Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - Hilfe benötigt

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botzino
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Re: Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - Hilfe benötigt

Beitrag von botzino »

Gute Idee, @patba!
Teste ich dieser Tage!

Vielen Dank und ein schönes Wochenende euch allen!

Es grüsst herzlich
Botzino
Peter51
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Re: Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - Hilfe benötigt

Beitrag von Peter51 »

Um die Gewinde zu schonen, machte ich ein wenig Keramikpaste an die Schraubengewinde - keine Kupferpaste nehmen.
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Re: Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - Hilfe benötigt

Beitrag von error »

Vermutlich ist es gesünder den Encoder innerhalb des Langloches zu verschieben und auf Erfolg zu hoffen.

Auf dem Umfang einer physikalischen Umdrehung ergeben sich die elektrischen Umdrehungen entsprechend der Polpaare.

ERPM = RPM x Polpaare

Vielleicht lässt sich erahnen wie genau die Einstellung sein muss bzw. was wenige Grad am Encoder ausmachen.

Ausserdem leiden so nicht die Encoderkabel durch übermäßiges Verdrehen. Wäre ärgerlich wenn der Motor dadurch nochmal auseinander muss. Kurz: ich würd`s lassen.

Just my 2Cent ;)

Spoiler: es wird jede Menge Fehlermeldungen vom Sevcon hageln und schön anhören tut sich ein verstellter Encoder auch nicht.
botzino
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Re: Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - ABSCHLUßBERICHT

Beitrag von botzino »

Hallo allesammans wie der Schwede sagt! :D

Erste und wichtigste Meldung: ich habe meine Mó samt ihrem Motor wieder zusammenbekommen, sie läuft besser als je zuvor.

Ganz große Credits an alle die hier mit soviel Input am Mitwirken waren. Ich zähle keine Namen auf, ihr wißt selbst wer gemeint ist.

Und hier die Schilderung:

Ich hatte den Motor nach dem Wechseln der beidseitigen Radlager ja wieder zusammengebaut, dabei aber bemerkt daß ich die Position des (großen) Motordeckels nicht markiert hatte. Mist, also einfach nach Lottoprinzip wieder zusammengefügt und gehofft daß ich vielleicht den Hauptgewinn hätte und es beim ersten Versuch klappen würde... tat es nicht!! :lol:

Dann facing the problem: 21 verschiedene Positionen die der Motordeckel haben kann. Das noch zusammen mit jeweils 3 verschiedenen Positionen die der kleine Deckel auf dem Encoder haben kann. Denn da sitzt ja der Permanentmagnet dessen Position zum Encoder das eigentlich knifflige Problem darstellt. Also meines Erachtens nach durchaus die 21x3 Positionen wie hier im Forum kommentiert wurde.
photo_2026-09-05_23-24-12.jpg
photo_2026-09-05_23-24-01.jpg
Guter Tip wie im Forum vorgeschlagen, den Motor im angebauten Zustand mit Deckel drauf aber diesen mit nur wenigen Schrauben fixieren und dann eben jede Position durchprobieren. Das Problem ist ja eben daß bei jedem Auseinandernehmen des Rotors und Stators die Zurückmontage echt knifflig ist. Weil ja Rotor und Stator nach dem Herausziehen der Achse durch Mithilfe der motoreigenen Permanentmagneten sofort in heißer Liebe "zusammenkleben". Die Trennung der beiden habe ich bei Wiedermontage mit einer Schraubzwinge sehr vorsichtig hinbekommen, siehe Bild. Zwinge vorsichtig leicht verkantet aufgesetzt und ganz sachte angezogen bis sich der Deckel in Position bewegte, dann diesen mit Schraube an genau dieser Position fixiert. Macht man das 4-5 Mal rutscht der Rotor in Position.
photo_2026-09-05_23-23-56.jpg
Aber dies in den genannten 21 Positionen? Undenkbar.

