbauten. Leider ist das System zu teuer für Afrika und ich muss auf China zurückgreifen. Das Gehäuse des Akkusystems wäre aber eine echte Bereicherung für den günstigen Tausch defekter Zellen. Das Unternehmen ist noch im Hochlauf und momentan natürlich nicht interessiert am Verkauf des Gehäuses als Spare Part.
Trampa macht was ähnliches im E-Skateboardbereich. https://trampaboards.com/battery-boxs-- ... c-626.html

https://trampaboards.com/pcbs-c-1364.html

Deshalb wundert mich die Ankündigung irgendwelcher Patente seitens Second Ride. Ich wette in kürzester Zeit werden die Chinesen auf den Zug aufspringen. ;)

Richtig neu sind eigentlich nur Kleinigkeiten. Keine Ahnung ob das reicht die Chinesen patentrechtlich im Zaum zu halten.


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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von E-Bik Andi »

Ja- das mit der Patentierung hat mich auch gewundert-- außer dass es viel Geld kostet, schützt das in China rein gar nicht vor Nachbauten.
Ich mache mir mehr Sorgen bei der Kontaktierung, wenn da die Oxidation einsetzt. Die Zellenverbindung bei einem Traktionsakku ist da ganz anders belastet als bei z.B. Laptopakku.
Das Problem kennt jeder von den Federklemmenden Akkuhalterungen, wenn die Oxidation einsetzt.
Liebe Grüße
Andi
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von error »

E-Bik Andi hat geschrieben: Mo 9. Feb 2026, 10:50 Ich mache mir mehr Sorgen bei der Kontaktierung, wenn da die Oxidation einsetzt.
Ich sehe das genauso kritisch, beobachte aber alles was an Entwicklungen auf den Markt kommt. - Ich sehe die Problematik in Verbindung mit den 21700er Zellen, weil die Kontaktfläche gleich zu den 18650ern ist, bei gleicher Akkukapazität aber entsprechend weniger parallele Zellen zum Einsatz kommen.

Rechenbeispiel: 20S8P aus 5000Ah Zellen ergäbe 2,96kWh. Das würde nominal bei 80A gerade mal für 5,7kW Ausgangsleistung reichen. Will man sowas dauerhaft (elektrisch) haltbar machen, benötigt man für L3e bei 20S mindestens 7-8kWh Akkugröße.

10A über so eine Federverbindung zu leiten halte ich für sehr sportlich. Man müsste also entweder sehr große Akkus bauen oder erheblich mit der Spannung hoch. Ich fürchte das ganze lässt sich nicht endlos skalieren, weil das Gewicht entsprechend stabile Gehäuse erfordert. Die Klemmverbinder dürften gewichtsmäßig spürbar über Nickelstreifen liegen. Da kommt schon was zusammen.

An dieser Stelle hatte ich damals aufgehört weiter drüber nachzudenken... :lol:

BTW: die ersten Zeros hatten auch ein Rundzellen-Klemmsystem, nur halt in "umständlicher" und bei Stark bin ich mir nicht sicher. Die benutzen anscheinend ein gefrästes Alugehäuse was zumindest geeignet wäre.

Wie gesagt, das mit den Patenten sehe ich deshalb irgendwie nicht.
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Re: Second Ride: Neue Zellkontakttechnologie

Beitrag von MEroller »

Das sind doch keine Federverbindungen bei neuen Second Ride Pack! Das sind samt und sonders Klemmverbindungen mittels der unzähligen Zuganker (die langen Schrauben) mit denen das Zell-Kontaktiersystem fest auf die Zellen gepresst wird. Die "Federn" sind somit die Schrauben :lol:
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