Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

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himmelweit
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Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von himmelweit »

Hallöchen liebe Interessierte.

Vor einem halben Jahr wurde ich durch ein Video auf YouTube aufmerksam auf „eines der günstigsten Microcars Deutschlands“. Da ich diese Art von Fahrzeugen schon lange auf dem Schirm hatte, schon einige Modelle gesehen und dazu recherchiert hatte, befasste ich mich nun mit dem Gedanken, tatsächlich solch ein Vehikel zu kaufen. Ich möchte nun mit euch meine ersten Erfahrungen mit dem Nelio Eco V3 teilen.

Meine weiteren Erfahrungen werde ich wahrscheinlich in einem Blog und in Videos teilen. Wenn es soweit ist, werde ich einen Link dazu hier posten. Kann aber noch etwas dauern.

Meine Motivation
Was mir bei meiner Recherche vor dem Kauf aufgefallen ist, dass es außer 2 Videos (eines vom Händler und eines, das einen absolut unkritischen Blick auf das Fahrzeug wirft) keine weiteren Informationen dazu gibt. Dieses Informationsloch möchte ich mit meinem Beitrag ein wenig füllen und hoffe, dem ein oder der anderen so, ein besseres Bild zu diesem Ei auf 3 Rädern geben zu können.

Beweggründe für den Kauf und kurze Vorgeschichte
Ich wohne auf dem Dorf, ca. 8 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Je nach Wochentag fahren ca. 6 Busse am Tag. Ich bin froh, dass sie fahren. Spontanität oder zeitkritische Termine sind aber nur stark begrenzt möglich. Was Individualmobilität wirklich für die Lebensqualität bedeutet, kann man meiner Ansicht nach erst tatsächlich begreifen, wenn man ländlich wohnt. Wirklich. Man muss das erleben. Als jemand, der vorher in Großstädten gewohnt hat, war mir das Problem mit dem ÖPNV auf dem Land schon bekannt, was es aber tatsächlich für das Leben bedeutet, habe ich erst durch das Leben hier wirklich begriffen.

Ein großer Schritt war für mich der Kauf eines E-Scooters. Nicht für die letzte Meile, sondern als primäres Fortbewegungsmittel. Seit Juli 2025 besitze ich den Segway Ninebot Max G3 und er hat meine Mobilität deutlich verbessert. Mehr als 2600 km habe ich seitdem auf dem Teil verbracht und die knapp 1000€ waren eine der besten Investitionen der letzten Jahre. Ansonsten habe ich keine Erfahrung mit Elektrofahrzeugen.


Wieso also der Kauf des Microcars?

Winterfestigkeit
Ich habe ein Fahrzeug gesucht, mit dem ich auch im Winter fahren kann (deswegen sollte es mindestens 3 Reifen haben. Wie wintertauglich der Nelio ist, konnte ich noch nicht testen.

Reichweite
Das Fahrzeug sollte mehr Reichweite haben und so meinen Radius erweitern (mit dem Ninebot Max G3 schaffe ich hier in Mitteldeutschland und bei meinem Gewicht von ca. 110 kg knapp 30 km bei 100% Ladestand). Deswegen entschied ich mich für die V3-Variante mit dem LiFePO4-Akku.

Besserer Witterungsschutz

Kosten
Sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt sollte das Fahrzeug für mich als Auszubildenden leistbar sein.

Geschwindigkeit
Das Vehikel sollte schneller sein als mein E-Scooter (der fährt die maximal zulässigen 22 km/h)

Elektrisch
Ich wollte ein Fahrzeug mit elektrischem Antrieb (weniger Verschleißteile, besser für die Umwelt). Hinweis: Ich wohne zur Miete und habe keine PV-Anlage o.Ä.


Kauf und Preis
Für eine Probefahrt bin ich extra nach Baden-Württemberg zum Händler gefahren (ca. 400 km hin und das gleiche wieder zurück). Beim Händler konnte ich auch andere Modelle probefahren, aber der Nelio Eco V3 blieb mein Favorit. Einige Tage später sagte ich dem Kauf zu. Es gab einen Vertrag und eine erste Anzahlung. Wartezeit war ca. 3 Monate. Daraus wurden letztendlich 6. Mit dem Händler selber bin ich nicht zufrieden. Die Kommunikation war wirklich unzureichend und das Verständnis für das Fahrzeug scheint wirklich nur rudimentär zu sein. Ich habe das Fahrzeug mit Winterreifen gekauft. Der Nelio Eco V3 hat mich 6799,95 € gekostet (5.999€ Grundpreis, 299,97 € Winterreifen mit Montage, 499 € Liefergebühren). Der Unterschied zur V2 ist lediglich der Akku.

