STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

splitframe
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STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von splitframe »

Hallo zusammen,

Ich habe Ende 2024 eine VMOTO Stash per Jobroller über meinen Arbeitgeber geholt.
Inspektionen immer nach Heft, die letzte war im September 2024 bei etwas über 2000km.
Das Motorrad steht, bis auf manchmal auf der Arbeit, immer überdacht, Kette alle 300km
gefettet und alle 600km gereinigt und gefettet.

Der November/Dezember war hier in meiner Ecke in NRW ja sehr Mild, und über
Weihnachten/Neujahr bin ich eh bei meinen Eltern, da wurde das Motorrad gar nicht bewegt.

Ende Januar war dann zwei mal Schnee und halt gestreut. Auf Anraten eines Freundes (3 Motorräder)
habe ich dann immer zum Wochenende ausgespült bei einer Waschanlage in der nähe.
Ich fahre ja nur 2km zur Arbeit und zurück pro Tag. Dabei habe ich aber einfach nur mit so
einer Handdruck Kanne wie man sie aus dem Garten kennt abgespritzt und teilweise abgewischt.

Anfang Februar hatte ich wieder reguläre Inspektion, genau die Woche davor fing die Vorderbremse an
Probleme zu machen, die löste nicht mehr ganz und hat ein wenig an der Scheibe geschabt,
aber sie hat noch gut angezogen und brauchte nur etwas bis sie nicht mehr an der Bremsscheibe geschabt hat.

Werkstatt sagt jetzt vorne wäre alles komplett verrostet, hinten wäre alles gut, Kette alles gut, Ritzel alles okay.
Der Importeur, Hammer International, hat wohl keine Sättel zum verkauf sondern nur ganze Bremsanlagen.

Das Problem, die Werkstatt sagt jetzt sie müsste das wegen Vernachlässigung eigentlich dem Leasinggeber melden.
Aber sowohl mein Freund als auch ich können irgendwie nicht glauben, dass wegen einer Woche Streusalz was auch
abgewaschen wurde, dass jetzt der alleinige Grund sein soll, dass der vordere Sattel unrettbar verrostet ist.

Daher wollte ich mal um Rat fragen, wie die etwas erfahreneren hier vorgehen würden und was ich denn tun kann um
dies in Zukunft zu vermeiden. Ich muss schließlich auch im Winter pendeln, dafür habe ich sie geholt :(
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Falcon
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von Falcon »

splitframe hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 21:17 Werkstatt sagt jetzt vorne wäre alles komplett verrostet,....Der Importeur..... hat wohl keine Sättel zum verkauf sondern nur ganze Bremsanlagen.
tja, das ist meistens so, wobei die teile meist eh von der stange oder von anderen fahrzeugen stammenn. meist aus lagerhaltungsgründen haben sie meist immer nur komplett.
splitframe hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 21:17 die Werkstatt sagt jetzt sie müsste das wegen Vernachlässigung eigentlich dem Leasinggeber melden.
sind wohl keine echten mechaniker, nur teiletauscher die keine ahnung haben......
vernachlässigung? sollen die doch melden was sie wollen, solange sie es ersetzen, den noch bist du in der 2 jahrigen gewährleistung.
was sollst du auch an der bremse warten? da gibts nix zu warten, da darfst du nicht mal ran ohne meisterlichen segen. sollte es mal zu nem unfall kommen, bist du schuld.
außerdem, sollen bloß die klappe halten, die fahren doch auch auto, da sind die bremsen auch verrostet, oder fahren die nur ab 18 grad und sonnenschein?

ein fahrzeug ist ein arbeitstier, soll einen von A nach B bringen, egal was für wetter, andere fahrzeuge machen das auch anstandslos.

das ist ein fabrikationsfehler der schon von anfang da war, das ist nicht fehler des fahrers, den das wäre auch in der halle passiert. somit müssen sie es ersetzen auf gewährleistung, nicht du. den das ist auch eindeutig werkstatt pfusch, die hätten sie besser warten und fetten müssen, egal in welchen zustand.
pass auf das sie dir die reifen nicht noch bemängeln, weil du sie runterfährst :lol:

ich würde mir einen anwalt nehmen, die firma meiden und nicht mehr weiter empfehlen, den jobrad steht es schon mehrfach in der kritik bei den händlern, die haben mords druck und auflagen zu erfüllen, was sie natürlich an den kunden weitergeben.

