In der Theorie steht einem DIY-Akku an der EVO so gut wie nichts mehr im Weg. Jetzt geht es darum, die graue Theorie in die Praxis umzusetzen, zu lernen und Anpassungen bis zur Serienreife vorzunehmen.
Warum gibt es eigentlich keine fertigen 3rd-Party-Akkus oder Universal-BMS auf Ali & Co. für unsere GT EVO oder GT 100
Weil Maßnahmen ergriffen wurden, um genau das zu verhindern. Das simple Repeaten der CAN-Bus-Nachrichten eines oder zweier Akkus bringt gar nichts – egal, was ich probiert habe. Denn ich hatte den entscheidenden Punkt bzw. die entscheidenden Punkte übersehen.
Es gibt mehrere Wege, das zu umgehen. Ins Detail möchte ich bewusst nicht gehen: Alle Roller sind updatefähig, und wenn NIU das nicht duldet, lässt sich das ganz einfach und ohne Vorankündigung wieder rauspatchen.
Die BMSse melden die maximale Leistung in Watt, die sie liefern können und ab 60% wird bei jedem Prozent 72W abgezogen, dass heißt aber auch im Umkehrschluss, sollte der DIY Akku nicht die volle Leistung abgeben können, können wir permanent eine geringere maximale Leistung senden, sodass dieser nicht überlastet wird oder sogar diesen Wert vom 3rd-Party-BMS beziehen.
Das funktioniert soweit in der Theorie auch – nur habe ich außer den originalen NIU-Akkus nichts, womit ich das Ganze auf Herz und Nieren testen könnte.
Er darf ruhig den kompletten Bauraum der beiden Original-Akkus ausfüllen und sollte ein kommunikatives BMS besitzen, um den SOC zu übertragen. Perfekt muss er nicht sein – er sollte während der Fahrt nur nicht auseinanderfallen.
Die Eckdaten: