HondaWN7 erFAHRungen

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tsztsz
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HondaWN7 erFAHRungen

Beitrag von tsztsz »

Nach knapp 1000 km im Stadt- und Umlandverkehr habe ich nun eine längere Tour gemacht: 400 km an einem Tag und 300 km am nächsten. (Und muss demnächst zurück.)
Ich hatte mir ein Rhinowalk-Packset (Softtaschen) zugelegt, das sehr gut funktioniert hat. Einziges Problem: Mit der Satteltasche hatte ich etwas weniger Platz, um zurückzurutschen. Ich hatte mir zusätzlich ein Gel-Polster auf den Sitz geschnallt. Das ging also insofern alles recht unproblematisch. Ich bin ausschließlich Landstraßen oder Überlandstraßen (nur ganz wenig Autobahn) gefahren.

Abfahrt war um 10 Uhr, Ankunft am ersten Abend um 21:30 Uhr. (Am zweiten Tag 16.00-01.00 Uhr) Die Fahrstrecke betrug am ersten Tag 391 km mit fünf Zwischenstopps am zweiten knapp 300 mit auch 5. Da die Maschine zwischen 20 und 60 % am schnellsten lädt, habe ich mich für eine Strategie mit mehr Stopps, aber kürzerem Aufenthalt entschieden (je ein Kaffee, kurzer Supermarktbesuch o. Ä., Grüße von den schönsten Einkaufszentren Mitteldeutschlands). Ich habe immer CCS geladen. Das war zwar nicht das Billigste, aber immer einfach und praktikabel. Es hat an allen Ladesäulen gut funktioniert und an jeder zweiten Ladesäule wurde ich von interessierten Personen freundlich angesprochen (an einer ländlichen Säule eines Unternehmens hat mir sogar jemand ein kaltes Getränk angeboten, sehr nett).

Probleme
Wie schon anderweitig geschrieben, war das tolle Scharnier der Ladeklappe von Sugarsune (Markenhersteller) gebrochen. Es hakt nun ein bisschen, hält aber noch fest. Ich habe mittlerweile Ersatz (privat besorgt), werde aber noch den Garantiefall durchziehen, damit Honda das hoffentlich verbessert. Es ist nicht schön, aber kein Drama.

- Der Sattel ist sehr hart und mein Hintern ist das nicht gewohnt. Trotz Gelauflage (vielleicht hat sie es verschlimmbessert) halte ich mehr als 250 km am Stück ohne längere Pause eher für eine Qual. Bis dahin geht es, aber ich habe mich alle 60 km auf eine Pause gefreut. Das werde ich noch optimieren. Das kann aber auch dadurch verstärkt worden sein, dass ich durch das Gepäck ein paar Zentimeter weiter vorne sitzen musste und dadurch nicht so gut entspannen konnte. Die Rückfahrt werde ich in dieser Hinsicht anders planen und Touren nun eher mit 150 km fahren, dann eine lange Pause in einer Therme oder Ähnlichem machen und dann weiterfahren.

- Laden: Das Laden hat immer unkompliziert funktioniert, es gab keine größeren Probleme. Ab und zu gab es leichtes Gehakel mit der Ansteckreihenfolge (erst anstecken, dann entsperren oder umgekehrt), was aber nie ein größeres Problem war. Nach dem Laden musste ich sie ab und an nochmal kurz aus- und wieder einschalten, damit das leuchtende Ladesymbol verschwand, aber nichts Wildes. Da es ein sehr heißer Tag war (es war bei der zweiten Etappe heißer als bei der ersten; am ersten Tag hatte es 25 °C, bei der zweiten eher 32–35 °C), hat das Laden etwas gedauert, wenn die Maschine warm war. Sie stand aber auch erst einmal fünf Stunden in der prallen Sonne vor der Abfahrt am zweiten Tag und wurde dann dauerbelastet (fahren, laden, fahren, laden). Dadurch wurde die Leistung reduziert und es dauerte 50 Minuten statt 20 bis 80 %. Als es abends kälter wurde und der Fahrtwind den Akku gekühlt hatte, ging es wieder schneller. Kein großes Problem, man sollte es nur einplanen. Das ist einfach Akkuphysik.

Mein Scheinwerfer scheint andere Autos bei Nacht zu blenden. Ich muss herausfinden, wie man ihn etwas runterstellt.


Das waren jetzt erst einmal die negativen Punkte (es war meine erste längere Motorradtour), aber für mich überwiegt das positive Feedback ganz massiv: Abends lautlos durch eine schöne, kurvenreiche Strecke zu gleiten, das Fahrzeug fährt sich perfekt, es ist grandios. Ich fahre am liebsten 70–90 km/h, da ist der Verbrauch auch überschaubar (bei 75 km/h sind es etwa 7 kWh/100 km, bei 90 km/h dann eher 10–11 kWh/100 km) und abgesehen von meinem Hintern habe ich es sehr genossen. Die Maschine ist nicht richtig auf ganz lange Touren ausgelegt (Sitz etc., das kann eine dezidierte Langtourenmaschine mit Verkleidung und breiterem Sitz ggf. besser), aber für meinen Anwendungsfall ist sie super (so eine Tour mache ich 1–2x im Jahr max. und fahre sonst in der Stadt und im Umland).

Bis auf die Klappe ist die Verarbeitung top und es gab bislang keine weiteren Probleme.
STW
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Re: HondaWN7 erFAHRungen

Beitrag von STW »

Das hört sich doch erstmal sehr gut an. Ich hatte, allerdings mit meinem 11PS-Verbrenner, eine 430km-Tour nach Flensburg gemacht und nach über einer Woche wieder zurück. Die Sitzflleischprobleme habe ich da auch, die fingen spätestens nach 40km an. Es gab also eine Menge Zigarillopausen.
Gel-Kissen haben bei mir leider auch nie geholfen, das hatte ich also gleich mal weggelassen.
Aus einem Forum habe ich jetzt den Tipp, mit einer ISO-Matte ein Sitzkissen zu bauen. Das Teil ist heute auf Grundlage einer 2€-Matte fertig gebastelt worden, nur hatte ich bei den Temperaturen noch keine Lust auf Probefahrt. Die erste Sitzprobe ergab jedoch ein angenehmeres Sitzgefühl.

Eventuell wäre das eine preiswerte (aber optisch häßliche) Lösung für Touren.
RGNT V2 ab 01/23 > 25000km
NIU NGT ab 06/20 Km-Stand > 36000km, nach Unfall verkauft in 5/23
Niu NPro seit 09/19 Km-Stand > 8000km - Verkauft in 10/22
Ahamani Swap Bj 2007 - 2.4KW - Vario - Km-Stand > 27.000km - 40AH Thundersky ab 11/08 - CALB 70AH seit 10/11 -Verschrottung 09/19
tsztsz
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Re: HondaWN7 erFAHRungen

Beitrag von tsztsz »

Danke! Super Tipp. Ich denke auch über professionelles Aufpolstern nach, das muss ich mal sehen.... Vielleicht hilft aber schon das weglassen des Sattelgepäcks, so dass ich mehr vor und zurückrutschen kann etwas...
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