Ich habe ein Problem mit dem Elektrodreirad Cargo-Volt von Volta-Motors. Es fährt nicht mehr.
Akkus sind voll.
Das Ding gehört meinem Nachbarn, aber jetzt stehts bei mir zur Reparatur.
Als es das erste Mal stehen blieb hab ichs einfach ans Ladegerät gehängt (obwohl es geladen war), dann fuhr es wieder. 2 Tage später blieb es schon wieder stehen. Es war dann kalt und ich habs nach ein paar Tagen Standzeit (da ich keine Zeit hatte, mich drum zu kümmern) zur Erhaltungsladung wieder ans Ladegerät gehängt. Dann fuhr es wieder.
Auf die Frage meines Nachbarn ein paar Tage später, ob das Ding fährt, sagte ich "Ja, aber ich weiß nicht, warum". Er hats trotzdem mitgenommen; das ging ca 300m gut, dann stands wieder.
Jetzt muß ich mich wirklich ultimativ drum kümmern.
Deshalb hier mal meine Fragen:
Gibts irgendwo einen Schaltplan zum Herunterladen?
Auf dem Controller ist kein Schriftzeichen zu erkennen, nicht mal ein chinesisches. Hat jemand eine Idee, wo man an Infos über den Controller kommen kann?
Ich hab jetzt schon mal die Pritsche runtergebaut, dass ich besser an die Elektrik rankomme, und das Auto hinten aufgebockt, dass die Hinterräder in der Luft frei drehen können.
Morgen will ich dann mit dem Multimeter die ganzen Kabelwege entlang gehen und sehen, ob ich daraus schlauer werde. Falls ich rausbekomme, in welchem Bereich die Steuerspannujng liegt, die vom Fahrpedal geliefert werden soll, will ich versuchen, mit einem Labornetzgerät da mal eine geeignete Spannung drauf zu geben und schauen, was passiert.
Seh ich das richtig, dass das Fahrzeug keine el. Masse hat (wie sonst im Automobilbau üblich)?
Vielleicht kann mir hier aus dem Forum ein paar heiße Tips geben, das wäre echt super.
Vielen Dank schon mal im Voraus und hoffnungsvolle Grüße aus dem Schwabenland
Rudi
Cargo-Volt fährt nicht mehr
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Rudipap
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Re: Cargo-Volt fährt nicht mehr
Erstmal nett das du dich dem angenommen hast, aber du redest von Akkus also wahrscheinlich noch Blei Akkus? Die sind wahrscheinlich einfach fertig weswegen das Gefährt nach 300m schon schlapp macht. Spannung bricht zusammen und er schaltet aus Schutz ab.Rudipap hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 20:24 Akkus sind voll.
Das Ding gehört meinem Nachbarn, aber jetzt stehts bei mir zur Reparatur.
Alternativ Sicherungsautomat überprüfen ob die Kabel da alle OK sind.
Ist richtig, jedenfalls keines was mir bekannt ist (Bei den ERollern oder EMotorrad), hat noch eine Masse an der Karosserie.Rudipap hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 20:24 Seh ich das richtig, dass das Fahrzeug keine el. Masse hat (wie sonst im Automobilbau üblich)?
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Re: Cargo-Volt fährt nicht mehr
Hallo Rudi und willkommen im Forum (als aktiver thread-Ersteller),
zu 99,99% ist da ein Standard-China-BLDC-Motorcontroller drin, über den die wichtigste Information durch einen Blick in den Akku-Kasten aufgeklärt werden kann. Wenn der Akku aus einer Kette von lediglich 5 Stück 12 Volt-Blei-Batterie-Blöcken gebildet wird, wäre es ein Controller für ein 60 Volt-System. Sind es dagegen 6 Stück, wäre es ein 72 Volt-System.
Nach den Web-Treffern zum Fahrzeug gehe ich jetzt von einem 72 Volt-System aus mit 3.000 Watt-Motor. Also im Original 6 mal ein Blei-Block 12 V 58Ah.
Der Betriebsbereich des Motor-Controllers geht dann von 63 Volt bis 87 (90) Volt.
Sobald die Controller-Eingangsspannung (insbesondere die Spannung bei hoher Stromlast z. B. einem Anstieg) 63 Volt unterschreitet, schaltet der (für 72 Volt Blei eingestellte) Motorcontroller die Motorfunktion ab, weil das die Spannung ist, bei der 6 Akkus im Gleichlauf den 10,5-Volt Spannungspunkt erreichen, unter den Blei-Gel-Akkus nicht entladen werden dürfen (bei 5 Akkublöcken 60 Volt liegt der Abschaltpunkt entsprechend bei 52,5 Volt).
