PV Anlagen Besitzer hier ?

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Der mit dem Strom fährt
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von Der mit dem Strom fährt »

Dr_Tron hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 01:14
guewer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 00:39 Sind ja meist nur wenige Tage im Winter, wo Batterien unterstützend einspringen müssten.
Stimmt schon. Sind im worst case so 1.5 TWh pro Tag fuer Deutschland. Sagen wir, wir muessen drei Tage zu ueberbruecken, also ungefaehr 5 TWh Speicher.
Pufferbatterien fuer Solar kosten, wenn's billig ist, 500 EUR pro kWh. Also 5 Mrd. kWh mal 500 EUR macht 2.5 Billionen EUR, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe. Abzueglich Mengenrabatt, natuerlich.
Aber ab Tag 4 wird's eng...
;-)
Der Preis pro kWh ist mal viel zu hoch. Pylontech US 5000 gibst für unter 750 Euro mit 4,8 kWh.
Abgesehen davon können (und werden auch schon) alte Autobatterien dafür verwendet, die zu wenig Leistung für das Auto haben, aber noch genug für den stationären Einsatz.
Dann kommt hinzu, dass die erneuerbaren Energien niemals 24 h in ganz Deutschland auf 0 gehen werden. Auch weil wir Wasserkraft nutzen...
Und wir haben jetzt schon 30 Pumpspeicherkraftwerke in D, die auch von den benötigten Batterien noch abgezogen werden müssen.
Jetzt kannst du nochmal neu rechnen...
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von Dr_Tron »

Der mit dem Strom fährt hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 01:41 Jetzt kannst du nochmal neu rechnen...
Bei dem Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken meckern doch die Gruenen dauernd. Wie im Schwarzwald, z.B.
Derzeit installiert sind ca. 40GWh, oder 0.04TWh. Macht den Kohl nicht fett.

Aber gut, sind wir meinetwegen nur noch bei einer Billion. Ob's darauf dann noch ankommt...?
Wir werden sehen. In der Zwischenzeit setzen wir lieber auf SMR's. Ist vermutlich sinnvoller.
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von Afunker »

guewer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 00:39
Wetten, dass das mit Batteriespeichern im großen Rahmen trotzdem funktionieren würde?

Aber selbst innerhalb eines Staates würde die Stromversorgung per regenerativer Energien auch im Winter funktionieren. Der Batterie (nicht dem Wasserstoff! => Totgeburt!) gehört da die Zukunft. Sind ja meist nur wenige Tage im Winter, wo Batterien unterstützend einspringen müssten.
Ja doch in Kombination mit Wasserstoff!
Wasserstoff als Stromspeicher nehmen und bei Flauten von Solar und/oder Wind, sauberer in umgestellten Gaskraftwerken verbrannt.
Die Abwärme dann in Fernwärmeleitungen gebracht? Mal daran gedacht?
Jaja, der Habeck hatte irgendwie vorausgedacht, konnte es aber nicht weiter umsetzen...und nun will die jetzige Regierung eine Rolle rückwärts machen!
Ich blicke da nicht mehr durch...
Gruss Helmut

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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von rainer* »

Dr_Tron hat geschrieben: Di 19. Mai 2026, 21:31Erpressbar werdet Ihr immer sein. Der Grund ist, dass die erneuerbaren Energien viel zu volatil sind, um eine ordentliche Grundlast bereitzustellen. Und auch das europäische Verbundnetz kann da nur begrenzt helfen (wenn alle anderen Länder auch auf Erneuerbar umstellen sollten).
Das denke ich nicht. Strom kann man mit HGÜ mit weniger als 10% Verlust von Norwegen bis Portugal transportieren. Es ist nicht in ganz Europa gleichzeitig Windstille, bedeckter Himmel und Dürre. Die einzelnen Erzeuger gleichen sich aus, die Sonnenstände sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Wasserkraftwerke lassen sich ggf. zu Pumpspeicherkraftwerken ertüchtigen. Biogasanlagen müssen nicht gleichmäßig durchlaufen und immer gleichmäßig viel Strom produzieren. Der Verbrauch kann teilweise der Last folgen - Großverbraucher wie Aluelektrolysen können auch mal 30 Minuten Verbrauchspause machen. Das geht schon - aber zur Stabilisierung des Stromnetzes braucht es (unwirtschaftlich zu betreibende) Gaskraftwerke.

Und wenn wir Deutschen denken, wir währen Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien - Nein, das sind wir nicht. Wir stellen und nur etwas dümmer an, als andere:
Bild_2026-05-20_102315316.png
Die Grafik zeigt das Verhältnis der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Verhältnis zum jeweiligen Inlandsverbrauch.
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von E-Bik Andi »

