E-Retro Blei Umbau auf LFP

Benutzeravatar
E-Bik Andi
Beiträge: 2063
Registriert: Mo 3. Jul 2023, 13:32
Roller: EH Line Umbau, Econelo DTR
PLZ: 72
Kontaktdaten:

Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von E-Bik Andi »

Gut dass Du es ansprichst Didi. Auch ich habe ja gleich drei Akkus parallel verschalten. Seid dem ersten Anschließen nach der Vollladung und Spannungsmessung würden sie nie wieder getrennt. Schon bei 0,2 Volt Differenz fließt da soviel Saft vom volleren Akku, dass ein 40A BMS abschaltet weil Überlast. Wenn dann auch die Kapazität nicht gleich ist der parallel geschalten Akkus, ist immer der kleinere mit niedrigerer Kapazität der Leidtragende. Generell verbaue ich nur Packs paralle, wenn sie exakt identisch sind- auch die gleiche C Rate und der Innenwiderstand spielen eine Rolle. Aber ich gebe keine Empfehlungen mehr- meine Erfahrungen müssen ja nicht stimmen.
Liebe Grüße
Andi
Dieter F.
Beiträge: 10
Registriert: Mi 28. Jan 2026, 14:45
Roller: Nova Motors E-Retro 45er
PLZ: 48

Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von Dieter F. »

didithekid hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 16:34
***Wenn ich richtig verstehe, wird aber der Zusatz-Akku direkt mit an den fahrzeugfesten Akku geklemmt. Das geht (ohne Dual-Battery-Schutzelektronik) nur, wenn die beiden Akkus auf quasi gleicher Spannung liegen (also z. B. beide vollständig aufgeladen).
Schließt Du den Zusatz-Akku später an (wenn der Fahrzeuigakku im Vergleich dazu schon ein paar Volt Spannung verloren hat) fließen hohe bis extrem hohe Ausgleichsströme zwischen den Akku. Das kann das BMS zwar ggf. abfangen, ist aber ein Risiko.***
***21s LFP kannst Du in der Regel auch noch riskieren, weil die Zellenspannung nach der Ladung mit dann bis zu 76 Volt schnell wieder auf unter 73 Volt absinkt.***

Viele Grüße
Didi
@Didi, elektronisch bin ich da nicht ganz auf die Füße gefallen, ich weiß schon was geht oder was ich da mache. Aber dein Hinweis halte ich für andere Leser für sehr wichtig, da man schnell der Meinung ist, „Dieter“ schüttelt sich das alles so aus dem Arm und das zum ersten Mal! Nein so ist das nicht, ich bin da doch schon extremst vorgeprägt und meine Bitte an andere Leser ist, das sieht zwar leicht aus ist es aber nicht! Das muss durchdacht werden und sehr wichtig elektrisch auch abgesichert werden! Wie ich meine, ein derartiges Projekt muss reifen und in der Regel stellt man erst später fest, dass man doch an der einen oder anderen Stelle es hätte besser machen können.

Das zweite Modul wird natürlich mit den selbigen Zellen und dem selbigen BMS aufgebaut, anders geht es nicht. So genannte Querströme fließen immer! Aber natürlich nicht in derartigen Ausmaßen alsdann zwei Module verbunden werden, das eine voll das andere leer. Das darf niemals sein!

Hierzu mal ein Beispiel. Bei zwei identischen Zellen und deren Parallelschaltung für die Kapazitätsvergrößerung fließt immer ein sehr kleiner Querstrom, da man durchaus annehmen kann, dass zwei identische Zellen nie 100% gleich sind. Die altern auch unterschiedlich und haben auch geringfügige andere Innenwiderstände. Das macht keine Zelle zu einer 100%, selbst wenn man diese vorselektiert wird alleine schon durch die Alterung das Problem bestehen. Ein Grund mehr keine Zellen in einem Block parallel zu verschalten und besser Blöcke parallel verschalten. Dieser Aufwand wird auch bei den e Autos betrieben wo erstere Generationen eher einem Wegwerfakku gleichen da nicht reparable bei einem Defekt.

Heute angekommen, Zwanzig dieser blauen LFP Zellen. Zwei hängen schon am Ladegerät und werden so auf max. vorgeladen. Alle Zellen hatten bei der Auslieferung 3.30Volt. Über den Daumen geschaut so um die 50% Ladung. Bei der ersten Ladung fließen um die 12-14Ampere rein. Wenn das zweite Modul fertig ist, werde ich es hier vorstellen. Das kann nur gut werden…..
20260310_134504.jpg
21S LFP im 60Volt System des ehemaligen Blei-Rollers. Ja möglich aber nicht zu empfehlen! Das ist nicht nur meine Ansicht, sondern auch des verbauten Stepdown für die 12Volt. Die Spannungsfestigkeit liegt laut Hersteller bei 72Volt. (laut Aufkleber) Bei 20S LFP bewege ich mich in den Rahmen der ursprünglichen Speisespannung. Bei 21S fällt die Spannung erst einmal nicht unter dem kritischen Wert und der Stepdown wird im Grenzbereich betrieben. Da kann dann schon mal das Licht ausfallen oder im schlimmsten Falle hat man gleich die volle Speisespannung im 12Volt Netz anliegen was katastrophale Folgen hat. Ich habe hier ältere Beiträge gelesen wo wohl nicht darüber nachgedacht wurde.

Dieter F.
Benutzeravatar
E-Bik Andi
Beiträge: 2063
Registriert: Mo 3. Jul 2023, 13:32
Roller: EH Line Umbau, Econelo DTR
PLZ: 72
Kontaktdaten:

Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von E-Bik Andi »

Absolut richtig was Du schreibst. Wenn die Zellenblöcke einmal verbunden sind, gleichen sich die kleinen Differenzspannungen aus. Wie Du schon richtig sagtest, ist kein Paket immer gleich, obwohl es sich um die selben Zellen handelt. In Summe ist da immer ein kleiner Drift. Man sollte eben nur so gut es geht alle Packs auf das selbe Niveau bringen bevor man sie verbindet.
Liebe Grüße
Andi
Antworten

Zurück zu „Nova Motors / Minimoto“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste