Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
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Herve21
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
Bei allen S01 besteht das gleiche Problem: Wasser wird vom Vorderrad bis zum Kilometerzähler geschleudert! Dann gelangt Wasser in das obere Lager oder durch das Lenkschloss.
Schauen Sie hier:
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Machen Sie den S01 / Seat Mo zuverlässig:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_nkw=bav ... to_correct
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- Pfriemler
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
SCH....weinkram! was ist passiert, geht es Dir wenigstens gut? Ich bin aus meinem Sturz ja wenigstens fast unverletzt herausgekommen, andere Berliner E-Piloten hatte da deutlich weniger Glück. Schade dass wir bis jetzt nicht getroffen haben!Wizzibizzi hat geschrieben: Do 20. Mär 2025, 10:40 ... seit vorgestern ist das insgesamt das kleinere Problem, seit ich verunfallt bin damit...
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Wizzibizzi
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
...ich denke, es hätte auch blöder enden können.... aber immerhin hat's "gereicht" für ein dickes Knie, wahrscheinliche Fibulafraktur und ein dickes und buntes Fußgelenk...Pfriemler hat geschrieben: Do 20. Mär 2025, 17:15SCH....weinkram! was ist passiert, geht es Dir wenigstens gut? Ich bin aus meinem Sturz ja wenigstens fast unverletzt herausgekommen, andere Berliner E-Piloten hatte da deutlich weniger Glück. Schade dass wir bis jetzt nicht getroffen haben!Wizzibizzi hat geschrieben: Do 20. Mär 2025, 10:40 ... seit vorgestern ist das insgesamt das kleinere Problem, seit ich verunfallt bin damit...
Mein Seat Mó steht immer noch an der Unfallkreuzung und ich überlege noch, wie ich ihn nach Hause bekomme... hat vermutlich "nur" Schürfspuren an der rechten Seite abbekommen, aber ich hatte noch keine Gelegenheit, genauer nachzusehen.
Aber du hast Recht: Schade das wir's noch nicht geschafft haben uns zu treffen, aber was nicht ist kann ja hoffentlich noch werden!
Gruß, Wizzibizzi
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
Arrgh ... naja, solche Geschichten sollten aber niemanden daran hindern, sich so ein Gefährt zuzulegen.
@Wizzibizzi: Gute Besserung! - und vll. hilft Dir was davon: viewtopic.php?f=128&t=37922
Ich konnte ja wenigstens noch selbst fahren - aber auch rechte Seite.
Wenn noch fahrfähig, bräuchtest Du nur einen Ersatzpiloten. (edit: Nein, ich bin für 5 Tage gerade auswärts)
Was mir damals gefehlt hat: ABS. Dessen Fehlen beim Silence/Seat sollte man Neulingen vielleicht doch noch auf den Weg geben...
@Wizzibizzi: Gute Besserung! - und vll. hilft Dir was davon: viewtopic.php?f=128&t=37922
Ich konnte ja wenigstens noch selbst fahren - aber auch rechte Seite.
Wenn noch fahrfähig, bräuchtest Du nur einen Ersatzpiloten. (edit: Nein, ich bin für 5 Tage gerade auswärts)
Was mir damals gefehlt hat: ABS. Dessen Fehlen beim Silence/Seat sollte man Neulingen vielleicht doch noch auf den Weg geben...
- Andi_M
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
Hallo! Ich habe per Suche die Antwort nicht gefunden auf die Frage, ob man anhand der Fahrgestellnummer eines S01 das Baujahr herausbekommt?
Weiß das jemand?
Vielen Dank!
Viele Grüße
Andi
Weiß das jemand?
Vielen Dank!
Viele Grüße
Andi
Andi M
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
Nä, wäre mir auch neu. Ein grober Anhaltspunkt ist meist das Datum auf dem Akku (Aufkleber, Anschlussseite).
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Gerold
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
Das Produktionsdatum meines Rollers wird im "Technischen Blatt" der my Silence App angezeigt
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
Hallo zusammen ,
hier mein Beitrag zum Vorderradgabelproblem meines SEAT MO 125 Performance.
Die technischenn Mängel bei der Front meines SEAT MO Performance belaufen sich auf : Telegabel,Gabelbrücke/Lenkrohr,Lenkkopflager,Vorderradlagerung (Lagersitze in der Felge, Distanzrohr zwischen den Radlagern), linke Distanzbuchse der Radachse und die Radachse.
Ich berichte hier über die Mängel meiner Vorderradgabel mit linker Distanzbuchse und der Radachse.
Die chinesische Vorderradgabel stellt eine optische Kopie der gängigen Motorradgabeln um 1970 dar. Technisch wurde die Gabel leider so unfachmännisch konstruiert das die Dämpfung, Ausrichtung und das Ansprechverhalten sehr schlecht sind.
Ich habe entgegen zu den bisherigen Berichten festgestellt das meine Vorderradgabel keine spürbare Dämpfung besitzt. Was man ohne Erfahrung als zu harte Dämpfung empfinden kann war bei mir jedoch ein Gabelklemmen ähnlich einem Stick-Slip Effekt.
Zur Erklärung : Der Stick-Slip-Effekt (Haftgleiteffekt) ist ein physikalisches Phänomen, bei dem sich zwei Festkörper ruckartig gegeneinander bewegen. Es entsteht, wenn die Haftreibung größer ist als die Gleitreibung, was zu einem Wechsel aus Haften („Stick“) und plötzlichem Rutschen („Slip“) führt.
Bei meinem SEAT MO war es ein Klemmen und plötzlichem Rutschen .
Zuerst habe ich den kleinen MO auf den Hauptständer gebockt und die Steckachsenmutter zwei Umdrehungen gelöst . Dann abgebockt , einige Male eingefedert (was spürbar ohne zu klemmen ging) und wieder aufgebockt. Siehe da die linke Distanzbuchse der Steckachse hatte axiales Spiel, ist daher zu kurz. Beim Anziehen der Achsmutter werden die Gabeltauchrohre zusammengezogen (O-Bein-Effekt) und somit die Gabel verspannt.
Dabei habe ich festgestellt das die Steckachse krumm (Banane) ist . Diese wurde auch hochfestem Stahl neu gefertigt , gleichzeitig auch die Achsmutter neu gefertigt damit die Plananlage von Stechachskopf um Steckachsmutter beim Festziehen gewährleistet ist.
Nachdem das Spiel mit einer Fühlerlehre gemessen wurde habe ich die linke Distanzbuchse ( 0,5mm länger) passend gedreht und eingebaut . Die Gabel hat danach deutlich besser gearbeitet aber immer noch nicht feinfühlig.
Die Klemmungen in der Gabelbrücke stehen ab Werk parallel zueinander (so meine Hoffnung ,
da die Passungen in der Regel in einer Aufspannung gefertigt werden) , der Fehler muss also woanders liegen. Nach Ausbau der Gabelholme und entfernen der Gabelverschlüsse habe ich festgestellt das deren Gewinde mehrere Zehntelmillimeter Spiel zu dem Innengewinde (Standrohrgewinde) haben .
Die Klemmung der Gabelbrücke wirkt genau auf diesem zu kurzen Gewindebereich und leider auch darüber hinaus auf das sehr dünnwandige Standrohr und soll dort die Gabel klemmen . Bein Festziehen der M10 Schrauben verformt sich zuerst das Gabelstandrohr bis es spielfrei am Gewinde des Gabelverschlusses anliegt .Wenn das mehrere Zehntelmillimeter sind fühlt sich das an als ob das Schraubengewinde überbelastet wird und weich wird . Gleichzeitig kann die Ausrichtung der Gabelstandrohre beeinflusst werden .Vor erreichen des max. Drehmoments kam dann das harte Gefühl das die Schraube wirklich zieht . Beim Anziehen der Klemmung wird das Gabelstandrohr so lange verformt bis es press an dem Gewinde der Gabelverschlüsse anliegt und dann beginnt erst die Klemmung der Gabelstandrohre.
Als “alter Dreher“ (45 Jahre in Prototypenbau) habe ich neue – auch einstellbare – Gabelverschlüsse mit geringstem Gewindespiel und einem längeren Gewindebereich angefertigt die ich sicherheitshalber mit Antifresspaste ( RIVOLTA G.W.F. Gewinde frei ) eingeschraubt habe. Dadurch wurde das verformte Rohr/Gewinde wieder zurückgeformt . Das Anziehen der Klemmschrauben an der Gabelbrücke fühlte sich jetzt normal an .
Einzig die Distanzbuchse auf der Steckachse musst ich noch einmal neu anfertigen weil die Gabelstandrohre jetzt wirklich die Verlängerung der Gabelklemmung darstellten. 0,8mm war der Unterschied zu der vorher schon angepassten Distanzbuchse, so drastisch wird die Ausrichtung der Gabelholme beeinflusst.
Das Ansprechverhalten war jetzt deutlich besser (für eine billige China-Gabel) jedoch war keine spürbare Dämpfung vorhanden. Also habe ich die Gabel komplett zerlegt und den Dämpfungskolben (Stützkolben) vermessen . Er besteht aus einem sich verjüngenden Rohr das mit einem Drehteil (Kolben) verbunden ist.Ein Rundlauftest des Dämpfers auf der Drehmaschine viel entsprechend negativ aus.Die kurze Feder(für den negativ Federweg) hat extrem viel Spiel auf dem Dämpferrohr und rutscht bei jeder Federbewegung auf und ab.
Die Kolbenring am Dämpfungskolben hatte axial 0,5mm und radial 0,7mm Spiel innerhalb des Einstichs . Dort konnte das Gabelöl beim Komprimieren(einfedern) vorbeilaufen anstatt durch die Bypässe ( 4x 5mm Bohrungen ) gepresst zu werden.Gleichzeitig saß der Dämpfungskolben schief,also nicht genau mittig im Standrohr und verspannt zusätzlich beim Gleiten der Gabel.
Die Dämpfungskolben habe ich durch präzise Drehteile aus hochfestem Stahl ersetzt und die Bohrungen erst einmal etwas kleiner ( 4x 4mm wie die “alte Ausführung“) ausgeführt . Die oberen 2mm Bohrungen sind jetzt nur 2 an der Zahl , die dritte ist nur angebohrt um evtl. auch diese nachträglich zu bohren.
Der Kolbenring ist passgenau mit 0,05mm Spiel rundum aus Iglidur gedreht und die kurze Feder hat eine Führung erhalten auf sie leicht klemmt .
Ein Foto zeigt die Gegenüberstellung Neufertigung (links) zum Original Dämpfungskolben, hydraulischer Anschlag und Gabelverschluss.
Erste Versuche wurden mit SAE15 Gabelöl mit einem Füllstand - ohne Feder !! - 88mm unter Standrohroberkante durchgeführt .Gefühlt würde ich nach 1000km testen den Füllstand auf 92mm reduzieren damit der Federweg etwas länger ausfallen kann . Bei mir geht die Gabel etwas zu früh in den hydraulischen Anschlag ,sie geht auch bei sehr sportlicher Fahrweise nicht auf Block.
Das Ganze ist abhängig von der Zuladung (bei mir 75Kg Fahrergewicht zuzüglich der Bekleidung) .Das Volumen des verbleibenden Luftpolsters ist sehr wichtig,verhindert es doch ein auf Block gehen beim Bremsen und Einfedern(progressiv).
Die anschließende Probefahrt verlief positiv, der Roller ist nicht wiederzuerkennen. Er federt bei Unebenheiten RELATIV feinfühlig ein und bockt nur bei zu hohen Absätzen , mehreren Absätzen in kurzer Folge oder tiefen Schlaglöchern. Der viel zu kurze Federweg (76mm gemessen)und das sehr schwere Vorderrad machen sich leider immer bemerkbar, ebenso das typische Rollerfahrwerk mit Durchstieg das einer stabilen Konstruktion (direkte Rahmenrohrführung vom Lenkkopf zum Schwingendrehpunkt) entgegenwirkt.