Das Fahrzeug
Ich hatte keine Anforderungen an die Verarbeitung, und durch die Probefahrt, wusste ich ungefähr, was auf mich zukommt. Spaltmaße und die Qualität der Verarbeitung sind dem Preis entsprechend (nichts für deutsche Autoliebhaber :D). Ich habe das Fahrzeug in Blau bestellt. Das sind die wichtigsten Hardwarekomponenten:


Basisdaten
Hersteller: AONEW
Modell: YH-T

Motorcontroller (das Gehirn des Fahrzeugs)
Das Teil steuert eigentlich alles in dem Fahrzeug. Von der Ladeleistung (ja, tatsächlich läuft der Ladestrom nicht direkt in den Akku, sondern erst mal zum Controller) bis zur Geschwindigkeitsanzeige im Display. Man kann dort auch einige Einstellungen tätigen. Das habe ich die nächsten Tage und Wochen auch vor.
Modellbezeichnung: VOTOL EM 100


DC-DC Wandler
Wandelt die Spannung von dem Akku auf 12 Volt für die ganze Bordelektronik
DC: 60V-72V-12V-30A

Akku
Mit 1000€ Aufpreis das teuerste Bauteil der kleinen Knutschkugel.
  • Model: WH-7280-A
  • Nominale Spannung: 76,8V
  • Nominale Kapazität: 6144 Wh
  • Größe: 360x280x250 mm
  • Material Typ: LFP
  • Gewicht: 46 kg
  • BMS: Superpower (Chao Li Yuan), 24 Zellen, Bluetooth Verbindung
Motor
Weiß ich aktuell leider nicht mehr, als das was der Händler schreibt.
  • 1500 Watt Nennleistung/3000 Watt Spitzenleistung
Erste Erfahrungen
Das Fahrzeug zu fahren macht Spaß und es zieht gut an. Selbst an der stärksten Steigung hier im Dorf fährt der Nelio aus dem Stand ohne Probleme los (habe keine Promille-Angabe zur Steigung, aber ist wirklich steil). Es ist ungewohnt mit den 3 Rädern und in der Kurve sollte man vorsichtig sein, weil Kippgefahr besteht. Man fällt definitiv auf und ich hatte schon einige nette Gespräche mit fremden Menschen. Man passt fast überall rein und durch.

Die Geschwindigkeitsanzeige im Display ist sehr ungenau. Er zeigt mir bei Höchstgeschwindigkeit 50 km/h an, fährt laut GPS aber nur 38 km/h. Es ist möglich, dass im Motorcontroller der Umfang der Winterreifen nicht korrekt hinterlegt ist. Das schaue ich mir später definitiv an.

Der Ladestand wird im Display nicht in Prozent angegeben, sondern in einer Grafik mit 10 Balken und der aktuellen Spannung. Die Grafik ist an die Spannungswerte gekoppelt, also absolut unbrauchbar. Ladezeit oder andere Werte sucht man hier vergebens. Das sorgte dafür, dass ich bereits einmal liegengeblieben bin und das blaue Ei knapp 6 Kilometer schieben durfte (250 kg Leergewicht, bergauf und bergab. Das ging in die Arme). Jetzt befindet sich der Akku in einem Sicherheitsmodus und das mitgelieferte Ladegerät will nicht laden. Das kann daran liegen, dass der Motorcontroller auch keinen Strom mehr hat (weil die Batterie bei 0 % SOC ist) und deswegen den Strom nicht durchlässt. Oder das Ladegerät erwartet eine gewisse Gegenspannung beim Anschließen, die aufgrund des Sicherheitsmodus niedriger ist, und das Ladegerät denkt deswegen, da hängt nichts dran. Ich habe mir bereits ein Labornetzteil bestellt, um das Problem zu lösen.
Dass der Akku überhaupt mit der Außenwelt sprechen kann, habe ich nur durch Zufall erfahren (der Händler hat von der Bluetooth-Funktion jedenfalls nichts gesagt). Erst als ich das 46 kg schwere Ding ausgebaut hatte, habe ich die 3 QR-Codes für die App gesehen. Daher weiß ich jetzt deutlich mehr über den Akku. Für die Zukunft werde ich noch etwas basteln müssen, um den SOC auch während der Fahrt auslesen zu können. Denn das BMS sitzt mit den Zellen in einer Blechkiste, und die schränkt das Bluetooth-Signal stark ein, weswegen die Verbindung zum Smartphone nur funktioniert, wenn man es auf den Akku legt. Aufgrund der fehlenden Informationen kann ich deswegen auch noch keine Angaben zum Verbrauch und zur Reichweite machen.

