eRetro Star Umbau

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Pedator92
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Pedator92 »

Dieter F. hat geschrieben: So 28. Jun 2026, 16:12 Die Entladeschlusspannung von (2,65Volt) 45,05Volt sehe ich als total unrealistisch an. Das ist kein praktischer Wert! Der Wert liegt realistisch bei maximal 3,3-3,4Volt, also im besten Fall bei 56,1Volt. Dazu sollte man wissen, dass man eine Zelle die schon 3,4 Volt erreicht hat, keine 30Ampere mehr entnehmen kann. Im Bezug zu 10P wäre das 3Ampere je Zelle. Die Zelle hat aber nur maximal 3,5Ah. Bei einer Belastung von 3Ampere liegt die Messkurve bei etwas über 2,25Ah!!!
Die Zellen haben laut Hersteller und dem Datenblatt zu der Zelle einen Spannungsbereich von 2,5! bis 4,2 Volt, ob es wirklich praktisch ist die Zellen unter 3 Volt zu fahren steht auf einem anderen Blatt. Möglich ist das ohne Probleme und schadet der Zelle auch nicht. Somit wäre die entladeschlussspannung sogar bei 40 Volt. Allerdings würde ich nicht wirklich versuchen unter 45 Volt unter Last zu kommen weil da ist echt nicht mehr viel zu holen.

Was ebenfalls im Datenblatt steht, die Kapazität gemessen bei 3,5/7/10A Dauerbelastung > 3,47/3,43/3,38 Ah.
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Schnabelwesen
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Schnabelwesen »

Erstmal herzlichen Dank an @Tripanosoma für Foto, präzise Beschreibung und klare Fragestellung -
und vielleicht nachträglich mal ein herzliches Willkommen im Forum!
Du hast natürlich Recht: der "Klingeldraht" ist hochflexible Litze und Originalausstattung bei Daly (leider sogar mit einer speziellen Steckerform). Der Aufbau und die Kabelführung sehen wirklich sehr ordentlich aus.
Es gibt zahllose Li-Roller, die schwächer ausgestattet sind. Der Explorer hat im Original 16s 8p bei 2.600mAh Kapazität. Diese Akkus halten meistens 5 Jahre.
Ich habe mit einem Partner zahllose Akkus in ähnlicher Form gebaut, nämlich mit Daly-BMS und LG MJ1, der Schwesterzelle deiner Samsungs. Den möglichen Entladestrom von 20A bezweifle ich, aber bei 3.000W und 59,2V Betriebsspannung komme ich auf 50A - durch 10 macht einen max. Strombedarf von 5A pro Zelle. Das sollte auch dauerhaft möglich sein.
Deine Idee mit dem Ausbau auf 17s (mit vorhandenen Teilen!) finde ich die beste.
Erstens passt die Spannungslage besser zu deinem Controller.
Zweitens steigt die Kapazität weiter.
Drittens wird dein Roller quirliger.
Ein Umbau auf den Lingbo 72152 geht nie 1:1 ab. Da müssen immer Pins umgesteckt werden und man muss sich mit der Software auseinandersetzen. Das macht eigentlich nur Sinn, wenn man auf 20s geht - das ist dann aber ein ganz anderer Roller (für die Rallye um den privaten Gartenteich oder so).
Ich persönlich schalte solche Akkus gerne parallel. Dann ist man hinsichtlich Kapazität und Stromlieferfähigkeit natürlich auf der ganz sicheren Seite. Aber auch so sollte es klappen.
Die untere Entladespannung wird oft auf 3V eingestellt, die Notabschaltung auf 2,8V. Da ist vielleicht noch Marge drin, aber wie die Vorredner sagen: nicht bei dem Strombedarf eines E-Rollers beim Anfahren oder am Berg.
Die Verwendung von LFP-Akkus wie bei @Dieter F. ist möglich und wird - z.B. im Vectrixbereich - manchmal erfolgreich gefahren. Aber es gibt hier auch seit vielen Jahren etliche Erfahrungen und gute Argumente, die dagegen sprechen. Jedenfalls teile ich weder die Art und Weise "(Taschenlampenbatterie") noch die inhaltliche Kritik an deinem Projekt.
Schöne Grüße, Bertolt
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Helmi »

Hallo lieber andi,wäre sehr interessiert ,wenn du mir einen Retro Star umbauen könntest,bin aus Ulm,kann Roller bringen!grüsse Helmi
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Dieter F.
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Dieter F. »

Schnabelwesen hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 01:18 Erstmal herzlichen Dank an @Tripanosoma für Foto, präzise Beschreibung und klare Fragestellung -
und vielleicht nachträglich mal ein herzliches Willkommen im Forum!
Du hast natürlich Recht: der "Klingeldraht" ist hochflexible Litze und Originalausstattung bei Daly (leider sogar mit einer speziellen Steckerform). Der Aufbau und die Kabelführung sehen wirklich sehr ordentlich aus.
Es gibt zahllose Li-Roller, die schwächer ausgestattet sind. Der Explorer hat im Original 16s 8p bei 2.600mAh Kapazität. Diese Akkus halten meistens 5 Jahre.
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Deine Idee mit dem Ausbau auf 17s (mit vorhandenen Teilen!) finde ich die beste.
Erstens passt die Spannungslage besser zu deinem Controller.
Zweitens steigt die Kapazität weiter.
Drittens wird dein Roller quirliger.
Ein Umbau auf den Lingbo 72152 geht nie 1:1 ab. Da müssen immer Pins umgesteckt werden und man muss sich mit der Software auseinandersetzen. Das macht eigentlich nur Sinn, wenn man auf 20s geht - das ist dann aber ein ganz anderer Roller (für die Rallye um den privaten Gartenteich oder so).
Ich persönlich schalte solche Akkus gerne parallel. Dann ist man hinsichtlich Kapazität und Stromlieferfähigkeit natürlich auf der ganz sicheren Seite. Aber auch so sollte es klappen.
Die untere Entladespannung wird oft auf 3V eingestellt, die Notabschaltung auf 2,8V. Da ist vielleicht noch Marge drin, aber wie die Vorredner sagen: nicht bei dem Strombedarf eines E-Rollers beim Anfahren oder am Berg.
Die Verwendung von LFP-Akkus wie bei @Dieter F. ist möglich und wird - z.B. im Vectrixbereich - manchmal erfolgreich gefahren. Aber es gibt hier auch seit vielen Jahren etliche Erfahrungen und gute Argumente, die dagegen sprechen. Jedenfalls teile ich weder die Art und Weise "(Taschenlampenbatterie") noch die inhaltliche Kritik an deinem Projekt.
Schöne Grüße, Bertolt
hä! 18650 ist in meiner Taschenlampe und dann ist das für mich eine Taschenlampenbatterie :o . Aber um das mal klar zu stellen. Das was ich als Klingeldraht bezeichnete waren natürlich nicht die Balanceleitungen sondern die Leitung oben drauf. Das hatte ich fälschlicherweise als Hauptabgang identifiziert. Bei näherer Betrachtung ist das wohl der Balancestecker. Und? 3kw....verstehe ich jetzt nicht, der Antrieb hat doch nur maximal 2kw beim ERetro. Realistische Messungen die ich vorgenommen habe lagen bei etwas über 30Ampere bei ca. 65Volt Betr. Sp. aus den LFP Modul unter maximaler Last am Antrieb. (31-34) Kurzfristig standen auch etwas mehr an aufgenommener Leistung parat. Allerdings regelt der Controller das sehr schnell zurück. Der Antrieb verträgt gute 35Ampere, das sind je Phase gute 11Ampere. Alles was darüber ist verbrennt dir der Antrieb. Ich hoffe dass Du das als Moderator richtig stellst!
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Schnabelwesen
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Schnabelwesen »

Dieter F. hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 14:14 3kw....verstehe ich jetzt nicht, der Antrieb hat doch nur maximal 2kw beim ERetro.
Danke für den Hinweis.
Ich habe für die Modellrechnung einfach einen Maximalwert eingesetzt. Der begrenzende Faktor ist dann wahrscheinlich nicht der Motor - der würde und könnte mehr Leistung aufnehmen. Der kleine Controller liefert aber nicht mehr. Dann ist es genauso wie beim E-Cruzer, der auch nur auf 35A ausgelegt ist.
Wenn es also weniger Leistung ist, als ich zugrunde gelegt habe, gilt umso mehr: Der Akku und die Zellen sind locker hinreichend.
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Pedator92 »

Dieter F. hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 14:14 Der Antrieb verträgt gute 35Ampere, das sind je Phase gute 11Ampere. Alles was darüber ist verbrennt dir der Antrieb. Ich hoffe dass Du das als Moderator richtig stellst!
Das eine ist der Akkustrom, der Phasenstrom kann durch den Spannungsabfall beim anfahren aber gerne das 3 Fache des akkustroms sein also 105 Ampere.
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Dieter F.
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Dieter F. »

Pedator92 hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 14:59
Dieter F. hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 14:14 Der Antrieb verträgt gute 35Ampere, das sind je Phase gute 11Ampere. Alles was darüber ist verbrennt dir der Antrieb. Ich hoffe dass Du das als Moderator richtig stellst!
Das eine ist der Akkustrom, der Phasenstrom kann durch den Spannungsabfall beim anfahren aber gerne das 3 Fache des akkustroms sein also 105 Ampere.
Das ist kein Reihenschlussläufer oder ein Kurzschlussläufer! Der Phasenstrom ist begrenzt. Der Anlaufstrom muss begrenzt sein, sonst würde er im Stillstand verbrennen. Dazu folgt eine Überstromabschaltung der genau das verhindert. Dreht er sich nicht, wird der Phasenstrom abgeregelt. Dreht er sich, wird bis max. hochgeregelt. Würgt man ihn ab, geht der wieder herunter.
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Schnabelwesen
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Schnabelwesen »

Dieter F. hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 15:09 Der Anlaufstrom muss begrenzt sein, sonst würde er im Stillstand verbrennen.
Ja, siehe z.B. hier viewtopic.php?p=187445#p187445
Aber das ist nur die - mehr oder weniger vorsichtige - Anfahrstrombegrenzung.
Die Frage, warum die Phasenströme mehrfach höher sind als der Batteriestrom, ist hier oft diskutiert und erklärt worden.
Für den eRetro s. hier viewtopic.php?p=165156#p165156
Schöne Grüße, Bertolt
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von E-Bik Andi »

Der Phasenstrom kann ganz locker das dreifache der Entnahme aus dem Akku betragen. Ich sehe es ja am Votol Controller- der ist bei mir auf 140A eingestellt- aus den Akkus ziehe ich bei Vollast maximal 50-60A. Und wegen "Taschenlampenakkus"....das hört Tesla bestimmt nicht gerne, da die ersten Akkus schließlich auch 18650er waren. Heute ist bei prismatischen Zellen meist die 21700er bei den Kleinfahrzeugen wie z.B. Roller im Einsatz, da sie mehr Kapazität haben (meist 5000mA).
Ich kann mich Schnabelwesen nur anschließen: Sauber gebauter Akku und willkommen im Forum 8-)
Liebe Grüße
Andi
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Peter51 »

Hat sich Helmi schon bei dir gemeldet? Er wollte seinen Roller bei dir vorbeibringen damit du ihm einen Akku einbaust...
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