Nun ja, ich habe ja in meiner Jugend im Osten immer viel experimentiert. Mit "nüscht" sozusagen manchmal was hinbekommen.
Also habe ich, alle Versuchsschritte der Positionen natürlich genau protokolliert, den Deckel erstmal ohne Dichtmittel eingesetzt und mit 4 Schrauben gesichert. Motor in richtiger Position angebaut, dann "Zündung" eingeschaltet und gaaaanz vorsichtig den Gasgriff betätigt (Roller steht natürlich auf dem Hauptständer und Hinterrad dreht frei).
Da merkt man sofort ob die Einbauposition stimmt oder nicht. Bei Nicht-stimmen: von unkontrolliertem Hochdrehen, Rückwärtslauf oder nur zappelndem Stillstand war alles dabei. :roll:
Hier seht ihr meine "Protokollzettel" :lol:
photo_2026-09-06_00-34-28.jpg
Bei richtiger Einbauposition (und da gibt es eben tatsächlich nur eine einzige): volle Funktion. Und dies ohne erneutes Einmessen/Kalibrieren des Controllers/Motors.

Nach jedem Probierschritt habe ich dann die 4 Schrauben herausgenommen (guter Tip mit Keramikpaste übrigens!), den Deckel nur ca. 1mm aus seinem Sitz "gehoben" (mit meinen Messern vom ersten Post des Freds), so daß der Deckel nicht aus seinem Sitz im Motor kam aber die Drehung leichter möglich wurde) und mit Hammer, einem Stück Kantholz sowie Unterlagsholz auf der imitierten "Speiche" des Hinterrades aufgesetzt, den Deckel ganz vorsichtig um eine Position weiter "geklopft". Das ging wider Erwarten tatsächlich sehr gut und viel einfacher als ich gedacht hätte. Sogar ohne Lackschäden (Den Motor auf der Gegenseite an der Bremsscheibe dabei mit einem durchgesteckten Schraubenzieher blockiert).
photo_2026-09-05_23-24-08.jpg
Ich hatte auch über eine am Boden verankerte Konstruktion nachgedacht, wie hier im Forum empfohlen wurde, aber ich hatte nicht wirklich die räumlichen Möglichkeiten dazu.
Dann wieder getestet und weiter gings.
(die Verdrehung der Anschlußleitungen zum Encoder war dennoch keine relevante Fehler/Problemquelle, da ja nur der Motordeckel positionsweise "gedreht" wurde, nicht aber die eigentliche Achse. Die saß bei allen Experimentierschritten in gleicher Position, wenn auch leicht gelockert um das 1mm-Spiel zu ermöglichen was ich auf der bremsabgewandten Seite brauchte um den Motordeckel "drehen" zu können. Die Leitungen zum Encoder laufen ja wie bekannt von der Bremsseite kommend durch die (am Ende hohle) Achse zum Encoder).

Glaubt es oder nicht: ich hatte doch ein wenig Lottoglück. Bereits bei der 12. (von 63) Position wurde ich fündig. Alles funktionierte normal. Zur Sicherheit habe ich aber auch noch alle übrigen Positionen probiert nur um sicherzugehen daß es wirklich diese einzige Position war die funktionierte. Und sie war es.

Dann also zurück auf die 12. Position geklopft und dann als letztes Dichtmittel eingefügt und den Deckel wieder fest verschraubt (wenig Anzugsdrehmoment jedoch, so 30-40 Nm glaube ich).

Alles läuft jetzt prima, keinerlei Lagergeräusche mehr von hinten. :!: :!:

Ich bin wirklich wahnsinnig froh diese Problematik, mit Hilfe von euch allen, selbst und ohne (hier so oder so nicht verfügbare) Werkstatthilfe gelöst zu haben.
Jetzt erübrigt sich der Transport meiner Mó nach Norddeutschland oder gar Berlin für Lagertausch/Kalibrierung.

Allen hier im Forum sei gesagt: die hinteren Radlager der Antriebsversion v3 lassen sich also tatsächlich selbst wechseln. Ein wenig Erfahrung ist vonnöten, sehr viel Spezialwerkzeug dagegen nicht. Somit läßt sich dieses Problem mit wenig materiellem und finanziellem Aufwand lösen.
Bei der Seat-Fachwerkstatt bekam ich ja nach Anfrage die Antwort daß Seat für diese Problematik keinen Lagertausch anbietet sondern nur den Austausch des kompletten Motors, Kostenpunkt mindestens 1300 Euro plus Arbeitskosten. Und dann natürlich mit neuem Kalibrieren des Austauschmotors. Kein Wunder: sind die Motoren und die darin verbauten Lager doch von QS Motor und nicht von Seat oder Silence.

Aufgrund des steigenden Alters/der steigenden Laufleistung unserer Maschinen in diesem Forum kann ich mir allerdings vorstellen daß allmählich mehrere Nutzer in den Genuß dieser beschriebenen Lagerproblematik kommen werden. Daher habe ich das hier so ausführlich aufgetrieselt um damit Hilfe geben zu können.