@rainer
der Vergleich mit Norwegen hinkt extrem, da sie mit über 1700 Wasserkraftwerken den Strom zu über 90% erzeugen- Wind und Sonne spielen da fast keine Rolle. Wir haben aber keine Wasserkraftwerke in dem Ausmaß und auch nicht die Topographie von Norwegen. Das wäre genau so, als wenn ich sagen würde: "Island erzeugt den Strom regenerativ". Das sind gut 30% Geothermie und 70% Wasserkraft. Wir sind aber in Deutschland!!! Wind und Sonne können das nicht bringen- falscher Breitengrad dafür. Bei mir in Kenya scheint jeden Tag 12 Stunden verlässlich die Sonne- PV....null Problem. Hier in Deutschland ist es ein Witz was man an PV Fläche braucht gegenüber dem Ertrag- genau so mit den Akkus. Da gibt es eine schöne Rechnung, wie viel Grundfläche an Akkus man bräuchte, um Deutschland bei Wind und Sonnenflaute zu verorgen- das geht weder Flächen- noch Kostenmäßig :lol: Eine industrielle Wirtschaftnation will man doch nicht ernsthaft so aufrecht erhalten können? Wir müssten wie unsere Nachbarländer die Atommeiler reaktivieren oder/und auch Neue bauen. Anders gehen wir wirtschaftlich unter, da wir den Strommix teuer aus dem Ausland beziehen müssen.
Man sieht ja wohin der grüne Ökowahnsinn geführt hat: die Industrie wandert ab, täglich hunderte Insolvenzen usw.
Bei mir hört das Thema auf, wo die Logik und der Realismus einsetzt.
Liebe Grüße
Andi
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von Der mit dem Strom fährt »

Ich dachte immer, Europa hat mehr Länder ;)

Hier gibt es mehr Daten (von 2024):
https://solar.red/anteil-erneuerbare-energien-europa/
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von rainer* »

E-Bik Andi hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 11:24der Vergleich mit Norwegen hinkt extrem, da sie mit über 1700 Wasserkraftwerken den Strom zu über 90% erzeugen- Wind und Sonne spielen da fast keine Rolle.
...es ist nicht nur Norwegen auf der Liste. Erkläre es bitte den Dänen, das ihr Stromnetz ohne Wasserkraft gar nicht funktionieren kann. Und auch wenn die Dänen eine "Südsee" haben, sind die nicht mehr von der Sonne verwöhnt als Deutschland.
Und Norwegen habe ich absichtlich in die Liste gesetzt, weil sie eben dank Wasserkraft auch das Wasser mit dem Strom aus Nordlink den Berg wieder hochpumpen können - Norwegen stellt uns auf diesem Weg Speicher zur Verfügung.

Ich kann mich noch an Aussagen (insbesondere der Stromkonzerne) in den 80er und 90er Jahren erinnern, das mehr als 20% erneuerbare Energie im Stromnetz überhaupt nicht funktioniert, dann würde alles zusammen brechen....

@Der_mit_dem_Strom_fährt: War eine exemplarische Liste. Dein Link ist natürlich besser.
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von Dr_Tron »

Afunker hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 10:18 Wasserstoff als Stromspeicher nehmen und bei Flauten von Solar und/oder Wind, sauberer in umgestellten Gaskraftwerken verbrannt.
Die Abwärme dann in Fernwärmeleitungen gebracht? Mal daran gedacht?
Die Idee ist nicht neu und nicht erst von Habeck erdacht (hab' den uebrigens mal persoenlich getroffen, als er als Umweltminister von SH bei uns auf der Anlage war - was fuer ein Ar...).
Das Problem ist, dass a) der Wirkungsgrad von Strom aus PV/Wind zu Wasserstoff, dessen Speicherung und dann wieder zu Elektrizitaet im Gaskraftwerk so ungefaehr bei 10% liegt. Also eine Riesenverschwendung. Und b), dass sich ein Gaskraftwerk nicht wirtschaftlich betreiben laesst, wenn es nur ein paar Stunden im Jahr laufen muss. Also muss man quasi die Bereithaltung von Netzleistung subventionieren. Was die ganze Geschichte zwar technisch moeglich, aber ziemlich teuer macht und dem Prinzip von guenstiger Energie fuer eine gesunde Volkswirtschaft zuwider laeuft.
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von guewer »

Dr_Tron hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 13:44 Das Problem ist, dass a) der Wirkungsgrad von Strom aus PV/Wind zu Wasserstoff, dessen Speicherung und dann wieder zu Elektrizitaet im Gaskraftwerk so ungefaehr bei 10% liegt. Also eine Riesenverschwendung.
Das ist genau meine Meinung. Wasserstoff ist als Speichermedium (also mit Strom Wasserstoff gewinnen) vollkommen ungeeignet, weil ca. 70 % der eingesetzten elektrischen Energie bei den Umwandlungsprozessen verloren geht.

Batterien sind da viel effizienter, mit nur ca. 15 % Speicherverlusten beim Reinspeichern. Und "lagern" lässt sich der Strom bei Batterien auch ausreichend lange. Es geht ja nur um die Dunkelflauten, die maximal einmal 2 oder 3 Wochen, sagen wir großzügig 2 Monate, dauern *könnten*. Und in zwei Monaten verliert ein LiFePo-Akku höchstens einmal 15 %.

Wobei.... bei Dunkelflauten geht 's meistens nur um ein paar Tage, evtl. eine Woche. Mehr nicht.
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Re: PV Anlagen Besitzer hier ?

Beitrag von Dr_Tron »

guewer hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 14:00 Wobei.... bei Dunkelflauten geht 's meistens nur um ein paar Tage, evtl. eine Woche. Mehr nicht.
Bin ich ja bei Dir, dass Batterien effizienter sind als power-to-gas.
Aber wie ich oben vorgerechnet habe, um ganz Deutschland eine Woche mit Strom zu versorgen ist eine immense Kapazitaet erforderlich.
Selbst wenn jeder(!) PV mit Batteriespeicher fuer eine Woche im Haus haette, die privaten Haushalte machen nur ca. 25% des Stromverbrauchs aus. Die restlichen 75% sind Industrie, Handel, Gewerbe, etc.
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