Die Einstellmöglichkeiten im Display des Fahrzeugs sind gleich null und das Touchdisplay funktioniert nur mit viel Geduld.

Ansonsten noch ein paar kleinere Anmerkungen:
  • Fahrzeug ist sehr windanfällig
  • Das Laden wird im Display nicht angezeigt
  • Kennzeichenhalterung ist für chinesische Kennzeichen (ich habe mir da was mit einem Lochblech selber gebastelt)
  • Es ist fast unmöglich, die Scheibenwischwasserdüsen richtig einzustellen. Entweder sie spritzen über das Fahrzeug (weil auch einfach zu viel Druck dahinter ist), oder alles landet am unteren Ende der Frontscheibe.
  • Der Stecker des Ladegerätes ist zu kurz für normale Verlängerungskabel. Man kriegt ihn nicht tief genug rein. Deswegen muss eine Steckdosenleiste o. Ä. dazwischengehangen werden.
Ich sehe all die kleinen und größeren Schwachstellen als eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Das Fahrzeug ist mit einem Grundpreis von 6000€ einfach sehr günstig und deswegen eher für Menschen gedacht, die noch ein wenig Hand anlegen wollen. Bei Mopeds wird ja auch viel gebastelt, und ich bastele halt jetzt an diesem blauen Reiskocher. Mir macht es Spaß, zu recherchieren und immer mehr über den Nelio herauszufinden. Wer darauf keine Lust hat, sollte definitiv ein anderes Fahrzeug wählen. Es gibt noch einige andere Händler wie Elektroroller Futura, aber auch der Silence S04 von Nissan macht einen richtig guten Eindruck auf der Website.

Ich halte euch dann in meinem Blog auf dem Laufenden, beantworte aber auch gerne eure Fragen hier. Für Tipps oder Erfahrungsberichte bin ich ebenfalls sehr dankbar. Bin ja auch noch komplett neu in dieser Welt der Microcars.

Liebe Grüße
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Motorcontroler und DC-DC-Wandler
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stonie
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von stonie »

Akkus unterm Fahrersitz ?
Wäre mir zu unsicher ! Bei meinem Cruise befinden sie sich unter der kleinen Heckbank, die ich mehr als "Kofferraum" nutze.
Hab mir da so ein zusammenfaltbares Exemplar (Koffer) gekauft...da ist ziemlich alles nötige verstaut : Ladegerät, Verlängerungskabel, Warnlampe, Werkzeug, Kompressor für die Reifen, usw. ! ;)
Gruß, Uwe. :)
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von himmelweit »

stonie hat geschrieben: Do 16. Apr 2026, 10:23 Akkus unterm Fahrersitz ?
Wäre mir zu unsicher ! Bei meinem Cruise befinden sie sich unter der kleinen Heckbank, die ich mehr als "Kofferraum" nutze.
Hab mir da so ein zusammenfaltbares Exemplar (Koffer) gekauft...da ist ziemlich alles nötige verstaut : Ladegerät, Verlängerungskabel, Warnlampe, Werkzeug, Kompressor für die Reifen, usw. ! ;)
Gruß, Uwe. :)
Wenn was mit dem Akku ist kriege ich es auf jeden Fall sofort mit :D
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von himmelweit »

Update nach knapp 1000 Kilometern

Ich habe viel Zeit in den Kabinenroller investiert, Informationen zusammengetragen, gemessen und dabei neue Fragen entdeckt, denen ich nachgehe. Hier sind meine Erfahrungen zu verschiedenen Themen.