Falls das der Grund für das Abschalten nach nur 300 m ist, wäre vermutlich mindestens einer der Blei-Blöcke defekt/verschlissen.
Der Punkt der Abschaltung ist ja eigentlich der Akku-Leer-Punkt und da sollten es doch eine größere Kimometerzahl sein, die das Fahrzeug schafft
Korodierte Batterie-Pol-Verschraubungen können aber natürlich auch ein paar Volt an effektiver Spannung rauben. Das könnte man auch noch prüfen.
Die Messung der Einzelspannungen der Bleiblöcke nach der Aufladung (soll >13,5 Volt) und direkt nach der Motor-Abschaltung identifiziert dann den schwächsten Akku-Block. Oft sind aber in so einer Situation bereits alle defekt, weil ein defekter Block zur Überladung der anderen führen und damit nach und nach auch deren Tod bewirken kann.
Auch Betätigungsschalter an den Bremsen lösen mit "Bremslicht AN" ebenso den Motor-Aus-Befehl im Controller aus. Es scheint aber kein defekter Schalter zu sein, da sich das Problem durch Laden lösen lässt.
PS: der Gas-Signal-Regelbereich ist knapp 1 Volt bis hinauf auf 3,5 /4,5 Volt.
Und in einem Fahrzeug mit 72Volt-System würde ein Kurzschluss durch ein am Rahmen aufgeriebenes Plus-Kabel zu einer Lichtbogenschweißflamme führen, die den Rahmen ggf. beschädigen könnte, falls das Rahmenmetall (so wie üblich bei 12 Volt) auf Potential Batterie-MINUS liegen würde (und dies Alles in der Zeit bis die hochstromfähige Schutzschalter-Sicherung schließlich bei >100 Ampere anspricht).
Viele Grüße
Didi
zu 99,99% ist da ein Standard-China-BLDC-Motorcontroller drin, über den die wichtigste Information durch einen Blick in den Akku-Kasten aufgeklärt werden kann. Wenn der Akku aus einer Kette von lediglich 5 Stück 12 Volt-Blei-Batterie-Blöcken gebildet wird, wäre es ein Controller für ein 60 Volt-System. Sind es dagegen 6 Stück, wäre es ein 72 Volt-System.
Nach den Web-Treffern zum Fahrzeug gehe ich jetzt von einem 72 Volt-System aus mit 3.000 Watt-Motor. Also im Original 6 mal ein Blei-Block 12 V 58Ah.
Der Betriebsbereich des Motor-Controllers geht dann von 63 Volt bis 87 (90) Volt.
Sobald die Controller-Eingangsspannung (insbesondere die Spannung bei hoher Stromlast z. B. einem Anstieg) 63 Volt unterschreitet, schaltet der (für 72 Volt Blei eingestellte) Motorcontroller die Motorfunktion ab, weil das die Spannung ist, bei der 6 Akkus im Gleichlauf den 10,5-Volt Spannungspunkt erreichen, unter den Blei-Gel-Akkus nicht entladen werden dürfen (bei 5 Akkublöcken 60 Volt liegt der Abschaltpunkt entsprechend bei 52,5 Volt).
Falls das der Grund für das Abschalten nach nur 300 m ist, wäre vermutlich mindestens einer der Blei-Blöcke defekt/verschlissen.
Der Punkt der Abschaltung ist ja eigentlich der Akku-Leer-Punkt und da sollten es doch eine größere Kimometerzahl sein, die das Fahrzeug schafft
Korodierte Batterie-Pol-Verschraubungen können aber natürlich auch ein paar Volt an effektiver Spannung rauben. Das könnte man auch noch prüfen.
Die Messung der Einzelspannungen der Bleiblöcke nach der Aufladung (soll >13,5 Volt) und direkt nach der Motor-Abschaltung identifiziert dann den schwächsten Akku-Block. Oft sind aber in so einer Situation bereits alle defekt, weil ein defekter Block zur Überladung der anderen führen und damit nach und nach auch deren Tod bewirken kann.
Auch Betätigungsschalter an den Bremsen lösen mit "Bremslicht AN" ebenso den Motor-Aus-Befehl im Controller aus. Es scheint aber kein defekter Schalter zu sein, da sich das Problem durch Laden lösen lässt.