Eine derart im original Zustand verspannte Gabel kann nicht feinfühlig ansprechen und arbeiten.
Als negativen Nebeneffekt dieser Verspannung wird das Tauchrohr einem sehr hohen Verschleiß ausgesetzt-verstärkt durch zu dünnes Gabelöl. Zusätzlich wird der Rahmen permanent verformt (der Lenker hat sehr stark gezittert- schwingt) sodass ich mich gefragt habe wann ein Ermüdungsbruch eintritt. Des weiteren könnte das Vorderrad bei schlechten Fahrbahnverhältnissen zu oft den Bodenkontakt verlieren weil der Vorbau “gefühlt“ ungefedert unterwegs ist. Das bringt eine erhebliche Sturzgefahr mit sich,besonders bei Nässe.Zur Frage ob die Vorderradgabel des Modells Performance anders/besser als beim Standardroller ist kann ich im Vergleich dazu unter hinzunahme der technischen Daten nur die goldene Beschichtung erkennen.Diese wirkt wie eine hochwertige Titan-Nitrid (goldfarben) Beschichtung. Bei meinen Gabelstandrohren erkenne ich nach 4000km Abnutzung in Form eines Farbunterschieds zwischen dem Arbeitsbereich und dem Restrohr bis zur Gabelklemmung.
Ausserdem hat meine Klemmvorrichtung(zum Gegenhalten beim Lösen der Gabelverschlüsse) aus weichem Aluminium kleine Kratzer beim Überstülpen in der Beschichtung hinterlassen.
Ich persönlich sehe in der Beschichtung eher eine optische Note als eine technische Lösung.
Die beworbene Überarbeitung der Standardgabelholme durch die Firma Andreani (italienischer Fahrwerksspezialist) kann ich nicht erkennen.
Einzig der Öhlins Stoßdämpfer hinten ist hervorragend . Jede kleinste Verstellung ist spürbar , einfach genial.
hier mein Beitrag zum Vorderradgabelproblem meines SEAT MO 125 Performance.
Die technischenn Mängel bei der Front meines SEAT MO Performance belaufen sich auf : Telegabel,Gabelbrücke/Lenkrohr,Lenkkopflager,Vorderradlagerung (Lagersitze in der Felge, Distanzrohr zwischen den Radlagern), linke Distanzbuchse der Radachse und die Radachse.
Ich berichte hier über die Mängel meiner Vorderradgabel mit linker Distanzbuchse und der Radachse.
Die chinesische Vorderradgabel stellt eine optische Kopie der gängigen Motorradgabeln um 1970 dar. Technisch wurde die Gabel leider so unfachmännisch konstruiert das die Dämpfung, Ausrichtung und das Ansprechverhalten sehr schlecht sind.
Ich habe entgegen zu den bisherigen Berichten festgestellt das meine Vorderradgabel keine spürbare Dämpfung besitzt. Was man ohne Erfahrung als zu harte Dämpfung empfinden kann war bei mir jedoch ein Gabelklemmen ähnlich einem Stick-Slip Effekt.
Zur Erklärung : Der Stick-Slip-Effekt (Haftgleiteffekt) ist ein physikalisches Phänomen, bei dem sich zwei Festkörper ruckartig gegeneinander bewegen. Es entsteht, wenn die Haftreibung größer ist als die Gleitreibung, was zu einem Wechsel aus Haften („Stick“) und plötzlichem Rutschen („Slip“) führt.
Bei meinem SEAT MO war es ein Klemmen und plötzlichem Rutschen .