Geschwindigkeit
Das Problem, dass die Geschwindigkeit nicht richtig angezeigt wird, hatte ich ja bereits erwähnt. Im Alltag störender sind jedoch die maximalen 38 km/h. Selbst E-Bikes zu überholen, ist da schon eine Herausforderung, und im Stadtverkehr ist es auch hinderlich. Die Geschwindigkeit im Motorcontroller anzupassen, ist mir immer noch nicht gelungen, dazu aber mehr im nächsten Abschnitt.

Motorcontroller
Die meiste Zeit die ich an dem Fahrzeug verbracht habe, ging dafür drauf, meinen Laptop mit dem Motorcontroller zu verbinden. Bis heute habe ich es nicht geschafft. Bei dem Motorcontroller handelt es sich um einen Votol EM 100 GT. Dieser GT-Zusatz bereitet mir Schwierigkeiten. Es gibt keine Aufzeichnungen zu diesem speziellen Modell. Zudem sieht der Kabelbaum gänzlich anders aus als der des „klassischen“ Votol EM 100.
Ob es sich bei der Datenverbindung zwischen Controller und Laptop um einen seriellen Bus (UART) oder einen CAN-Bus handelt, ist trotz Multimeter-Messung immer noch nicht ganz klar. Sollte es eine serielle Verbindung sein, habe ich bereits alles versucht – ohne Erfolg. Jetzt kann nur noch ein Oszilloskop Klarheit bringen, das ich gerade dabei bin zu organisieren. Ich habe auch Votol angeschrieben, jedoch habe ich wenig Hoffnung. Es ist wahrscheinlich, dass der Fahrzeughersteller (in diesem Fall Aonew) aus dem EM-100 ein „GT“ gemacht hat und dies kein offizielles Modell von Votol ist.

Laden
In der Hoffnung, dass ein anderes Ladegerät, das mit einer Ladekurve arbeitet, das BMS wieder daran „erinnert“, was 100 % SOC sind, habe ich eines gekauft (wir erinnern uns: Mein BMS zeigt beim SOC immer 0 % an, auch wenn der Akku vollgeladen ist). Das war ein Fehler, der böse hätte enden können. Auf dem Ladestrom ist eine Frequenz aufmoduliert, die ich mit dem Multimeter messen konnte. Mithilfe des Oszilloskops erhoffe ich mir, herauszufinden, um welche es sich genau handelt. Diese „Kommunikation“ geht höchstwahrscheinlich vom Motorcontroller aus. Das originale Ladegerät kann mit dieser Art „Sprache” etwas anfangen und bekommt darüber gesagt, wann es abschalten soll. Das neue Ladegerät versteht diese Art der Kommunikation jedoch nicht. So kam es, dass das neue Ladegerät einfach weitergeladen hat, obwohl eine der 24 Zellen des Akkus bereits 4 Volt erreicht hatte. 3,7 Volt sind die absolute Schmerzgrenze bei diesem Akkusystem. Auch das Spannungsdelta lag bereits bei 0,600 Volt, was wirklich viel ist. Hätte ich den Ladevorgang nicht überwacht, hätte ich mir vermutlich den Akku zerstört. Das BMS hat jedenfalls nicht eingegriffen. Hier ist also Folgendes wichtig: Nicht mit einem anderen Ladegerät laden!


Inzwischen habe ich eine detaillierte Übersicht über die Pin-Belegung der einzelnen Stecker, die vom Motorcontroller abgehen, angelegt. Mit einem dieser Stecker kann man zwischen der 25-km/h- und der 45-km/h-Variante umschalten. Ich habe die 45-km/h-Variante. Um diese auf 25 km/h zu drosseln, muss lediglich eine Steckverbindung getrennt werden. Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn sich etwas Neues ergibt.
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von himmelweit »

Update 2
So schnell ließt man sich wieder. Aber ich war auch in den letzten Tagen wieder fleißig und hoffe es hilft eventuell dem ein oder der anderen.

