Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

STW
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

Beitrag von STW »

@Wanderer:
Glückwunsch zum Kauf. Alles richtig gemacht. Probefahrt bei Händler, bei Händler gekauft, keine Pfennigfuchserei betrieben, und das richtige Fahrzeug für Deine Zwecke (auch wenn Du es häßlich findest - aber es gilt: Funktion geht vor Design).
Ob ich mir gleich eine 180km-Strecke für die Überführung antun würde glaube ich nicht - aber mit vorgeplanten und vororganisierten Ladehalts könnte das eine gute Eingewöhnungsfahrt werden.
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juhcon
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

Beitrag von juhcon »

Huch...im Affekt ebenfalls bestellt...hoffentlich schaffen sie die avisierte Lieferzeit. Ride on !
Beste Grüße,

Frederik
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Schnabelwesen
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

Beitrag von Schnabelwesen »

@juhcon,
dein Account wurde geknackt und für Sex-Werbung mißbraucht. Daher muss ich ihn sperren. Bitte neu anmelden!
Gruß Bertolt
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escokdi
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

Beitrag von escokdi »

Wanderer hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 09:10 Damals habe ich für mich festgelegt, dass in dem Moment, in dem ich bei einem Händler Ressourcen in Anspruch nehme, ich die Sache entweder gar nicht oder bei diesem Händler kaufe. Ressourcen in Anspruch nehmen fängt für mich dabei beim Beratungsgespräch an, denn auch Mitarbeiterzeit kostet Geld.
Moin!

Erstmal Glückwunsch zum Jupp!
Und genau dieselbe Einstellung habe ich auch und deswegen bei den Trittbretthelden in KA bestellt.
(du auch, wenn ich deinen Bericht richtig interpretiere)

Welche Farbe? Falls ich mal einen sehe (bisher nicht, die Jupps scheinen wohl nicht so dicht besetzt in KA)... Hab ihn passend zur Haarfarbe bestellt - in silbergrau :lol:

Und mir ging es exakt wie dir, zurückgekommen in den Laden, breites Grinsen im Gesicht, sofort bestellt. :mrgreen:

Inzwischen warte ich bereits auf meinen zweiten Inspektionstermin...

Und weißt du was? Fahr mal an heutigen Tankstellen vorbei... ich hab da immer so ein ganz komisches Grinsen im Gesicht, wenn ich die aufgerufenen Fantasiepreise dort lese... ;)

Viel Spaß mit deinem Jupp!
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

Beitrag von Wanderer »

Hallo!

Ja, ich hab auch dort bestellt, und zwar in rot.
Sehen wirst Du mich im Raum KA aber eher weniger, weil ich zwischen Würzburg und Rothenburg zu Hause bin.

Viele Grüße
Rolf
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Jetzt geht es los

Beitrag von Wanderer »

So, jetzt wird es konkret: nachdem es noch ein paar Wirrungen mit einem an die falsche Adresse geschickten CoC gab, kann ich den Jupi morgen zulassen und dann abholen.

Interessant ist, dass der Jupiter GT 300 laut CoC ein efun Tiger 100 ist - zumindest steht das dort als Modell. Da gibt es also wohl Verflechtungen hinter den Kulissen. Ist aber letztlich egal, Hauptsache er fährt gut.

Viele Grüße
Rolf
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Schnabelwesen
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

Beitrag von Schnabelwesen »

Wanderer hat geschrieben: Mi 2. Sep 2026, 09:27 Interessant ist, dass der Jupiter GT 300 laut CoC ein efun Tiger 100 ist
Na klar, das ist immer so bei den Importen: In der CoC steht der Hersteller. Die Importeure labeln die um. Trinity ist aber regelmäßig dort und konfiguriert das neue Modell mit den Technikern und Kaufleuten.
Grade beim Jupi wurde die Technik des größeren Puma in den kleineren Tiger verpflanzt, also Akku, Controller, Motor.
Schöne Grüße, Bertolt
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

Beitrag von Wanderer »

Heute geht es los nach Karlsruhe, den Jupiter abholen.

Was ich übrigens interessant finde, sind die Leistungsangaben im CoC: Höchstgeschwindigkeit 100 km/h und Reichweite 201 km (der krumme Wert sind wohl umgerechnet 125 Meilen). Wohlgemerkt ist das ein GT 300 , also mit dem großen Akku.

Mein Eindruck ist also, dass der Hersteller sehr wohl über realistische Reichweitenangaben verfügt. Unsere üblichen Marketing-Reichweiten stammen also wohl vom Importeur

Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt, und ich freue mich schon sehr auf den neuen Roller.

Viele Grüße
Rolf
Markus Sch.
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Re: Meine Erfahrungen mit dem Jupiter GT

Beitrag von Markus Sch. »

Wanderer hat geschrieben: Fr 4. Sep 2026, 05:08 Mein Eindruck ist also, dass der Hersteller sehr wohl über realistische Reichweitenangaben verfügt. Unsere üblichen Marketing-Reichweiten stammen also wohl vom Importeur
Die 300 Kilometer Reichweite sind wohl so gemeint dass man 35 km/h nicht überschreitet. Was man ja in der Praxis ja auch nur selten tut...
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Erste Eindrücke

Beitrag von Wanderer »

So, es wird Zeit dafür, dass ich meine ersten Eindrücke vom neuen Roller festhalte. Ich bin vorgestern von Karlsuhe über Landstraßen und -sträßchen gute 200 km nach Hause gefahren, und gestern mal für ein paar Besorgungen hier in den Hauptort. Folgendes kann ich festhalten:

Der Roller fährt hervorragend. Ganz besonders positiv ist mir die Straßenlage aufgefallen. Während mein F8 ab etwa 70...75km/h auch auf guter Straße anfängt unruhig zu werden, liegt der Jupiter auch bei 100km/h noch völlig ruhig und satt auf der Straße. Dass das bei einem Zweirad so perfekt geht, war mir bisher nicht klar. Meiner Erinnerung nach lag selbst die Fahrschulvespa bei dem Tempo nicht so ruhig - aber das ist schwer zu vergleichen, weil ich damals ja noch nicht so gut fahren konnte.
Auf schlechten Straßen fahre ich bei gefühlt gleichem Geholper wie beim F8 etwa 10 bis 15 km/h schneller. Auch hier überzeugt das Fahrwerk
Auch in Kurven fährt der Jupi wie auf einer Schiene. Wenn man ihn in die Kurve gelegt hat, dann bleibt er in dieser Schräglage, bis man ihn wieder aufrichtet. Ob man zwischendurch bremst oder Gas gibt interessiert ihn nicht. Kurven fahren und aus der Kurve herausbeschleunigen macht richtig Spaß.
Der Gasgriff reagiert extrem feinfühlig. Das hat dazu geführt, dass ich mir irgendwann das runterschalten in die Fahrstufe 1 bei Ortsdurchfahrten gespart habe - man kann auch in Fahrstufe 2 ganz exakt 30km/h fahren, wenn das nötig ist.
Diese Eigenschaften verführen allerdings auch geradezu dazu, außerorts flott unterwegs zu sein. In Fahrstufe 2 ist die Leistung dazu auf jeden Fall vorhanden. Das habe ich schon ganz am Anfang gemerkt, als ich auf einer vierspurigen Straße aus Karlsruhe herausfuhr und ich an einer Ampel ganz vorn zu stehen kam. Direkt hinter der Ampel ging die zulässige Geschwindigkeit von 70 auf 100 km/h. Aus der Erfahrung heraus hatte ich schon weit vorne eine Haltebucht bemerkt, wo ich eigentlich vorhatte, anzuhalten und den ganzen Ampelpulk hinter mir vorbeizulassen. Doch dann kam grün, ich gab allmählich Gas (nein, nicht Vollgas) und bemerkte plötzlich, dass das Auto links neben mir immer noch links neben mir war, als der Tacho 95 zeigte. Mitschwimmen im Verkehr geht also auch Überland völlig selbstverständlich.

Zur Ausstattung: Die Featuritis macht sich auch bei Rollern bemerkbar. Der Jupi hat jetzt Keyless go, mit dem Ergebnis, dass ich ihn nach einer Pause beinahe nicht mehr anbekommen hätte. Man muss nämlich darauf kommen, dass man den Schalter erstmal hineindrücken muss, dann erscheint ein blauer leuchtender Ring um den Schalter, und dann kann man den Schalter auf Fahrt stellen. Wenn man es weiß, kein Problem.
Es gibt Android Car, und ich hatte eigentlich vor, mir die Navi-Anweisungen einblenden zu lassen. Das Koppeln per Bluetooth gelang auch, aber dann passierte nichts weiter. Laut Anleitung hätte es auf dem Rollerdisplay ein Popup geben sollen, das kam aber nicht. Die Ursache sehe ich aber eher bei meinem Handy als beim Roller. Also habe ich eben alle 3 Orte angehalten, mir die nächsten 3 Ortsnamen eingeprägt und bin dann weitergefahren. Geht auch, aber auf Dauer muss ich mir noch überlegen, wo ich einen Handyhalter anbringen kann. Eine USB-Buchse zum Aufladen des Handys gibt es an der perfekten Stelle an einer Handy-Ablage; das ist klasse gemacht.
Der Roller bietet noch 2 weitere Bluetooth-Geräte an, von denen ich noch herausfinden muss, was es ist - eines könnte das BMS sein. Mal sehen.
Das Topcase (ich habe das große für 2 Helme) ist echt riesig. Mein Integralhelm passt hinein, und daneben ist noch Platz für meine Motorradjacke. Das ist bei Ausflügen perfekt, dass man die Jacke beim Roller lassen kann.
Den Roller sollte ich auch nur mit Integralhelm fahren. Gestern bin ich mit Jethelm gefahren und bei meiner Größe (bin 1,77m) trifft mich dabei der Luftstrom, der von der Scheibe kommt, genau unter der Unterkante des Visiers ins Gesicht. Das ist recht unangenehm, und ich habe auch keine Lust, dass mir jedes Insekt von der Scheibe direkt ins Gesicht geschleudert wird. Ich würde das mal als Sicherheitsfeature verbuchen, damit man einen Integralhelm aufsetzt.
Die Scheibe wackelt bei Geholper beachtlich. Das liegt aber darin, dass sie nur in 2 Gummifüßen gehalten ist, und ist daher wohl so gedacht.

