MQI-Berlin hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 15:08
In der aktuellen Make ist ein Artikel, wie bei einem Solarspeicher, dessen Akkus vollkomme entladen waren, das Flag, welches das BMS setzt uund dass dann ein weiteres verwenden dieses Akkupaks verhindern, doch zurückgesetzt werden kann.
In
https://www.heise.de/select/make/2026/5 ... 4276368905
Make 5/2026 S. 50
Gebrickten Solarspeicher wiederbeleben
Ein 2-kWh-Jackery-Heimspeicher war unbrauchbar, nachdem er tiefentladen wurde. Mit einem E-Bike-Ladegerät und einem Debugger für 6 Euro habe ich ihn wiederbelebt. Wie, und was das über die Reparierbarkeit moderner Batteriesysteme verrät, erzähle ich in diesem Artikel.
von Marcus Hansson
Wird das ganze sehr schön beschrieben.
Vielleicht kann das jemand, der die im Artikel beschriebene Hardware hat, das mal überprüfen. Es würde, wenn es ähnlich läuft, doch so manchem Akku-Pack das 'Leben' Retten.
Hallo MQI-Berlin,
ich habe inzwischen den 4-kWh-Solarakku ( Ich möchte die Marke bewusst nicht nennen, da dieses Problem offenbar nur bei meinem Gerät auftritt. Andere Nutzer könnten dadurch unnötig verunsichert werden, obwohl ihre Erfahrungen möglicherweise völlig anders sind. Deshalb beschreibe ich lieber sachlich, was passiert ist, ohne vorschnell die gesamte Marke dafür verantwortlich zu machen.) auseinandergebaut und beim Wertstoffdepot in Lahe abgegeben.
Außerdem habe ich bereits einen der beiden NIU-Akkus mit 35 Ah zerlegt und ebenfalls dort entsorgt. Der Grund dafür ist, dass alle drei Akkus tiefentladen waren. Unter diesen Umständen wollte und konnte ich keine Verantwortung mehr dafür übernehmen, dass die Akkus möglicherweise noch sicher betrieben werden können. Insbesondere bei Lithium-Akkus besteht nach einer Tiefentladung ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Selbst wenn sie äußerlich unauffällig wirken, lässt sich nicht zuverlässig einschätzen, ob sie beim Laden oder im späteren Betrieb überhitzen oder im schlimmsten Fall Feuer fangen.
Aus diesem Grund habe ich die Akkus auch nicht hier im Forum zum Verkauf angeboten. Ich hätte es nicht verantworten können, gebrauchte und möglicherweise beschädigte Akkus weiterzugeben, ohne garantieren zu können, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Auch ein Hinweis auf die Tiefentladung hätte daran nichts geändert, da sich der tatsächliche Zustand der einzelnen Zellen und der Schutzschaltung kaum zuverlässig beurteilen lässt.
Leider nimmt der Wertstoffhof in Lahe bei Hannover keine kompletten Akkus an ( Stand 01.2026 ) . Das ist aus meiner Sicht sehr bedauerlich, denn dadurch wird eine sichere und unkomplizierte Entsorgung unnötig erschwert. Gerade bei großen Lithium-Akkus wäre eine geeignete Annahmestelle mit entsprechend geschultem Personal dringend notwendig.
Wenn solche Akkus nicht angenommen werden, besteht die Gefahr, dass manche Besitzer aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit falsche Wege wählen. Immer wieder hört man davon, dass alte Akkus irgendwo abgestellt, in Gewässern versenkt oder anderweitig unsachgemäß entsorgt werden – teilweise sogar in der Leine oder in Kanälen. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern kann auch für Menschen, Tiere und die Einsatzkräfte gefährlich werden.
Meiner Meinung nach sollte es deshalb flächendeckend klare Anlaufstellen für die Rückgabe kompletter E-Bike-, Roller- und Solarakku-Systeme geben. Die Annahme sollte möglichst einfach, kostenlos und ohne großen bürokratischen Aufwand erfolgen. Nur so lässt sich verhindern, dass beschädigte oder tiefentladene Akkus zu einem Sicherheits- und Umweltproblem werden.
Ich hoffe, dass sich bei den Entsorgungsmöglichkeiten künftig noch etwas verbessert. Bis dahin kann ich nur empfehlen, tiefentladene oder beschädigte Akkus keinesfalls eigenständig zu laden oder weiterzuverkaufen, sondern vorher bei der zuständigen Entsorgungsstelle nachzufragen.