Motrocontroller/Geschwindigkeit
Die Verbindung ziwschen Laptop und Motorcontroller hat funktioniert. Wie habe ich das geschafft?:
Ich habe den Kabelbaum gekauft der normalerweise an einem Votol EM-100 hängt (also ohne den Zusatz "GT").
Gekaufter Kabelbaum
Gekaufter Kabelbaum
Diesen habe ich dann an meinen Votol Controller angeschlossen. Da der Controller aber eingeschaltet sein muss, damit man eine Verbindung zu ihm aufbauen kann, muss man noch die Batteriespannung an den Controller anlegen. Vom Fahrzeug kommt ein 9-Pin-Stecker, der in eine 9-Pin-Buchse geht die wiederum auf eine 16-Pin-Buchse geht die am Controller angeschlossen ist. Da ich den original verbauten Kabelbaum abgemacht habe, lag der 9-Pin-Stecker der vom Fahrzeug kommt frei. (Auf dem Bild: Der Pin oben links in der Ecke. Da liegt die Akkuspannung an)
9-Pin-Stecker vom Fahrzeug kommend
9-Pin-Stecker vom Fahrzeug kommend
Hier habe ich ein Kabel (zu überbrückung) genommen um die Akkuspannung die am dicken, gelben Kabel des 9-Pin-Steckers anliegt, in den Stecker des Kabebaums zu führen. Der Stecker am Kabelbaum (wir erinnern uns: das ist der neue, gekaufte Kabelbaum) hat einen Stecker für "E-Lock". Da muss die Akkuspannung rein.

Nun konnte ich den gekauften USB-Seriell Adapter (der in einer 4 -Pin-Buchse endet, von der nur 3 Pins belegt sind) in den "Programm/Debugging" Stecker des gekauften Kabelbaums stecken. Denn es sieht so aus, als ob der Votol EM-100 GT eigentlich ein Votol EM-100 ist, nur mit einem anderen Kabelbaum.

Dann nur noch schauen, das der USB-Serial-Adapter richtig von Windows erkannt wurde, Zündung am Fahrzeug an, die Votol Softtware starten, auf "Open" klicken und dann auf "Connect". Und siehe da: Die leeren Felder in der Software füllen sich mit Zahlen.

Bevor ihr irgendetwas an der Sotware umstellt, speichert ihr euch erstmal die aktuellen Einstellungen als Backup ab. Dazu einfach auf "save prarm" klicken und einen Speicherort auswählen.

Nun hat es eine ganze Weile gebraucht, bis ich herrausgefunden habe, was die Geschiwndigkeit des Fahrzeugs begrenzt. Denn es sind nicht die Felder in der Software die ich vermutet habe. Hier ist die "PAGE 2" in der Software relevant. (die Übersetzung der Software ins Englische ist teilweise sehr schlecht).
Seite 2 der Votol Software
Seite 2 der Votol Software
Zuerst muss man beim Punkt "Three-speed" den ersten Wert von "Mid(%) von 55 auf 100 setzten. Da das Fahrzeug nur einen Vorwärtsgang hat ist "Mid" der Gang mit dem ihr immer fahrt. Und jetzt kommt das große Geheimnis: Unter dem Punkt "Downhill electric brake assist (HDC/HHC)", muss man den Wert bei "HDC lowrst speed" von 4300 auf 5000 ändern. Danach klickt ihr in der Software noch auf "param write".

Programm schließen, Zündung ausschalten und wieder den alten Kabelbaum anschließen und den 9-Pin-Stecker verbinden. Hier ist noch wichtig, das ihr eine der Kabelschleifen lösen müsst.

