E-Retro Blei Umbau auf LFP

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Fasemann
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Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von Fasemann »

Die Teile gehen bei Temperaturen über 15 Grad leichter auseinander, das ansetzen des Tunnels unter der Sitzbank ist beim ersten Mal etwas kompliziert. Wenn du es soweit auseinander hast , dann zieh gleich die Schrauben hinten, unten, innen vom kleinen Kotflügel nach , bzw. da die selbstsichernden Muttern drauf. Das ist Innen unter der Verkleidung wo die beiden Seitenteile aufhören.

Prüf auch Mal ob der Lenker in beide Richtungen gleich weit geht und der Anschlag hart ist, sonst ist da auch die Bremsleitung eingeklemmt. Sieht man vielleicht auch ohne die Montage vom Scheinwerfer von unten .
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Von 2017 an 2x GoE zusammen mit 25 Tkm verkauft 4/24.
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Dieter F.
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Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von Dieter F. »

Fasemann hat geschrieben: Do 29. Jan 2026, 16:26
Prüf auch Mal ob der Lenker in beide Richtungen gleich weit geht und der Anschlag hart ist, sonst ist da auch die Bremsleitung eingeklemmt. Sieht man vielleicht auch ohne die Montage vom Scheinwerfer von unten .
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Das habe ich kontrolliert, keine Probleme!
Dieter F.
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Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von Dieter F. »

Meine erste Ausfahrt bei diesem kalten Wetter. 1°C + zeigt das Thermometer und es ist einigermaßen trocken auf der Strasse. Es geht nur um eine kleine Besorgungsfahrt, gleichzeitig geht es mir aber auch um die Praxistauglichkeit meines Batteriekonzepts. Als Datenbeobachter diente mein Smartphone und Bildschirmrecorder der die ersten Kilometer des BMS aufzeichnen soll. Der ECO Modus war schon zu Beginn nicht meine Einstellung und dient eher der Bleiarchitektur. Allenfalls wenn das Fahrzeug schon rollt kann man ihn gebrauchen, aber zum anfahren ist das nichts. Die BMS Aufzeichnung zeigt es deutlich, ca. 20Amp. ECO, 25Amp. Normal und maximal 30Amp. für die Sporteinstellung. Schon im Anfang meines Umbaues und kurzen Test zeigt sich deutlich eine Verbesserung im Fahrverhalten und Spritzigkeit. An der Ampel stehend und mit aufgelegter Hinterradbremse, Gasgriff im Anschlag, den Sportmodus aktiviert, zieht der Roller mit seinen maximalen 2kw beim lösen der Bremse so ab. Die Varianten in Benzin haben keine Chance, die Tachonadel erreicht ihr Zenith in wenigen Sekunden bis zu der Abregelung. Das Fahrzeug läuft spontan um die 46-47km/h laut GPS. Das ist doch was und das reicht vollkommen. Jetzt waren es nur 7.5Kilometer an Teststrecke und das BMS zeigt bei dieser Testfahrt 85% Restkapazität an. Das ist viel, denke ich, aber ein Pferd was laufen soll muss was zu fretten haben. Also verschiebe ich bedingt durch das Wetter reelle Reichweitenfahrten erst einmal.

Da ich ein zweites LFP Projekt angehe, wollte ich die erste Batterie nicht zu sehr stressen und eine Messung der maximalen Reichweite verschiebe ich bis zu der zweiten Batterie. Der Ladevorgang ab 85% bis zu der Sättigung, Batterie nimmt nur noch sehr wenig Strom auf, vergingen gut 30 Minuten. Mein Konzept funktioniert perfekt, so wollte ich es haben. Das BMS habe ich vorsorglich etwas gezähmt und mit 35Amp. maximalen Strom eingestellt. Würde mehr als 35Amp. fließen fliegt es nach zehn Sekunden heraus. Dazu auch der maximale Ladestrom mit 15Amp. begrenzt. Beides wird nicht abgeregelt, es ist nur eine Sicherheitseinstellung von meiner Seite aus. Es entspricht auch den LFP Parametern die möglich sind.

Bei der sau kalten Fahrt viel mir die Batterietemperatur auf. Immerhin ca 12°C+ von Beginn an mit 7.5°C+ was mir zunächst viel erscheint. Ich überlege hier das Thermisch etwas zu entzerren, aber dafür muss es erst einmal richtig warm sein um es dann zu entscheiden.
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E-Bik Andi
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Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von E-Bik Andi »

Wie schon gesagt wurde, ist die Kapazität etwas gering. Die Zellen haben mit 1,5C schon was zu tun, wie man an der steigenden Akkutemperatur trotz Kälte sieht. Mehr Kapazität würde nicht schaden :D
Liebe Grüße
Andi
Dieter F.
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Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von Dieter F. »