Zuerst habe ich den kleinen MO auf den Hauptständer gebockt und die Steckachsenmutter zwei Umdrehungen gelöst . Dann abgebockt , einige Male eingefedert (was spürbar ohne zu klemmen ging) und wieder aufgebockt. Siehe da die linke Distanzbuchse der Steckachse hatte axiales Spiel, ist daher zu kurz. Beim Anziehen der Achsmutter werden die Gabeltauchrohre zusammengezogen (O-Bein-Effekt) und somit die Gabel verspannt.
Dabei habe ich festgestellt das die Steckachse krumm (Banane) ist . Diese wurde auch hochfestem Stahl neu gefertigt , gleichzeitig auch die Achsmutter neu gefertigt damit die Plananlage von Stechachskopf um Steckachsmutter beim Festziehen gewährleistet ist.
Nachdem das Spiel mit einer Fühlerlehre gemessen wurde habe ich die linke Distanzbuchse ( 0,5mm länger) passend gedreht und eingebaut . Die Gabel hat danach deutlich besser gearbeitet aber immer noch nicht feinfühlig.
Die Klemmungen in der Gabelbrücke stehen ab Werk parallel zueinander (so meine Hoffnung ,
da die Passungen in der Regel in einer Aufspannung gefertigt werden) , der Fehler muss also woanders liegen. Nach Ausbau der Gabelholme und entfernen der Gabelverschlüsse habe ich festgestellt das deren Gewinde mehrere Zehntelmillimeter Spiel zu dem Innengewinde (Standrohrgewinde) haben .
Die Klemmung der Gabelbrücke wirkt genau auf diesem zu kurzen Gewindebereich und leider auch darüber hinaus auf das sehr dünnwandige Standrohr und soll dort die Gabel klemmen . Bein Festziehen der M10 Schrauben verformt sich zuerst das Gabelstandrohr bis es spielfrei am Gewinde des Gabelverschlusses anliegt .Wenn das mehrere Zehntelmillimeter sind fühlt sich das an als ob das Schraubengewinde überbelastet wird und weich wird . Gleichzeitig kann die Ausrichtung der Gabelstandrohre beeinflusst werden .Vor erreichen des max. Drehmoments kam dann das harte Gefühl das die Schraube wirklich zieht . Beim Anziehen der Klemmung wird das Gabelstandrohr so lange verformt bis es press an dem Gewinde der Gabelverschlüsse anliegt und dann beginnt erst die Klemmung der Gabelstandrohre.
Als “alter Dreher“ (45 Jahre in Prototypenbau) habe ich neue – auch einstellbare – Gabelverschlüsse mit geringstem Gewindespiel und einem längeren Gewindebereich angefertigt die ich sicherheitshalber mit Antifresspaste ( RIVOLTA G.W.F. Gewinde frei ) eingeschraubt habe. Dadurch wurde das verformte Rohr/Gewinde wieder zurückgeformt . Das Anziehen der Klemmschrauben an der Gabelbrücke fühlte sich jetzt normal an .
Einzig die Distanzbuchse auf der Steckachse musst ich noch einmal neu anfertigen weil die Gabelstandrohre jetzt wirklich die Verlängerung der Gabelklemmung darstellten. 0,8mm war der Unterschied zu der vorher schon angepassten Distanzbuchse, so drastisch wird die Ausrichtung der Gabelholme beeinflusst.
Das Ansprechverhalten war jetzt deutlich besser (für eine billige China-Gabel) jedoch war keine spürbare Dämpfung vorhanden. Also habe ich die Gabel komplett zerlegt und den Dämpfungskolben (Stützkolben) vermessen . Er besteht aus einem sich verjüngenden Rohr das mit einem Drehteil (Kolben) verbunden ist.Ein Rundlauftest des Dämpfers auf der Drehmaschine viel entsprechend negativ aus.Die kurze Feder(für den negativ Federweg) hat extrem viel Spiel auf dem Dämpferrohr und rutscht bei jeder Federbewegung auf und ab.
Die Kolbenring am Dämpfungskolben hatte axial 0,5mm und radial 0,7mm Spiel innerhalb des Einstichs . Dort konnte das Gabelöl beim Komprimieren(einfedern) vorbeilaufen anstatt durch die Bypässe ( 4x 5mm Bohrungen ) gepresst zu werden.Gleichzeitig saß der Dämpfungskolben schief,also nicht genau mittig im Standrohr und verspannt zusätzlich beim Gleiten der Gabel.
