Zero SR/X Studie

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Maverick944
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von Maverick944 »

STF2023 hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 18:55
Aufeome hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 15:08 Das Interresse an so "echten" E-Motorrädern ist groß. Ich werde häufig Angesprochen aber wenn die dann hören das man nur rund 180km weit kommt und dann über ne Stunde warten muss ist die Begeisterung vorbei. Zumal ja auch ein ordentlicher Preis aufgerufen wird.
Man kann die Reichweite auch positiv rüber bringen.
Ich sage selten die Kilometer. Stattdessen: Auf schönen Motorradstrecken fahre ich 3 bis 3,5 Stunden und gehe dann zum Mittagessen. Währenddessen lädt das Motorrad.
Dann nachmittags nochmal drei Stunden, dann Kaffee (mit ladepause) und dann nochmal 100 km. Das gibt über 400km am Tag.

Der übliche Kommentar darauf: Ja, das reicht aus.

(dass es auf langweiligen Bundesstraßen oft nur zwei Stunden sind, will da keiner mehr wissen)
Ich argumentiere in der Regel ähnlich, wie du es beschrieben hast, und aus meiner Sicht ist das auch vollkommen korrekt. Ein Großteil derjenigen, die behaupten, regelmäßig 400 km am Stück mit dem Motorrad zu fahren, kommt in der Praxis auf eine Jahresfahrleistung von rund 2.000 km. Das steht aus meiner Sicht in einem deutlichen Missverhältnis.

Vergleicht man deine Erfahrungen mit dem Lompico‑Akku mit 8,8 kWh, wird das Problem noch offensichtlicher. Dieser Akku ist gerade einmal halb so groß wie der aktueller Zero‑Modelle. Entsprechend stellt sich die Frage, wie weit man realistisch gesehen damit noch kommt. Vermutlich alle 100km Ladepausen. Das ist schlicht ein massiver Rückschritt, insbesondere im Hinblick auf Alltagstauglichkeit und Reichweite.

Grundsätzlich bin ich ein klarer Befürworter von AC‑Laden, da es kostengünstiger ist und praktisch an jeder Steckdose möglich ist. Dennoch darf man nicht ignorieren, dass für die meisten Nutzer Bequemlichkeit eine entscheidende Rolle spielt und genau diese bietet aktuell nun einmal das DC‑Schnellladen.
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error
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von error »

Auf jeden Fall dürfte es derzeit schwierig sein eine "one fits all eierlegende Wollmilchsau in bezahlbar und leicht" zu bauen.

Es sind schon einige gescheiterte Konzepte im Markt. Wenn Zero jetzt entwickeln würde, kommen die damit in 2 bis 3 Jahren raus und wollen das Konzept dann gern >5 Jahre verkaufen.

Gleichzeitig muss diese Neuentwicklung so viel besser sein, dass sie zum Umstieg animiert. Ist das bei der Erwartungshaltung des Zero Klientel zu schaffen? 8-)

Vermutlich wird vom Konzept her sowas wie die WN7 oder Starck rauskommen (müssen): Batterie als tragendes Teil und der Rest angeschraubt. Naked ist dann nicht mehr oder zumindest schwierig zu realisieren.

Da ist es einfacher im Verbrennerbereich selbst irgendwas exotisches über entsprechende Stückzahlen rentabel im Markt zu haben.
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rainer*
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von rainer* »

Ich könnte mir zwei mögliche Richtungen vorstellen. "Leicht" mit 8-10kWh und Schnellladefähig (5-10 Minuten!) mit rund 150kg. Oder schwer als Straßenmaschine mit 25kWh und 250kg, längerer Reichweite und vielleicht eine Stunde Ladedauer. Beides als Gleichstromlader mit einem zusätzlichen externen Schnarchladegerät 2,3/3,6kW 230V --> Gleichstrom für unterwegs ohne CSS-Säulen in Reichweite bzw. für zu Hause. Das System "leicht" braucht dann aber eine gekapselte Batterie mit Thermomanagement (was natürlich auch das eine oder andere kg dazu bringt). In den Fahrzeugen würde ich dann keinen internen (Wechselstrom-)Lader vorsehen.

Eine eierlegende Wollmilchsau wird es nicht geben, das ist klar. Also Richtung leicht + schnelladend oder schwer und reichweitenstark (dann ist die Ladezeit weniger interessant).
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Aufeome
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von Aufeome »

Für mich ist das mit der Reichweite ok. Ich mach am WE auch so meine 300km am Tag. Habe dann einen längeren Ladestop oder 2 kürzere, alles kein Thema. Man gewöhnt sich da schnell dran und wenn man wie ich zügig in der sächsischen Schweiz oder im Erzgebrige unterwegs ist, braucht man eh öfter mal ne Pause. Für die meißten Biker würde das vermutich auch locker ausreichen auch wenn viele keine +-Stunde Pause oder 2x 40Min. machen wollen. Das wird wohl eher der Knackpunkt sein.

Die Zeros punkten auf jeden Fall in sachen Wartung und allgemeinen Verschleiß. Man muss halt fast nix machen ausser ab und an die Reifen und Bremsflüssigkeit wechseln.

Es gibt auch viele die dann z.b. ins Erzgebirge erst anreisen müssen. Für Tagestouren oder ähnliches aus dem Umland.
Für die ist das dann schon so ein Ding mit der Recihweite + Ladezeiten.

Seh ich auch an mir selber. Wenn ich dann mal weiter weg bin, muss man halt zur begerenzten Reichweite noch immer die Ladepausen einrechnen und das drückt dann die mögliche Tagesreichweite schon ordentlich. Energiesparende 100 auf der Autobahn ist dann auch ein Thema. Dazu sind das dann auch oft kleine Gruppen mit Verbernnern. Die wollen die Zeit dann auch nutzten. Eine Stunde Ladepause zum Mittagessen werden wohl die meißten mitgehen aber mehr dann auch nicht.

Leute die sich für so ein Elektromotorrad interresieren werden sich darüber aber sicher informieren und wissen spätestens dann worauf man sich einlassen muss.

In der Battarieentwicklung ist zz ja auch ordentlich Wind. Da wird sicher noch so einiges kommen. Für den Konsumenten ist das dann aber auch schwierig abzuwägen ob man jetzt noch auf so ein "altes Pferd" setzt oder lieben die Entwicklung abwartet.

Wen sich dann Hersteller aber extra Zeit lassen um neuentwicklungen Umzusetzten wird das mmn nach hinten losgehen.

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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von MarcS »

error hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 10:49 Vermutlich wird vom Konzept her sowas wie die WN7 oder Starck rauskommen (müssen): Batterie als tragendes Teil und der Rest angeschraubt. Naked ist dann nicht mehr oder zumindest schwierig zu realisieren.
What?
Genau das hat Livewire mit den S2: Oben wird der Lenkkopf und unten Motor+Schwinge an das Batteriegehäuse angeschraubt. Und hinten der Heckrahmen der die Sitzbank trägt.
Das geht ganz prima naked!
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von tsztsz »

das haben doch fast alle neueren designs, die genannten, und soweit ich weiß auch die CAN AMs
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von MarcS »

error hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 16:28 Die Investoren haben lediglich das Geld für den Umzug aufgebracht. Das lässt sich in der Timeline plausibel darstellen.
Kurz: es gibt aktuell keine Neuentwicklung mit DC-Charging weil das Geld für eine komplette Neuentwicklung fehlt. Wenn es käme, würde es nach Insidereinschätzungen 2 oder 3 Jahre dauern ein neues Fahrzeug zu entwickeln und zu homologieren.
Man braucht doch kein neues Fahrzeug. Man braucht lediglich einen anderen Onboard-Lader.
DC-Laden ist viel einfacher als AC-Laden, weil ja die Ladesäule die ganze Arbeit macht.
Ein Mopped was nur DC und kein AC kann, wird billiger als wenn es (nur / auch) AC könnte.
Man muss lediglich schauen dass man die Prozesswärme weggekühlt bekommt, und wo das nicht geht eben die Stromstärke drosseln.

OK, wenn man schnell DC-Laden will, dann muss man an der Akkukühlung arbeiten. Wäre IMHO aber auch kein Grund für "eine komplette Neuentwicklung".
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von MEroller »

MarcS hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 19:44Man braucht doch kein neues Fahrzeug. Man braucht lediglich einen anderen Onboard-Lader.
Oha, das ist leider ein Trugschluss, denn CCS Ladesäulen erwarten mindestens 250V Batteriespannung, um überhaupt tätig zu werden! Sprich es braucht zusätzlich zum neuen HV-Onboardlader eine neue Batterieverschaltung mit neuem BMS, einen neuen HV-Inverter und DC/DC-Wandler, Motorwicklung für die weit höhere Betriebsspannung, und all das mit höherem Isolationsbedarf. Da kann also außer Rahmen und Fahrwerk nichts von einem bisherigen 100V-Modell übrig bleiben...
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von MarcS »

MEroller hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 19:51
MarcS hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 19:44Man braucht doch kein neues Fahrzeug. Man braucht lediglich einen anderen Onboard-Lader.
Oha, das ist leider ein Trugschluss, denn CCS Ladesäulen erwarten mindestens 250V Batteriespannung, um überhaupt tätig zu werden! Sprich es braucht zusätzlich zum neuen HV-Onboardlader eine neue Batterieverschaltung mit neuem BMS, einen neuen HV-Inverter und DC/DC-Wandler, Motorwicklung für die weit höhere Betriebsspannung, und all das mit höherem Isolationsbedarf. Da kann also außer Rahmen und Fahrwerk nichts von einem bisherigen 100V-Modell übrig bleiben...
Richtig, irgendwie bin ich gedanklich von meiner Livewire S2 ausgegangen die ja genug Batteriespannung hat, aber trotzdem nur AC laden kann. Da wäre es einfach. Livewire hat ja auf der letzten EICMA eine Alpinista mit DC-Lader gezeigt. Also die könnten wenn sie wollten...

Gut, Zero hat hier wirklich ein Problem. Wobei all das was Du aufgezählt hast (bis auf den DC/DC-Wandler) mit höherer Spannung aber niedrigerem Strom am Ende sogar billiger wird - aber man muss es erstmal konstruieren und in Stückzahlen produzieren. Das kostet...
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Re: Zero SR/X Studie

Beitrag von error »

MEroller hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 19:51 Da kann also außer Rahmen und Fahrwerk nichts von einem bisherigen 100V-Modell übrig bleiben...
Genau, und damit sich die Entwicklung lohnt, wird es vermutlich ein komplett neues und zeitgemäßes Fahrzeug ergeben. Nur ist dann leider Zeit und Geld ein Problem. Die Wettbewerber schlafen nicht.
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