Strategie für die Langstrecke

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ms_smart
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von ms_smart »

Afunker hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 10:02 Wo und bei welchem Modell/Farbrikat, gibt es (gerade bei E-Motorrädern seiner "Klasse") kaum Probleme?
Weder beim Motor, noch insbesondere beim Akku? Richtig, bei Modellen von Zero.
Ahem. Im Ernst? Bei meiner Zero SR/S musste sowohl Motor als auch Batterie getauscht werden. Ich kenne fast niemanden, bei dem bei einer Zero Gen3 der Jahre 2019-2021 der Akku nicht getauscht werden musste.

Zero ist bei mir komplett durch. So etwas unzuverlässiges hatte ich in 50 Jahren Motorradfahren noch nie. Dagegen ist meine Energica echt zuverlässig. Natürlich nicht im Vergleich zu einer Honda oder BMW.
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tsztsz
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von tsztsz »

Afunker hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 16:30 Ja wo er herum gefahren ist...Das gibt es dummerweise hier bei der Energica auch nicht!
Schau dir seine Videos nochmal an, das Problem.war ja auch dass es keinerlei bemühen gab auch aus der Ferne ihm irgendwie zu helfen. Die hätten ihm ja ein Diagnosegerät schicken können oder sonst was. Oder das eben so offen gestalten dass man es mit einem PC und Kabel auslesen kann...

Ja, mit der Energica ist jetzt aktuell mit dem Akku genauso doof, aber da wird geholfen.

Insgesamt muss sich in dem Feld aber was tun...da sind wir uns glaub ich einig.
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von STW »

tsztsz hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 19:21 ...
Insgesamt muss sich in dem Feld aber was tun...da sind wir uns glaub ich einig.
Ich würde mal meinen, dass im Moment keiner der Hersteller ein Interesse daran hat mittels Weltumrundung die "Qualität" seiner Fahrzeuge nachzuweisen. Letzendlich müßten die ein Team mitschicken und alle gängigen Ersatzteile, damit der Fahrer samt Fahrzeug eine Chance hat, überhaupt in der avisierten Zeit das geplante Ziel zu erreichen. Das wäre dann im Ergebnis eher eine Dokumentation des häufigen Scheiterns ...
Die Dinger sind so gebaut, dass man damit hier klar kommt, wo der ADAC den Transport in die nächste Fachwerkstatt unterstützt, oder die Fachwerkstatt alle ein oder zwei Jahre sich den Bock mal zur Inspektion vornimmt, nachdem der Kunde die Maschine wenige tausend Kilometer als Schönwetterfahrzeug genutzt hat.. Wer damit nach Afrika oder die chinesische Mauer fahren will: da gibt es keine Servicepoints für die Fahrzeuge.

Man muss sich daran erinnern, dass die erste Weltumrundung (unter Auslassung von Afrika und Australien) erst ab 1927, also rund 30 Jahre nach Erfindung des Automobils, durchgeführt wurde, Claire Stinnes im Adler-PKW, begleitet von einem Team im LKW, das aber nach und nach absprang. Wenn der erste E-Motorradhersteller eine Weltumrundung sponsort, dann können wir davon ausgehen, dass das Produkt wohl einen passenden Qualitätslevel hat.
RGNT V2 ab 01/23 > 20000km
NIU NGT ab 06/20 Km-Stand > 36000km, nach Unfall verkauft in 5/23
Niu NPro seit 09/19 Km-Stand > 8000km - Verkauft in 10/22
Ahamani Swap Bj 2007 - 2.4KW - Vario - Km-Stand > 27.000km - 40AH Thundersky ab 11/08 - CALB 70AH seit 10/11 -Verschrottung 09/19
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von tsztsz »

das stimmt wohl. Dafür ist es ja aber durchaus beachtlich was M.T. schon hinbekommen hat. Übrigens, auf Verbrennern ist vielleicht das Video Yalla Habibi von Fortnine interessant. (mit dem "da muss sich was tun" meinte ich vor allem die Zuverlässigkeit und Servicenetz der Fahrzeuge)
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von Nova »

Was ich eher als große Unbekannte ansehe, ist die Lebenserwartung des Akkus. Wenn der bei normaler Nutzung "nur" 5-10 Jahre hält, dann wäre ja danach fast jedes Elektromotorrad wahrscheinlich ein Totalschaden?
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von greifswald »

Ja. Das hält mich auch davon ab, etwas so hochgezüchtetes (oder besser: unzugängliches) zu kaufen. Bei Verbrennern ist der Restwert nach 10 Jahren allerdings auch nicht mehr so hoch.