Die Dämpfungskolben habe ich durch präzise Drehteile aus hochfestem Stahl ersetzt und die Bohrungen erst einmal etwas kleiner ( 4x 4mm wie die “alte Ausführung“) ausgeführt . Die oberen 2mm Bohrungen sind jetzt nur 2 an der Zahl , die dritte ist nur angebohrt um evtl. auch diese nachträglich zu bohren.
Der Kolbenring ist passgenau mit 0,05mm Spiel rundum aus Iglidur gedreht und die kurze Feder hat eine Führung erhalten auf sie leicht klemmt .
Ein Foto zeigt die Gegenüberstellung Neufertigung (links) zum Original Dämpfungskolben, hydraulischer Anschlag und Gabelverschluss.
Erste Versuche wurden mit SAE15 Gabelöl mit einem Füllstand - ohne Feder !! - 88mm unter Standrohroberkante durchgeführt .Gefühlt würde ich nach 1000km testen den Füllstand auf 92mm reduzieren damit der Federweg etwas länger ausfallen kann . Bei mir geht die Gabel etwas zu früh in den hydraulischen Anschlag ,sie geht auch bei sehr sportlicher Fahrweise nicht auf Block.
Das Ganze ist abhängig von der Zuladung (bei mir 75Kg Fahrergewicht zuzüglich der Bekleidung) .Das Volumen des verbleibenden Luftpolsters ist sehr wichtig,verhindert es doch ein auf Block gehen beim Bremsen und Einfedern(progressiv).
Die anschließende Probefahrt verlief positiv, der Roller ist nicht wiederzuerkennen. Er federt bei Unebenheiten RELATIV feinfühlig ein und bockt nur bei zu hohen Absätzen , mehreren Absätzen in kurzer Folge oder tiefen Schlaglöchern. Der viel zu kurze Federweg (76mm gemessen)und das sehr schwere Vorderrad machen sich leider immer bemerkbar, ebenso das typische Rollerfahrwerk mit Durchstieg das einer stabilen Konstruktion (direkte Rahmenrohrführung vom Lenkkopf zum Schwingendrehpunkt) entgegenwirkt.
Eine derart im original Zustand verspannte Gabel kann nicht feinfühlig ansprechen und arbeiten.
Als negativen Nebeneffekt dieser Verspannung wird das Tauchrohr einem sehr hohen Verschleiß ausgesetzt-verstärkt durch zu dünnes Gabelöl. Zusätzlich wird der Rahmen permanent verformt (der Lenker hat sehr stark gezittert- schwingt) sodass ich mich gefragt habe wann ein Ermüdungsbruch eintritt. Des weiteren könnte das Vorderrad bei schlechten Fahrbahnverhältnissen zu oft den Bodenkontakt verlieren weil der Vorbau “gefühlt“ ungefedert unterwegs ist. Das bringt eine erhebliche Sturzgefahr mit sich,besonders bei Nässe.Zur Frage ob die Vorderradgabel des Modells Performance anders/besser als beim Standardroller ist kann ich im Vergleich dazu unter hinzunahme der technischen Daten nur die goldene Beschichtung erkennen.Diese wirkt wie eine hochwertige Titan-Nitrid (goldfarben) Beschichtung. Bei meinen Gabelstandrohren erkenne ich nach 4000km Abnutzung in Form eines Farbunterschieds zwischen dem Arbeitsbereich und dem Restrohr bis zur Gabelklemmung.
Ausserdem hat meine Klemmvorrichtung(zum Gegenhalten beim Lösen der Gabelverschlüsse) aus weichem Aluminium kleine Kratzer beim Überstülpen in der Beschichtung hinterlassen.
Ich persönlich sehe in der Beschichtung eher eine optische Note als eine technische Lösung.
Die beworbene Überarbeitung der Standardgabelholme durch die Firma Andreani (italienischer Fahrwerksspezialist) kann ich nicht erkennen.
Einzig der Öhlins Stoßdämpfer hinten ist hervorragend . Jede kleinste Verstellung ist spürbar , einfach genial.
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Kleinunternehmen tl-elekTiCK - ein Tick für Tricks - Kontaktdaten:
Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
Wow, die Analyse ist sehr einleuchtend und die Fertigung der neuen Teile überzeugt - gelobt sei, wer sowas kann! 
Schöne Grüße und gute Fahrt, Bertolt
Schöne Grüße und gute Fahrt, Bertolt
Vectrix VX-1 von 2010 - LiIonNMC 36s 173Ah
ATU Explorer E-Cruzer 2019 - 40Ah, Lingbo 72152HK5
Jupiter11 2018 - derzeit Umbau auf 150Ah
Trinity Neptun 2019 - verkauft 4/26
ATU Explorer E-Cruzer 2019 - 40Ah, Lingbo 72152HK5
Jupiter11 2018 - derzeit Umbau auf 150Ah
Trinity Neptun 2019 - verkauft 4/26
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Re: Frage zu Silence s01, Neuling mit Kaufabsicht
Moin, endlich hat mal jemand die Performance bzw. Plus Gabel zerlegt. Das mit den Fertigungstoleranzen kann ich bestätigen. Grundsätzlich habe ich noch keine 2 gleichen Silence/MO-Gabeln erlebt. Meine eigene konnte ich in mehreren Schritten durch neue Dichtringe, 3 Dämpferlöcher, standard Ölfüllung und unverspannter Einbaulage verbessern.MV-Treiber hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 23:14 Hallo zusammen ,
hier mein Beitrag zum Vorderradgabelproblem meines SEAT MO 125 Performance.
Die technischenn Mängel bei der Front meines SEAT MO Performance belaufen sich auf : Telegabel,Gabelbrücke/Lenkrohr,Lenkkopflager,Vorderradlagerung (Lagersitze in der Felge, Distanzrohr zwischen den Radlagern), linke Distanzbuchse der Radachse und die Radachse.
Dafür habe ich die Gabel leer (ohne Federn) zusammengesteckt und das Rad testweise ohne Schutzblech und Bremse verbaut. Dann habe ich die oberen Schrauben mit Loctite eingesetzt und Anzugsmomente sowie Einbaulage der Achse und Standrohre so lange variiert bis die Gabel zufriedenstellend lief.
Alle vorhergehenden Experimente mit unterschiedlicher Ölfüllung und Viskosität waren absolut unbefriedigend. Echtes Klemmen konnte ich bei meiner Gabel bei 15.000km genausowenig feststellen wie übermäßiges Spiel.
Ich kann nicht ausschließen, dass meine Ölstandexperimente zum Defekt des einen Dichtrings geführt haben bzw. was dann genau der Grund für die spürbare Verbesserung der Funktion war.
Fazit: ich war dann irgendwann mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden, bis ich Monate später eine Mo Performance mit weniger als 1.000km gefahren habe. Erst hatte ich das Gefühl diese Gabel wäre nur weich, aber sie hatte "leider" auch sowas wie Progression und gleichzeitig ein besseres Dämpfungsverhalten. Das war dann aber die einzige Gabel von 10 oder 12 probegefahrenen Silence/Mo die brauchbar funktioniert hat. Die meisten hatten vermutlich nicht mal Öl drin.
Hast du Bilder von den Federn oder kannst die Funktion der oberen "Einstellmöglichkeit" erklären? Ist aber nur reine Neugier, nochmal werde ich die Gabel nicht zerlegen zumal sich mit Luftdruck, Sitzposition und Haltung deutlich mehr als mit den Variationmöglichkeiten dieser wirklich miesen Gabel erreichen lässt. Ich bin schon zufrieden wenn sie in der Kurve nicht trampelt oder bei Kopfsteinpflaster durchschlägt.
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