kannst du den roller nicht zurückgeben?

vg
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von tsztsz »

Es ging wie der OP Schrieb um eine Meldung an den Leasinggeber. Welche Vetragsbeziehungen der zur (Vertrags-)Werkstatt hat, wissen wir nicht. Das kann natürlich in einem Rechtsstreit enden, und ich sehe nicht, welchen Fehler die Werkstatt da gemacht haben sollte. Sie waren doch so nett darüber zu kommunuzieren anstatt den Kunden ins Messer laufen zu lassen.
(Natürlich sollte ein Sattel nicht rosten, das wäre zu ermitteln wo hier der Fehler liegt).
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Falcon
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von Falcon »

eine echte kraftfahrzeug werkstatt, und nicht eine e-oder fahradwerkstatt, wie es in den meisten fällen ist, kontrolliert und fettet zur not die bremsen bei jeder inspektion.
außerdem, rost ist normal, zu starker rost ist ein konstrucktionsfehler, gabs mal bei brembo glaub ich, bin mir nicht mehr sicher.

zudem, die werkstatt spielt dem fahrer den schwarzen peter zu, wofür er nichts kann, oder?
kann er was dafür? echt???? oder doch nicht?

vg
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von olliwetty »

splitframe hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 21:17
Der Importeur, Hammer International, hat wohl keine Sättel zum verkauf sondern nur ganze Bremsanlagen.
Für die CU Modelle von Super Soco bzw. VMOTO werden nur komplette Bremssysteme angeboten.

Auf der Homepage von Hammer International wird der vordere Bremssattel der STASH für 106.86 € verkauft.
IMG_0959.jpeg
Gruß
Olli


Super Soco TC Max, im März 2026 verkauft mit 23707 km
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von STW »

Das Fahrzeug gehört Jobrad, der Kunde zahlt Leasing, und anscheinend auch die Inspektionskosten / Reparaturkosten. Die Gewährleistung liegt wohl bei Jobrad, und wenn der Kunde einen Mangel feststellt, dann wird es halt lustig für alle Beteiligten.

Egal, kommen wir zur Bremse. Die Bremszange wird aus China kommen, dem Land der unbegrenzten Qualitätsabstufungen: hinten die Bremse toll, vorne Gammel. Wobei ich da nicht Rost glaube, weil Rost der Begriff für Eisenoxid ist.
Bei den Bremszangen gibt es zwei Stellen, die zu einer Schwergängigkeit führen können: die Zapfen, auf denen ein Teil der Bremszange gleitet, und die Bremskolben.

Die Zapfen: sollten ab Werk gefettet sein, mit Gummidichtungen gegen Wasser etc. geschützt sein. Wenn es da gammelt, dann Gewährleistung.
Bremskolben: schwergängige Bremskolben sind die übliche Ursache. Bei alten Bremsen mag der Dichtingsring verhärtet sein, so nach 5 Jahren, bei jungen Bremsen ist es Dreck zwischen Bremskolben und Bremszange, und noch eher blüht der Kolben unter Salzeinwirkung auf, weil der aus billigstem Metall ist, und in einer Bremszange aus Billigmetall steckt, die dann auch nicht ordentlich beschichtet ist.
Da findet man Bremskolben aus Zink, Alu, ..., manchmal ein wenig auf Hochglanz gebracht, z.B. mittls Fake-Chromschicht. Also gibt es einen "interessanten" Materialmix, kombiniert mit minderwertigen Beschichtungen, was dann unter dem Einfluss von Salz und Wasser zu blühenden Landschaften führt.
Bei manchen PKW-Zangen oder hochwertigen Bikes findet man Gummitüllen, die zwischen Bremssattel und Belag verbaut sind und die Bremskolben einhüllen - da passiert sowas dann definitiv nicht.