Der Roller lädt 21% pro Stunde in der Variante mit dem stärkeren Ladegerät. Das ist genau die gleiche Ladegeschwindigkeit wie beim F8 wenn der beide Akkus gleichzeitig lädt. Vor dem Vollwerden nimmt er dann die Ladeleistung zurück.
Es gibt einen Hinweis, dass der Roller spätestens alle 30 Tage aufgeladen werden muss, damir der Akku nicht leidet. Das sollte für mich als Ganzjahresfahrer kein Problem werden.
Die Reichweite dürfte bei meiner Fahrweise bei etwa 250km liegen, wenn ich ihn ganz leer fahren würde. Vorgestern bin ich 215 km gefahren und habe dafür 80% Akku verbraucht (von 100% auf 20%). Bei 22% habe ich auf einem geraden Streckenstück nochmal beschleunigt und 100km/ erreicht - der Roller wird also nicht vorzeitig langsam.


Ich persönlich sitze auf dem Roller sehr bequem, auch bei einer Fahrt über mehrere Stunden. Dabei bevorzuge ich die Position mit den Füßen unten. Die Füße nach vorn zu stellen fühlt sich für mich nicht so bequem an.
Während ich beim F8 das Gefühl habe, auf dem Roller zu sitzen, würde ich das Sitzgefühl beim Jupiter eher als "im Roller sitzen" bezeichnen - die Verbindung wirkt fester, und das ist sehr positiv. Möglicherweise kommt das daher, dass man den Mitteltunnel zwischen den Füßen hat.
Der Roller lässt sich sehr leicht auf den Hauptständer stellen - viel leichter als der F8 mit beiden Akkus, eher so wie der F8 wenn gar kein Akku drin ist.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob da, wo so viel Licht ist, auch Schatten ist. Ja, den gibt es auch, und er ist auch nicht ohne: Das Verhalten der Bremse ist sehr gewöhnungsbedürftig. Der Jupiter hat ABS, aber so, wie die Bremse sich verhält, hätte ich lieber eine ganz normale Bremse ohne ABS wie beim F8. Das Verhalten ist folgendermaßen: Wenn ich die Bremse betätige, (egal ob mit einem oder mit beiden Griffen), dann kommt die Bremswirkung gleich am Einsetzpunkt recht kräftig. Ich habe das gestern mal ausprobiert: Die schwächstmögliche Bremswirkung ist so, dass ich auf 15% Gefälle die Geschwindigkeit von 40km/h halte. Ich kann nicht schwächer bremsen, und auf geringerem Gefälle kann ich also bremsend keine konstante Geschwindigkeit fahren - da muss ich immer mit dem Bremshebel spielen, um das Tempo auf 2 km/h um die zulässigen Geschwindigkeit zu halten.
Wenn ich nun von diesem Einsetzpunkt her die Bremshebel weiter ziehe, dann passiert erstmal lange gar nichts - weder wird die Handkraft größer, noch wird die Bremswirkung stärker. Erst wenn die Hebel etwa 2/3 des Weges zum Lenker zurückgelegt haben, wird plötzlich die Handkraft höher und die Bremswirkung stärker. Man kann dann auch richtig hart bremsen.
Da werde ich mich dran gewöhnen müssen. Man muss mit der Mindestbremskraft rechnen, und dann muss man mit der Hand nur auf Gegenkraft drücken - so lässt sich das Verhalten beherrschen.
Da ich nicht sicher bin, ob der Vorführroller auch ABS hatte, nahm ich erstmal an, dass das bei einem Zweirad mit ABS eben nicht besser geht. Mittlerweile konnte ich mit einer Bekannten reden, die eine CB125R mit ABS fährt, und sie sagte mir, dass sie dieses Verhalten nicht kennt (ja, ich weiß natürlich auch, dass das eine ganz andere Qualitäts- und Preisklasse ist). Aber es geht also offenbar auch bei Zeirädern besser, und ich sage ehrlich, dass ich hier gerne 500 Euro mehr ausgegeben hätte, um ein besseres Ansprechverhalten zu bekommen.

So, das waren erstmal meine ersten Eindrücke.

Viele Grüße
Rolf
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