Ihr seht auf dem Bild, 2 Kabelschleifen. Die mit dem braunen und dem rot/weißen Kabel ist der "mechanische" Geschwindigkeitsbegrenzer. Sind diese beiden Kabel verbunden, fährt das Fahrzeug GPS gemessene 38 km/h (ist also im 45 km/h-Modus). Sind diese Kabel gelößt, befindet sich das Fahrzeug im 25 km/h Modus. Da wir in der Sotware gerade den einen Wert bei "Mid" von 55 auf 100 geändert haben, fährt das Fahrzeug auch "45" km/h wenn die beiden Kabel getrennt sind. Trennt also diese beiden Kabel sonst "spuck" uns diese Kabelschleife in die Suppe.
Kabelschleifen
Kabelschleifen
Jetzt alles wieder zusammenschrauben und viel Spaß beim Fahren mit richtigen 45 km/h.
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AndyAndy
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von AndyAndy »

Gestatte folgenden Hinweise:

Für Votol EM100 gibt es einen speziellen Thread
viewtopic.php?p=418514

Es gibt auf Youtube gute Videos, die die Controller-Einstellungen erklären.
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AndyAndy
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von AndyAndy »

Ich habe auch ein 60V 58Ah Fahrzeug und habe mit diversen Einstellungen herumexperimentiert. Tipp: wenn man das Häkchen bei HDC entfernt, wird die Drosselung komplett aufgehoben. Vielleicht erreichst du dann 45 kmh.

Eine zuverlässige Ladestandanzeige bekommt man nur mit einem externen Coulometer.
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von conny-r »

Die billigste Ladezustandanzeige bekommt man für 3 EUR

Gibt es auch Versandkostenfrei

https://de.aliexpress.com/item/1005008918510837.html
Gruß Conny
himmelweit
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von himmelweit »

AndyAndy hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 12:32 Gestatte folgenden Hinweise:

Für Votol EM100 gibt es einen speziellen Thread
viewtopic.php?p=418514

Es gibt auf Youtube gute Videos, die die Controller-Einstellungen erklären.
Vielen Dank für den Hinweis. Das Problem bei solchen Threads ist, das sie ewig lang sind und es schwer ist, die Information herrauszusuchen, die für einen wichtig ist. Da wäre ein Wiki schon besser. Es gibt bereits eines zum Thema Votol Tuning das mir diesbezüglich auch weiter geholfen hat. War trotzdem viel Ausprobieren weil ich nicht, die dort beschrieben, Gänge wie "City" oder "ECO" habe.
AndyAndy hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 12:37 Ich habe auch ein 60V 58Ah Fahrzeug und habe mit diversen Einstellungen herumexperimentiert. Tipp: wenn man das Häkchen bei HDC entfernt, wird die Drosselung komplett aufgehoben. Vielleicht erreichst du dann 45 kmh.

Eine zuverlässige Ladestandanzeige bekommt man nur mit einem externen Coulometer.
Das "45 km/h Problem" habe ich schon gelößt. Das Häkchen habe ich nicht rausgenommen aber die eingestellte Drehzahl erhöht.
conny-r hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 20:00 Die billigste Ladezustandanzeige bekommt man für 3 EUR

Gibt es auch Versandkostenfrei

https://de.aliexpress.com/item/1005008918510837.html
Sei mir nicht böse wenn ich wiederspreche aber die Spannung empfinde ich als wenig aussagekräftig. Außerdem wird mir diese in meinem Display bereits angezeigt. Hier werde ich wohl mal ein Smart-Shunt installieren. Das sollte genauer sein als die Spannung.
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Pedator92
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Re: Nelio Eco V3/Aonew YH-T ein erster Erfahrungsbericht

Beitrag von Pedator92 »

himmelweit hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 14:50
conny-r hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 20:00 Die billigste Ladezustandanzeige bekommt man für 3 EUR

Gibt es auch Versandkostenfrei

https://de.aliexpress.com/item/1005008918510837.html
Sei mir nicht böse wenn ich wiederspreche aber die Spannung empfinde ich als wenig aussagekräftig. Außerdem wird mir diese in meinem Display bereits angezeigt. Hier werde ich wohl mal ein Smart-Shunt installieren. Das sollte genauer sein als die Spannung.
Bei Lfp bringt dir die Spannungsanzeige wirklich nicht viel das stimmt. Über einen Shunt ist das wesentlich brauchbarer. Gibt's aber auch als kleines Display. Nennt sich "TY23" kostet etwa 20€.
Kreidler Amaze 50 | 4232km | Kein Akku!
E-Max 90s | 20727km | 48v ~62AH LFP | in Wartung
Stanford STF A4 | 3960+2700km | 75,6V 47,1AH
https://www.youtube.com/c/pedator92 Diy | Reparatur | Solar | Motovlog
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