Würde ich den Trip machen, würde ich als Laie es mit einer Blacktea Wildfire versuchen. Da müsste man als erfahrener Motorradfahrer wohl zu viel Abstriche in Sachen Fahrwerk machen.

Die fehlende Schnellladung wäre verschmerzbar, wenn der Fokus auf Reisen und Entdecken liegt. Marcs trips waren mir zu Steckdosenfokusiert.

Die Ersatzteile dürfte man vermutlich schnell aus München oder China geliefert bekommen und notfalls baut man sich einen x-beliebigen Motor ins Hinterrad :mrgreen:

Oder halten Radnabenmitoren nicht dauerhaft schlechte Straßen aus?
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von Pedator92 »

greifswald hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 22:42 Die Ersatzteile dürfte man vermutlich schnell aus München oder China geliefert bekommen und notfalls baut man sich einen x-beliebigen Motor ins Hinterrad :mrgreen:

Oder halten Radnabenmitoren nicht dauerhaft schlechte Straßen aus?
Deswegen mag ich mein China Bike, das ist bauteilmäßig genauso simple wie die alten Blei Roller. Praktisch kann man mit etwas Werkzeug und Lieferzeit überall das Ding warten und weiterfahren.

Definiere schlechte Straßen, das meiste fährt er aktuell auf der Straße. Mal ab und zu über ein Sandweg stecken die auch problemlos weg.
Nova hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 20:53 Was ich eher als große Unbekannte ansehe, ist die Lebenserwartung des Akkus.
Kommt wieder aufs Fahrzeug und die Pflege an. Bei Hersteller Angabe sind mit der energica von marc ~240tkm drinnen bis der die 80% Restkapazität erreicht (in der Theorie). Praktisch ist er ohne Hersteller wie auch bei Zero usw am Ende komplett auf geschmissen wenn der Akku mal wirklich in Jahrzehnten kaputt geht.

Bei den no name China Motorrädern sieht das wieder anders aus, die sind eher wie die alten Blei Roller. Alter Akku raus, neuer (Eigenbau) Akku rein. Weiter geht's. Solange die Spannung, Belastbarkeit, Akkugröße passt, kann man mit dem Ding so lange fahren bis der Rahmen durchgegammelt ist.
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von Afunker »

Ich bin gespannt, wie Honda das als grösster Motorradhersteller in den nächsten Jahren macht....?
Insbesondere da es ein grosses Servicenetz weltweit gibt. :roll:
Die müssen sich anstrengen, wenn so einer wie Marc T. daher kommt, mit deren neuem E-Motorrad (nach der WN7) und solche Langstrecken fährt.
Gruss Helmut

Ranis 2000 seit 08.2019 ca.18000 Km gefahren :mrgreen:
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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von Afunker »

Pedator92 hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 23:04 Deswegen mag ich mein China Bike, das ist bauteilmäßig genauso simple wie die alten Blei Roller. Praktisch kann man mit etwas Werkzeug und Lieferzeit überall das Ding warten und weiterfahren.

Bei den no name China Motorrädern sieht das wieder anders aus, die sind eher wie die alten Blei Roller. Alter Akku raus, neuer (Eigenbau) Akku rein. Weiter geht's. Solange die Spannung, Belastbarkeit, Akkugröße passt, kann man mit dem Ding so lange fahren bis der Rahmen durchgegammelt ist.
So wie bei meiner Wuxi M3 seit 3 Jahren... :mrgreen:
Gruss Helmut

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Re: Strategie für die Langstrecke

Beitrag von tsztsz »

"Alter Akku raus, neuer (Eigenbau) Akku rein. Weiter geht's. Solange die Spannung, Belastbarkeit, Akkugröße passt, kann man mit dem Ding so lange fahren bis der Rahmen durchgegammelt ist."

In der Sache mag das ja stimmen, aber und wie läuft das dann mit Versicherung und co wenn bei einem Eigenbau Akku die Garage/Auto/Bude abfackelt? :shock: (ja, wenn ein Hersteller dann nicht mehr existiert, kommt man auch an niemanden ran, aber es war immerhin nicht fahrlässig)
Das wäre mir zu heiß.
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