Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

S01, S02, S03, Mó
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Falcon
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von Falcon »

die sache ist so:
wir mechaniker haben auch miete zu zahlen, zahlungen zu leisten, familie mit Kindern zu ernähren.

wir verkaufen unnötige dienstleistungen und Ersatzteile. Wir sind die ärzte des automobils, keiner wiederspricht einem arzt ( vor einigen tagen in der uniklinik festgestellt ;) ), darum labern wir viel und erklären auch unnötigerweise.
wir bescheißen, wie in allen branchen ;)
und wir können es wie ein natürlicher unfall aussehen lassen:(


vg
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error
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von error »

Meine persönliche Statistik zu Silence Bremsen sieht anders aus: da gibt es die Ignoranten, die ihre Karre seit zwei Wintern nicht mehr angesehen haben. Die haben ihre eigene Philosophie und interessieren sich nicht mal für blaue Scheiben.

Die Reku-Bremser und Segler, bei denen die Bremsen niemals richtig initial eingebremst wurden und die anscheinend mit 30% Bremsleistung leben können. - Das lässt sich mit 2-3 beherzten Bremsungen auf dem Hof fixen. Merken die aber sowieso nicht.

Dann wären da noch die "meine Bremse quietscht beim schieben Pedanten", die glauben ihre Bremse explodiert demnächst. Die lasse ich gern selbst entscheiden was gemacht werden soll. Scheitert dann sowieso meist am Preis.

Am liebsten sind mir die "mein Druckpunkt hat sich irgendwie verändert, kannst du mal schauen?" Die fahren seit 10.000 km ohne Probleme über Jahre. Mit denen kann man wenigstens auf Augenhöhe reden. 8-)

Bisher hatte ich noch keine Begegnung mit jemand der so ein "Wassersuchgerät" besitzt.

Bremsflüssigkeit lässt sich auch sehr gut an der Farbe einschätzen. (Meine Meinung)

Und ja, ich habe bei 16.000km schon mal zwischendurch die Flüssigkeit gewechselt. Ist wohl auch wieder fällig, irgerndwann. Aber nicht weil die Bremse nicht tut. Scheiben und Beläge sind komischerweise noch top. Keine Ahnung was ich falsch mache. Bin eigentlich eher der Tiefflieger und Vollbremser wenn die Ampel mal wieder zu hellrot zum noch drüberheizen war. - Immer zwei Finger auf dem Bremshebel.

Kurz: bei artgerechter Haltung sind die Silencebremsen "bombproof".
Zuletzt geändert von error am Mi 9. Sep 2026, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Falcon
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von Falcon »

error hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 11:05 Bisher hatte ich noch keine Begegnung mit jemand der so ein "Wassersuchgerät" besitzt.
Bremsflüssigkeit lässt sich auch sehr gut an der Farbe einschätzen. (Meine Meinung)
ja, anhand der farbe (braun/schwarz) läst sich sehr gut feststellen :)

in den werkstätten in denen ich lehre und gearbeitet habe, hatte wir immer ein prüfgerät, allerdings etwas genauer und mit analog anzeige.
im privaten braucht das auch keiner, außer die erfahrenen hardcore bastler, die schätzen das :)


bei den chinesischen rollern, insbesonders die E-roller, sollte man unbedingt schon nach kaufdie kompletten flüssigkeiten wechseln, die erfahrung hat gezeigt, dass da irgendwas drin ist, aber aber keine bekannte marke.

vg und gute fahrt weiterhin :)
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von Wizzibizzi »

error hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 09:51 Ich behaupte so eine Silence lässt sich mit etwas Liebe und Aufmerksamkeit ewig fahren. Vom Konzept her gibt es keine Alternativen auf dem Markt. Klar ärgere ich mich gerade wieder über eine nicht funktionierende Telemetrie und die für die Fehlersuche investierte Zeit, aber wenn ich mich auf ein Fahrzeug beschränken müsste, würde es die Silence sein.