Ich habe vor einen zweiten Akku für das Helmfach zu bauen. Mein Vorhaben liegt darin, dass ich die zweite Batterie beliebig einsetzen kann. Bei Bedarf (Kurzstrecke) also auch nur mit einem fest eingebauten Akku fahren könnte. Ich habe das natürlich hin und her überlegt und wenn ich mir die alten Daten des Retro Star Li ansehe, habe ich 1.280kw theoretische Leistung. Das ist nicht weniger als bei der Li Version. Es ist schon richtig, besser ist es die Batterie zu entlasten. Bei der Retro Li Version dürfte die Batterielast auch nicht anders aussehen als bei meinem Projekt, eher stehe ich mich besser damit. Alleine schon wegen der 64Volt und nicht 48 Volt. Ich glaube aber auch nicht, dass ich mehr als 40km fahren kann, das wird wohl um die 30km liegen. Bei einem Verbrauch von ca. 35Watt/1km (Li Version) sind es theoretisch 35km. Dazu kommt meine Überlegung, bei nur einem Akkusystem ist das schon ziemlich stressig wenn länger gefahren werden sollte. Die LFP Rund-Zellen sollen sehr gut sein, aber zwischen den technischen Daten der Zellen und der Praxis liegen manchmal Welten.

Gruß Dieter.
Dieter F.
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Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von Dieter F. »

Hallo Leute,

ein kleines Update was so mein E-Roller mit meinem Batteriekonzept macht. Es ist schönes Wetter und ab auf den 45er E-Hobel! In der Stadt zunächst eine Besorgungsfahrt, alsdann in Richtung ländlichen Gefilde um die LFP Batterie doch mal etwas zu ärgern. Im „Normal“ Modus reicht es vollkommen und der zieht gut weg. Also habe ich mich zunächst daran gehalten die maximale Geschwindigkeit damit auszurichten. Ja, wo 30 ist, sollte man auch 30 fahren, habe ich auch! Die etwas lang gezogene Strecke hat ein stetiges leichtes Gefälle. Die Batterieanzeige geht dabei noch nicht einmal aus dem rechten Bereich merklich heraus. Die selbige Strecke zurück, da sieht es schon anders aus und die Anzeige bequemt sich tatsächlich aus dem Anschlagbereich mit gut einer Zeigerbreite. Der Spannungswert stimmt tatsächlich, wäre dieser im roten Bereich wären es ca. 55Volt also 2.75Volt je Zelle was schon ziemlich leer wäre.

Aber soweit wollte ich meinen Umbau nicht stressen und der Blick auf das Smartphone zeigt bei ca. 21km gefahrene Strecke 51% Ladestand. Am stressigsten für die LFP Batterie war der Rückweg mit stetiger Steigung und maximaler Geschwindigkeit im „Normal“ Modus. Manchmal reichte es noch bis 45km/h manchmal ging es aber auch nur mit 40km/h. Finger weg vom „Sport“ Modus, der hätte es in der Steigung rausgehauen und es wären so max. Speed auch möglich gewesen. Die LFP Batterie wäre so viel schneller leer und ich behalte mir es für eine zweite parallele LFP vor.

Jetzt habe ich den E-Roller einen kleinen Stresstest unterzogen und ich denke mir, dass im „ECO“ Modus auch weit mehr drin steckt oder eben im „Normal“ Modus und kein Vollgas weit mehr als 30km mit nur einer Batterie gefahren werden könnte, vielleicht sogar 40km. Mein Ladekonzept scheint gut aufzugehen. Von anfänglichen 51% auf 85% vergingen 40 Minuten Ladezeit. Bei 96% waren es 55Minuten, aber hier ist die Grenze des messbaren. Für die Sättigung waren es 60Minuten. Der Charge-Vorgang wird mit einer einzigen Zelle über 3.650Volt abgeschaltet und das BMS arbeitet kontinuierlich weiter. Eigentlich ist die LFP erst voll wenn alle Zellen 3.650 Volt erreicht haben. Die reelle Ladung dürfte so um die 97-98% sein. Also niemals wirklich 100%. Man könnte mit einem kleinen Ladestrom bis 73Volt nachladen, aber wirklich sinnig ist das aus meiner Sicht nicht. Weiterhin dürfte es auch stressig für die Zellen sein.

20km Vollgas im Normalmodus fahren und 60Minuten nachladen bis die Batterie wieder voll ist, ist für mich ein sehr guter Wert. Die Ladezeit würde sich sogar noch auf 30Minuten verkürzen lassen, aber auch hier geht es auf die Lebensdauer der Zellen. Mit ca. 680Watt Ladeleistung wird die LFP Batterie schon recht schnell voll.

Gruss....
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E-Bik Andi
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Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP

Beitrag von E-Bik Andi »

Hast gut plausibel dargestellt- genau so sieht die Realität aus. Um die Akkus weniger beim Fahren und Laden zu stressen...verdreifache die Kapazität :D
Ich habe mein System auf 60V ausgelegt und fahre 3x30Ah parallel verschalten. Also 90Ah. Die Zellen werden null gestresst-weder beim Fahren, noch beim Laden. Dann kannst Du die Ladestärke auch locker verdoppeln und entlastest sogar die Einzelzellen mehr als jetzt :-)
So erhöhst Du die nicht nur die Reichweite, sondern verkürzt die Ladezeit pro Kilometer und schonst die Zellen.
Liebe Grüße
Andi
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