PS: der Gas-Signal-Regelbereich ist knapp 1 Volt bis hinauf auf 3,5 /4,5 Volt.
Und in einem Fahrzeug mit 72Volt-System würde ein Kurzschluss durch ein am Rahmen aufgeriebenes Plus-Kabel zu einer Lichtbogenschweißflamme führen, die den Rahmen ggf. beschädigen könnte, falls das Rahmenmetall (so wie üblich bei 12 Volt) auf Potential Batterie-MINUS liegen würde (und dies Alles in der Zeit bis die hochstromfähige Schutzschalter-Sicherung schließlich bei >100 Ampere anspricht).
Viele Grüße
Didi
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Rudipap
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Re: Cargo-Volt fährt nicht mehr
Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Hat mir sehr geholfen. Die Infos, die ich nicht benötigt habe habe ich mir gleich mal rausgeschrieben für evtl. künftige Probleme.
Zunächst mal für den eiligen Leser:
Der Kontaktschalter (Wegfahrsperre, wenn der Ladestecker gesteckt ist) in der Ladebuchse war der Übeltäter. Den hab ich außer Betrieb gesetzt (Stecker gezogen) und jetzt läuft die Karre wieder. Damit haben wir auch den Zusammenhang zum Laden, es waren also nicht die schwächelnden Akkus, sondern lediglich der Vorgang des Einsteckens und Aussteckens des Ladesteckers, der, je nach Laune, die Fahrfunktion freigegeben hat oder auch nicht.
Bei der nächsten Unebenheit hat der Schalter dann seine Meinung geändert und das Fuhrwerk blieb stehen.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um die 72V-Version mit dem 2kW-Motor (25km/h, Führerscheinfrei):
https://volta-motors.de/saige-cargo-vol ... d-25-km-h/
An den Akkus konnte es nicht gelegen haben, denn das Fuhrwerk ist erst ein halbes Jahr alt, hat also noch Garantie. Aber der Versuch, das Problem mit Volta-Motors zu lösen, hat sich als nicht zielführend erwiesen.
Zunächst Akkus im Stillstand getestet (von Minus nach Plus): 13,28V, 13,28V, 13,27V, 13,26V, 13,27V, 13,27V. Die Pole sind mit Heißkleber abgedeckt und sehen, soweit sichtbar, noch sehr gut aus. Alle Verbraucher an hat keinen signifikanten Einbruch ergeben. Also Akkus ok.
Im Zündschalter ist ein Wackelkontakt (nicht an den Kabelverbindungen, sondern im Zündschalter drin), das war aber nicht das Problem.
Hab dann mal hinten im Controllerkasten angefangen und den Kabelknoten entwirrt. Von der rechten Seite des Controllers gehen 5 Kabel ab; schwarz, blau, gelb, grün, rot. Schwarz und rot sind Plus und Minus der Akkus, blau, gelb, grün sind die Motorwicklungen. Gleich mal getestet: Alle drei Wicklungen hatten 0,6Ohm und keinen Durchgang zur Masse; schien mir plausibel, also Motorwicklungen ok.
An schwarz hängen noch zwei dünnere schwarze Kabel, an rot noch ein weiteres rotes und ein gelbes. die alle nach vorne gehen. Im gelben Kabel hängt eine Inlinesicherung, die war auch ok.
Dann Controller linke Seite:
-> Da gibts einen weißen 6-er Stecker (5 belegt), schwarz, blau, grün, gelb, rot. Das sind die Signalleitungen zum Motor (Motorposition). Gleich getestet. Auf schwarz (-) und rot (+) mal vorsichtig 2,5V drauf gegeben (ich weiß nicht, wieviel die vertragen, aber bei 2,5V geht vermutlich nichts kaputt), die Hinterräder gedreht und die einzelnen Sensoren mit Voltmeter gegen schwarz beobachtet. Es war eine schwache Reaktion zu sehen (im mV-Bereich), also vermutlich ok.
Dabei fiel mir auf, dass das Differential ziemlich viel Spiel hat (ca. 20°).
-> Dann gibts da noch einen Satz Blindleitungen, die nicht weiterführen: 2 blau/weiße zusammengesteckt, 2 rosa mit Steckern, aber nicht zusammengesteckt, und einen roten Stecker (schwarz, rot, gelb, violett/weiß), an dem nichts hängt.
-> ein oranges Kabel in weißem 3-er Stecker (1 belegt) führt weiter in weiß nach vorne.
-> ein weißer 9-er Stecker (8 belegt) führt weiter zur Fahrerkabine. Da Farbwechsel hier Liste:
Controller - Kabine
rot - rosa
schwarz/weiß - braun
rot - rot/weiß
schwarz - weiß/schwarz
grün - grün/weiß
rosa - orange
amber - grau
lila - lila
-> Außerdem liegt da noch eine gesteckte rote 9-er Stecker-Kupplung-Kombi (7 belegt) rum, kommt von der Kabine, geht zum Rücklicht.
Also Motor, Controllerkasten, Akkus, schien mir alles ok. Weiter gehts nach vorne.
Das nächste elektrische Bauteil ist die Ladebuchse. in der befindet sich ein Kontaktschalter, der aktiviert wird, wenn das Ladekabel eingesteckt wird. Also: zugehörigen Stecker ab, Ohmmeter ran und Schalter geprüft. Erwartungshaltung: Schalter aktiviert -> Durchgang, Schalter nicht aktiviert, kein Durchgang.
Ergebnis: Beim Durchgangstest konnte kein Zusammenhang zur Schalterposition festgestellt werden. Also alle geöffneten Kontakte (außer dem Kontaktschalter) wieder hergestellt, Fahrstromsicherung rein und siehe da, die Hinterräder reagieren reproduzierbar auf das Fahrpedal. Offene Steckerkontakte des Kontaktschalters wasserhemmend verschlossen und Fahrzeug mit entsprechender Belehrung zurück zum Nachbarn.
Ich hab das jetzt alles so reingeschrieben, vlt. hilfts dem ein oder anderen Mitleser mal in ähnlicher Situation. Es ist ja nicht einfach, an technische Infos über dieses Fahrzeug zu kommen.
Zum Schluß noch ein paar Fragen:
-> Gehe ich richtig in der Annahme, dass das Minus des Akkupacks das gemeinsame Minuspotential der gesamten Elektrik ist?
-> Ich hab 2 Sicherungen gefunden, einmal die Fahrstromsicherung unter der Sitzbank und einmal die Inlinesicherung des gelben Kabels auf Plus im Controllerkasten. Gibts da keine weiteren Sicherungen?
-> weiß jemand, welche Funktion die beiden rosanen Kabel haben die aus dem Controller rauskommen und nicht zusammengesteckt sind?
-> Unter dem Mittelholmen des Rahmens auf Höhe des vorderen Endes des Akkukastens hängt auch noch eine offene Steckverbindung rum (siehe Bild). Weiß jemand, was es damit auf sich hat?
elektrisierte Grüße
Rudi
Zunächst mal für den eiligen Leser:
Der Kontaktschalter (Wegfahrsperre, wenn der Ladestecker gesteckt ist) in der Ladebuchse war der Übeltäter. Den hab ich außer Betrieb gesetzt (Stecker gezogen) und jetzt läuft die Karre wieder. Damit haben wir auch den Zusammenhang zum Laden, es waren also nicht die schwächelnden Akkus, sondern lediglich der Vorgang des Einsteckens und Aussteckens des Ladesteckers, der, je nach Laune, die Fahrfunktion freigegeben hat oder auch nicht.
Bei der nächsten Unebenheit hat der Schalter dann seine Meinung geändert und das Fuhrwerk blieb stehen.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um die 72V-Version mit dem 2kW-Motor (25km/h, Führerscheinfrei):
https://volta-motors.de/saige-cargo-vol ... d-25-km-h/
An den Akkus konnte es nicht gelegen haben, denn das Fuhrwerk ist erst ein halbes Jahr alt, hat also noch Garantie. Aber der Versuch, das Problem mit Volta-Motors zu lösen, hat sich als nicht zielführend erwiesen.
Zunächst Akkus im Stillstand getestet (von Minus nach Plus): 13,28V, 13,28V, 13,27V, 13,26V, 13,27V, 13,27V. Die Pole sind mit Heißkleber abgedeckt und sehen, soweit sichtbar, noch sehr gut aus. Alle Verbraucher an hat keinen signifikanten Einbruch ergeben. Also Akkus ok.
Im Zündschalter ist ein Wackelkontakt (nicht an den Kabelverbindungen, sondern im Zündschalter drin), das war aber nicht das Problem.