Neben den Ur-NIUs gehört die Silence inzwischen als Youngtimer zu den am besten erforschten Geräten hier im Forum. Das hilft bei Problemen ungemein.
...das ist jetzt aber eine sehr wohlwollende Einschätzung, in meinen Augen (man ist fast geneigt von "Schönreden" zu sprechen ;) ). Natürlich ist die Silence gut "erforscht" - zwangsweise, weil sie eben auch mit einer Unmenge an technischen und mechanischen Problemen vom Band kommt. Als Bastelobjekt ein Traum, für Menschen die eigentlich nur damit fahren wollen dann aber schon eher ein Albtraum.

Ich bin jedenfalls froh nicht mehr auf meine Seat Mó angewiesen zu sein (dank der sehr zuverlässigen und gar nicht vergleichbaren BMW CE04), der letzte Totalausfall von über 6 Monaten Dauer hat mir gereicht. Ich kann jeden verstehen der darauf keine Lust hat, dazu gibt es dann eben doch viel zu viele & deutlich bessere Alternativen am Markt. Aber für Hobbybastler bleibt sie ein Träumchen! :P

Beste Grüße, Wizzibizzi
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error
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von error »

Wizzibizzi hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 12:57 ...das ist jetzt aber eine sehr wohlwollende Einschätzung, in meinen Augen (man ist fast geneigt von "Schönreden" zu sprechen ;) ). Natürlich ist die Silence gut "erforscht" - zwangsweise, weil sie eben auch mit einer Unmenge an technischen und mechanischen Problemen vom Band kommt. Als Bastelobjekt ein Traum, für Menschen die eigentlich nur damit fahren wollen dann aber schon eher ein Albtraum.

"Eigentlich nur fahren" ist ein krasser Unterschied zu dem was ich wirklich meine. - Das geht mit keinem Roller ohne Spuren zu hinterlassen.

Glücklicherweise gibt es auch bei Silence sowas wie Modellpflege. Das ist nur hier im Forum bisher bis auf Sevcon/Votol kein/kaum Thema gewesen.

Meine Silence ist inzwischen 5 Jahre alt. Wenn ich Zustand und Zukunftaussichten mit anderen Fahrzeugen dieses Baujahres vergleiche, stehen die gewiss nicht besser da oder haben ähnliche Probleme gehabt. Da muss ich nichts schönfärben.

Mir geht es um Dinge wie Fahrleistungen und Sitzposition sowie Alltagstauglichkeit. Für mich passt das. Ich fahre meine Silence bis auf den Dämpfermod der Gabel 100% im Originalzustand.

Aber ich bin nicht repräsentativ mit meiner Meinung, weil ich halt selbst schraube. Insofern muss ich dir wohl in vielem recht geben. :mrgreen:

Sie ist allerdings nicht so schlecht wie sie oftmals dargestellt wird. Und ja, ich habe genug Vergleichsmöglichkeiten. Eigentlich habe ich alle aktuellen Roller gefahren, nur BMW nicht.
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von botzino »

Ich stimme @error vorbehaltlos darin zu daß die Silence S01 oder eben meine Seat Mó ein herrliches Fahrzeug ist - wenn sie denn läuft.
Auch ich habe seinerzeit vor 3 Jahren mit Blick auf "wartungsarm weil Elektroantrieb" meiner Mó den Vorzug vor einem anderen Verbrenner gegeben derer ich schon einige fuhr, Jahreslaufleistung ca 7-8 tkm per Jahr.
Bin aber eben nach etwa 2 Jahren auch auf den Trichter gekommen daß Mo's Fahrwerk genauso viel Zuwendung und Wartung braucht wie das jedes anderen 'rollenden' Gefährts, ganz antriebsunabhängig. Das hatte ich irgendwie vergessen 🙈.
Nun, wo liegt abgesehen vom Antrieb, der größte Verschleiß? Meiner Meinung nach die Radlager und Bremsen, eventuell auch Lenkkopflager.
Radlager lassen sich erwiesenermaßen selbst wechseln. Vorne ein Kinderspiel. Hinten muß man schrauben können, habe es hier im Forum beschrieben weil selbst durchgeführt (bei V3 Antriebsversion, also mit Sevcon Controller, meiner Bj 2001).
Bremsen überholen und Beläge wechseln klappt auch gut in Eigenarbeit.
Was kann es sonst noch an Problemen geben derer selbst nicht habhaft zu werden sein kann? Meiner Meinung nach nicht soviel.
Natürlich setze ich voraus daß die Elektronik nicht rumspinnt (controllerseitig also).
Ansonsten kann man fast alles selbst machen. Natürlich eine Frage des Aufwandes und der handwerklichen Möglichkeiten.
Aber andere, vergleichbare Fahrzeuge?
Nur soviel: als meine Mó wegen Lagerschaden am Hinterrad "gelähmt" zu Hause stand und ich noch keine Ahnung hatte ob ich das selbst reparieren können würde habe ich tatsächlich eine BMW CE-04 probegefahren. Die stand als Gebrauchtfahrzeug in einem hiesigen BMW-Motorradhaus zum Verkauf. Einige Jahre auf dem Buckel, 10.000 km gelaufen. Was soll ich sagen? Umgerechnet 12.000 Euro, das Fahrerlebnis machte den Preis nicht wett. Und die Reichweite von (nach Händleraussage maximal) 95 km im Sommer, bei nicht herausnehmbarem Akku - unter allem Niveau bei heutiger Akkutechnik (für meine Mó habe ich 2 Akkus, kann also problemlos zuhause wechseln und habe damit eine Reichweite von 200km täglich (im Nahbereich, der Akkuwechsel muß ja zuhause erfolgen).
Die Akkutechnik der BMW CE-04 ist eben definitiv mindestens 5 Jahre alt, seitdem hat sich eine Menge auf dem Gebiet getan. Der einzige Vorteil bei der BMW ist das selbst hier in Schweden recht gute Händler- und damit Servicenetz. Da hätte ich den Lagerwechsel natürlich selbst nicht in Angriff genommen sondern der Werkstatt übergeben. Hätte dies dann aber definitiv monetär kompensieren müssen, und das ist wirklich intensiv.
Ergo: wie @error schreibt, selbst schrauben können ist von Vorteil und kann man das leisten kann eine Silence (oder Mó) laufen und laufen und laufen...
Mein Tip: nicht aufgeben (Laufleistung meines Rollers bis jetzt: 21.000km).
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von Claudia »

Hallo zusammen,

vor 11 Tagen habe ich die Reparatur des Zündschlosses an meinem Roller beauftragt. Darauf habe ich keine Antwort erhalten. Vielleicht ist das Zündschloss inzwischen bestellt und wird irgendwann eingebaut. Vielleicht erhalte ich dann die Nachricht, dass ich meinen Roller mit repariertem Zündschloss abholen kann. :?

Wie lange würdet ihr auf so eine Nachricht warten?

Nachfragen bringt sicher nichts. :cry:

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche.
Peter51
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von Peter51 »

In der Zeit hätte Pfriemlet dir locker ein neues Zündschloss 'reingepfriemelt. Vielleicht bei Kaffee und Kuchen?
E-Max 90s von 2012 - Vmax>46km/h - km-Stand >5150 - 16x Littokala 51,2V 105Ah = 5kWh. JK-B1A24S15P - Sevcon Gen4
E-Max 110s von 2010 - Vmax>50km/h - km-Stand >1.800 - 4x Littokala 72V 50Ah = 14,4kWh
E-Max 120s von 2015 - Vmax 80km/h - TÜV 03.2026 - 72V100Ah LFP-Akku - JK-B2A24S15P Balancer BT - MQ Controller BT
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von Falcon »

ich würde nicht länger als 1 woche auf nachricht warten.
ansonsten würde ich hingehen und den auftrag stornieren und das gerät abholen, notfals mit anhänger

vg
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Wenn ich sterbe, will ich friedlich gehen. So wie mein Großvater im Schlafe ... und nicht laut kreischend wie sein Beifahrer. :o
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Re: Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)

Beitrag von error »

Leute bleibt locker. Das Teil kommt aus Spanien. 11 Tage sind nicht 11 Arbeitstage. Klar lässt sich nachfragen. Aber eine Woche Frist? Das kannst du als letzte Frist ansetzen wenn der Laden seit Ewigkeiten nicht auf Anfragen reagiert.

Die Kiste steht nun mal beim Händler, der Auftrag ist erteilt, jetzt heisst es fair bleiben und den Jungs eine Chance geben.

Ich glaube @Pfriemler hat die besseren Kontakte. Vielleicht kann er...?
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