Eine ordentlich Werkstatt zerlegt bei jeder Inspektion die Bremse, fettet die Zapfen, prüft die Bremskolben und reinigt alle Komponenten dort. Ein richtig guter Mechaniker kann auch Bremszangen reparieren, durch neue Kolben und Dichtungen. Manch ein Importeur rechnet nicht damit, dass seine Werkstätten gute Mechaniker haben, und verkauft daher nur die komplette Bremsanlage passend vorbefüllt - was angesichts von CBS/ABS - Systemen irgendwie ein Unding ist, insbesondere weil man die Bremsleitung oftmals nicht mehr so wie ab Werk verlegen kann. Und klar ist: man bekäme den gleichen Müll wieder verbaut.

Wäre das Fahrzeug persönliches Eigentum, dann könne man mit der Werkstatt, so die denn etwas Ahnung von Zweirädern hat, über tolle Lösungen verhandeln, wie z.B. den Verbau eines baugleichen Bremssattel, nur in besserer Qualität, oder Reparatur des vorhandenen Bremssattels. So ist es halt blöde.

Aus moralischen Gründen würde ich meinen: Jobrad ist Eigentümer der Kiste und somit derjenige, dem der Importeur / Händler gegenüber zur Gewährleistung verpflichtet wäre, und da die Bremsanlage entweder flächendeckend Müll ab Werk ist oder ein bedauerlicher Einzelfall wäre die Bremse auf Gewährleistung zu machen, und ich als Leasingnehmer setze solange die Leasingraten aus, wie die Karre nicht läuft.
Da ich mir aber sicher bin, dass genügend Juristen vorher die Verträge so gestaltet haben, dass der Leasingnehmer in jedem Fall der Gelackmeierte ist und weiterzahlt, habe ich so gar keinen Rat, was man jetzt machen kann - außer künftig die Finger von Leasingverträgen zu lassen.
Und typischerweise sind Leasingnehmer und Ratenkreditkäufer die Menschen, die keine Kriegskasse für hochbezahlte Juristen haben, die das Thema mal ordentlich umpflügen würden. Der Advokat, den die Rechtsschutzversicherung bezahlt, wird bei dem Streitwert sicherlich keine Klimmzüge machen.
RGNT V2 ab 01/23 > 20000km
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von tsztsz »

ich wüsste nicht, dass es üblicherweise Aufgabe einer Werkstatt wäre, Gutachten über Gründe von Fehlern zu verfassen.

Um meine Interpretation, die eigentlich klar sein sollte zu erläutern:

Es gibt ungewöhnlichen Rost - die Werkstatt muss davon ausgehen, dass das Fahrzeug möglicherweise vernachlässigt oder nicht vertragsgerecht (den Vetrag kennen wir nicht) behandelt wurde - ODER - dass es einen Gewährleistungsfall gibt. Als Werkstatt wird sie aber für diee Entscheidung nicht ohne Not in die Verantwortung treten. Daher informiert sie die beteiligten Parteien und bittet andere um Klärung. Scheinbar ist hier der Vertragspartner der Werkstatt die Leasinggeber*in, und als solcher müsste diese eigentlich informiert werden. Eine Klärung woher der Schaden dann doch stammt, kann dann zwischen Leasingbank und Kund*in vorgenommen werden.
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von Falcon »

tsztsz hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 08:42 Rost - die Werkstatt muss davon ausgehen, dass das Fahrzeug möglicherweise vernachlässigt oder nicht vertragsgerecht (den Vetrag kennen wir nicht) behandelt wurde
DAS ist doch die frechheit, sowas zu behaupten :!:

was ist vertragsrechtlich, nicht bei schnee zu fahren? wo steht das?
gibt es einen wisch der mir bei einem fahrzeug sagt wann und wann ich nicht zu fahren habe? gibt das BMW oder VW oder gar Mercedes vor?????
was für abstruse aussage der werkstat: es ist ein all-wetter fahrzeug!


ich finde, das die werkstatt vermutlich an dummheit nicht zu übertreffen ist

vg
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von tsztsz »

woher soll eine Werkstatt das denn wissen, ob da nicht Säure drübergeschüttet wurde oder sonstwas? Ich sehe nicht, dass sie das behauptet hätte, sondern nur den Verdacht haben muss, weil ein ungewöhnlicher Schaden vorliegt
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Re: STASH - Bremssattel vorne nach 1 Jahr verrostet?

Beitrag von Falcon »

:?: :?: :lol:

du kommst auf ideen .... :lol:

vg
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