Hab dann mal hinten im Controllerkasten angefangen und den Kabelknoten entwirrt. Von der rechten Seite des Controllers gehen 5 Kabel ab; schwarz, blau, gelb, grün, rot. Schwarz und rot sind Plus und Minus der Akkus, blau, gelb, grün sind die Motorwicklungen. Gleich mal getestet: Alle drei Wicklungen hatten 0,6Ohm und keinen Durchgang zur Masse; schien mir plausibel, also Motorwicklungen ok.
An schwarz hängen noch zwei dünnere schwarze Kabel, an rot noch ein weiteres rotes und ein gelbes. die alle nach vorne gehen. Im gelben Kabel hängt eine Inlinesicherung, die war auch ok.
Dann Controller linke Seite:
-> Da gibts einen weißen 6-er Stecker (5 belegt), schwarz, blau, grün, gelb, rot. Das sind die Signalleitungen zum Motor (Motorposition). Gleich getestet. Auf schwarz (-) und rot (+) mal vorsichtig 2,5V drauf gegeben (ich weiß nicht, wieviel die vertragen, aber bei 2,5V geht vermutlich nichts kaputt), die Hinterräder gedreht und die einzelnen Sensoren mit Voltmeter gegen schwarz beobachtet. Es war eine schwache Reaktion zu sehen (im mV-Bereich), also vermutlich ok.
Dabei fiel mir auf, dass das Differential ziemlich viel Spiel hat (ca. 20°).
-> Dann gibts da noch einen Satz Blindleitungen, die nicht weiterführen: 2 blau/weiße zusammengesteckt, 2 rosa mit Steckern, aber nicht zusammengesteckt, und einen roten Stecker (schwarz, rot, gelb, violett/weiß), an dem nichts hängt.
-> ein oranges Kabel in weißem 3-er Stecker (1 belegt) führt weiter in weiß nach vorne.
-> ein weißer 9-er Stecker (8 belegt) führt weiter zur Fahrerkabine. Da Farbwechsel hier Liste:
Controller - Kabine
rot - rosa
schwarz/weiß - braun
rot - rot/weiß
schwarz - weiß/schwarz
grün - grün/weiß
rosa - orange
amber - grau
lila - lila
-> Außerdem liegt da noch eine gesteckte rote 9-er Stecker-Kupplung-Kombi (7 belegt) rum, kommt von der Kabine, geht zum Rücklicht.
Also Motor, Controllerkasten, Akkus, schien mir alles ok. Weiter gehts nach vorne.
Das nächste elektrische Bauteil ist die Ladebuchse. in der befindet sich ein Kontaktschalter, der aktiviert wird, wenn das Ladekabel eingesteckt wird. Also: zugehörigen Stecker ab, Ohmmeter ran und Schalter geprüft. Erwartungshaltung: Schalter aktiviert -> Durchgang, Schalter nicht aktiviert, kein Durchgang.
Ergebnis: Beim Durchgangstest konnte kein Zusammenhang zur Schalterposition festgestellt werden. Also alle geöffneten Kontakte (außer dem Kontaktschalter) wieder hergestellt, Fahrstromsicherung rein und siehe da, die Hinterräder reagieren reproduzierbar auf das Fahrpedal. Offene Steckerkontakte des Kontaktschalters wasserhemmend verschlossen und Fahrzeug mit entsprechender Belehrung zurück zum Nachbarn.
Ich hab das jetzt alles so reingeschrieben, vlt. hilfts dem ein oder anderen Mitleser mal in ähnlicher Situation. Es ist ja nicht einfach, an technische Infos über dieses Fahrzeug zu kommen.
Zum Schluß noch ein paar Fragen:
-> Gehe ich richtig in der Annahme, dass das Minus des Akkupacks das gemeinsame Minuspotential der gesamten Elektrik ist?
-> Ich hab 2 Sicherungen gefunden, einmal die Fahrstromsicherung unter der Sitzbank und einmal die Inlinesicherung des gelben Kabels auf Plus im Controllerkasten. Gibts da keine weiteren Sicherungen?
-> weiß jemand, welche Funktion die beiden rosanen Kabel haben die aus dem Controller rauskommen und nicht zusammengesteckt sind?
-> Unter dem Mittelholmen des Rahmens auf Höhe des vorderen Endes des Akkukastens hängt auch noch eine offene Steckverbindung rum (siehe Bild). Weiß jemand, was es damit auf sich hat?
elektrisierte Grüße
Rudi
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