Hallo Laxs,
zur Sicherung:
Beim Fahren mit dem Fahrzeug mit maximaler Motorleistung von 2.200 Watt, kann der Fluss an elektrischer Energie eigentlich nicht höher als 3.000 Watt sein, was beim 72 Volt System Stromfluss unter 42 Ampere bedeutet. Allerdings fließt kurzzeitig beim Einschalten der Stromverbindung zum Motorcontroller ein erheblich höherer Strom, da im Motorcontroller die (inzwischen entladenen) Kondensatoren (wieder neu) auf Betriebsspannung gefüllt werden => Stromstoß.
Wird die Leitung da (wie üblich) mit einem Leitungsschutzschalter 50 bzw. 63 Ampere gesichert, sollte es eine träge Charakteristik sein (C50 / C63).
Das ist so eine Klapp-Sicherung, wie im Haus, die man selbst wieder einschalten kann, nach dem Auslösen.
Trotzdem lebt der Schutzschalter nur wenige Monate, wenn er täglich neu den Strom zum Controller einschaltet.
(Keine Ahnung, ob das hier so häufig passiert).
Mehrere 100 Ampere Einschaltstrom und ein entsprechender Funken brennen den Kontakt nach und nach ab und ggf. muss man mehrmals Einschalten, bis die Kondensatoren soweit vorgeladen sind, dass nur noch normaler Strom fließt und die Sicherung drin bleibt.Irgendwann geht es dann gar nicht mehr.
Das ist leider bei vielen Elektro-Fahrzeugen einfacher Bauart so. Schaltet man der Schutzschalter nur noch dann aus, wenn das Fahrzeug mindestens für 10 Tage nicht mehr benutzt werden soll, wird die Lebensdauer der Sicherung steigen.
Diese Sicherung schützt eigetlich die Verkabelung. Die Idee statt einer C50 auf einen deutlich größeren Sicherungswert ( z. B. C100) umzurüsten, könnte ggf. dazu führen, dass im Falle eines echten Kurzschlusses nicht zuerst die Sicherung auslöst, sondern direkt das Kabel durchbrennt.
Zum Paralelbetrieb beider Akku:
Ich hatte ja weiter oben die Schutz-Weichen-Elektronik verlinkt, mit der man bei zwei Akkus (A und B) eine einseitige Überspannung bei Akku A (Blei - mit Rekuperation geladen) von Akku B (LiFePO4) fernhalten könnte.
Viele Grüße
Didi
LiFe PO4 / Rekuperierung
- didithekid
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Re: LiFe PO4 / Rekuperierung
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Re: LiFe PO4 / Rekuperierung
Hallo Didi,
wieder einmal eine sehr gute Erklärung, ... durch die Ladung der Elkos, > wie eine Vollbremsung


wieder einmal eine sehr gute Erklärung, ... durch die Ladung der Elkos, > wie eine Vollbremsung
Gruß Conny
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laxs
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Re: LiFe PO4 / Rekuperierung
Hallo allezesam, hier mal ein kleines Update:
Also der Riesenaccu passt in das Fach rein. Man muss allerdings den Controller und die Sicherung abnehmen weil ja nach vorne Gestänge ist. Sollte man auch besser zu zweit machen weil das Biest 52 kg wiegt und man noch ein paar Kabel an die Seite schieben muss. Auch sollte man die ganze Verkleidung unter dem Sitz mit abmachen. Die Verkleidung muss dann ein wenig modifiziert werden. Vorne etwas wegschneiden wegen der Höhe. Der Batteriedeckel passt dann eh nicht mehr, den werde ich so abschneiden das die Rückseite wieder schick aussieht. Kann man ja dann immer noch rechts und links verschrauben. Unter der Sitzbank eine 2 cm dicke Latte längs und 2 kurze Latten rechts links, damit bin ich dann über der Batterie und kann das wieder voll nutzen.
An der Rekuperierung habe ich erstmal garnichts gemacht weil ich den Stecker, wenn den einer daran ist, nicht ab bekomme, ist alles mit Heißkleber verklebt.
Bin die ersten 20 km gefahren ohne Probleme. Bei Fahrstart 85% Batterieladung - Zuhause 70%. Nachladen auf 100% hat 1 Stunde und 15 Minuten gedauert. In der Cockpitanzeige 63 V und 100 % Power. Bei Beschleunigung ging die Anzeige bis auf 58 V runter, bei Bergauffahrt. Nach einiger Zeit die Poweranzeige auf 90 und dann 85 %. Nach einem kurzem Einkaufsstop. Ging die Fahrt weiter mit 63 V und 100% . Bei leichten Bergabfahrten die Voltanzeige 64 - 65 Volt also schwache Rekuperierung (glaube ich).
Blei habe ich erstmal raus gelassen. Die nächsten Tage mal eine Strecke von 60 km fahren ob der das schafft. Vorsichtshalber nehm ich aber einen Stromgenerator mit.
Mit dem Range Extender Generator bin ich noch nicht weiter. Ist aber das nächste Projekt dem ich mich dann widme im zusammenspiel mit dem Life.
Hoffe mal das es für einige Interessant sein könnte. Achso bei einer Aussentemperatur von 8°
Bis dahin Grüßt der Laxs
Also der Riesenaccu passt in das Fach rein. Man muss allerdings den Controller und die Sicherung abnehmen weil ja nach vorne Gestänge ist. Sollte man auch besser zu zweit machen weil das Biest 52 kg wiegt und man noch ein paar Kabel an die Seite schieben muss. Auch sollte man die ganze Verkleidung unter dem Sitz mit abmachen. Die Verkleidung muss dann ein wenig modifiziert werden. Vorne etwas wegschneiden wegen der Höhe. Der Batteriedeckel passt dann eh nicht mehr, den werde ich so abschneiden das die Rückseite wieder schick aussieht. Kann man ja dann immer noch rechts und links verschrauben. Unter der Sitzbank eine 2 cm dicke Latte längs und 2 kurze Latten rechts links, damit bin ich dann über der Batterie und kann das wieder voll nutzen.
An der Rekuperierung habe ich erstmal garnichts gemacht weil ich den Stecker, wenn den einer daran ist, nicht ab bekomme, ist alles mit Heißkleber verklebt.
Bin die ersten 20 km gefahren ohne Probleme. Bei Fahrstart 85% Batterieladung - Zuhause 70%. Nachladen auf 100% hat 1 Stunde und 15 Minuten gedauert. In der Cockpitanzeige 63 V und 100 % Power. Bei Beschleunigung ging die Anzeige bis auf 58 V runter, bei Bergauffahrt. Nach einiger Zeit die Poweranzeige auf 90 und dann 85 %. Nach einem kurzem Einkaufsstop. Ging die Fahrt weiter mit 63 V und 100% . Bei leichten Bergabfahrten die Voltanzeige 64 - 65 Volt also schwache Rekuperierung (glaube ich).
Blei habe ich erstmal raus gelassen. Die nächsten Tage mal eine Strecke von 60 km fahren ob der das schafft. Vorsichtshalber nehm ich aber einen Stromgenerator mit.
Mit dem Range Extender Generator bin ich noch nicht weiter. Ist aber das nächste Projekt dem ich mich dann widme im zusammenspiel mit dem Life.
Hoffe mal das es für einige Interessant sein könnte. Achso bei einer Aussentemperatur von 8°
Bis dahin Grüßt der Laxs
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