Jetzt wünsche ich euch allen einen schönen Restabend und eine gute Nacht!
Sollte jemand weitere Detailinfos brauchen was diesen Lagertausch angeht, einfach melden.

Und "biggest credits" wirklich für dieses Forum und die darin mitwirkenden Mitglieder! Ohne eure Hilfe und fachkundige Information, stundenlange Telefongespräche nach Norddeutschland ;) und allgemeines Mutmachen wäre mir das nicht gelungen.
Vielen Dank dafür!

Es grüßt herzlichst aus dem hohen Norden
Botzino
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Re: Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - Hilfe benötigt

Beitrag von Peter51 »

Chapeau!
Ende gut alles gut. Ich denke, Nobelhobel hat Recht: Man käme mit 21 Möglichkeiten hin - 7 BS - Lagerschildpositionen plus 3 Magnetdeckel Positionen. Sehr gute Dokumentation und 1,300,- Euro für einen neuen Motor gespart.
Allzeit gute Fahrt.
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Re: Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - Hilfe benötigt

Beitrag von Pfriemler »

Sensationell und von mir hier auch nochmal Glückwünsch zur erfolgreichen Reparatur! Es ist ja nicht nur das Monetäre, sondern auch der in diesem Fall verbundene Aufwand und Transportkosten, vom Lohn ganz zu schweigen. Beim Händler, dessen Name nicht mehr im Forum genannt werden soll, würden Motor und MCU getauscht werden, ggf. sogar mit Kabelbaum, für weit über 2000 Euro.
Falls sich jemand im Berliner Raum an diesem Problem versuchen möchte: hier gäbe es in absehbarer Zeit einen Motorschaden, der deswegen nicht mehr repariert werden soll, zusammen mit einem kompletten S01 von 2021 mit < 10 kkm auf dem Tacho. Wenn ich Zeit, Lust und Platz hätte, würde ich mir das selber antun, aber so geht das nicht. Und meiner ist ja V4 und bislang problemlos.
SuperSoco CUx '19-'21 (36Wh/km in 2000 km), Piaggio Medley 125 '20-'22 (26,6 ml/km in 5000 km). Seat Mó: Bild
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Re: Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - Hilfe benötigt

Beitrag von error »

Glückwunsch, Bist du schon probegefahren? Einen richtig eingestellten Encoder erkennst du übrigens daran dass deine Silence in "Sport" zügig beim Beschleunigen bis in die spürbare Abregelung durchzieht. Ebenso sollte keine Fehlermeldung beim plötzlichen Beschleunigen auf dem Dash erscheinen.
botzino hat geschrieben: So 6. Sep 2026, 00:53 Allen hier im Forum sei gesagt: die hinteren Radlager der Antriebsversion v3 lassen sich also tatsächlich selbst wechseln. Ein wenig Erfahrung ist vonnöten, sehr viel Spezialwerkzeug dagegen nicht. Somit läßt sich dieses Problem mit wenig materiellem und finanziellem Aufwand lösen.
Bei der Seat-Fachwerkstatt bekam ich ja nach Anfrage die Antwort daß Seat für diese Problematik keinen Lagertausch anbietet sondern nur den Austausch des kompletten Motors, Kostenpunkt mindestens 1300 Euro plus Arbeitskosten. Und dann natürlich mit neuem Kalibrieren des Austauschmotors. Kein Wunder: sind die Motoren und die darin verbauten Lager doch von QS Motor und nicht von Seat oder Silence.
Naja, ich kann das gut verstehen. Der Aufwand vom Lagertausch lässt sich schwer einschätzen und wenn durch Wassereinbruch irgendwas im Motor defekt ist, hast du als Händler ein Problem. Soweit ich weiß, gibt es z.B. den Encoder nicht einzeln. Ausserdem gilt es eine Gewährleistung für die Reparatur zu übernehmen.

Zusätzlich gilt es zu klären wie viele Arbeitsstunden so ein Lagertausch ausmacht und das einem Motortausch gegenzurechnen. Motortausch also ist aus Sicht des Händlers die bessere Wahl zumal auch was schiefgehen und beschädigt werden kann.

Hand aufs Herz: wie viel Zeit (Stunden/Tage) hast du investiert? :mrgreen:

Ich finde es jedenfalls gut, dass du das Problem gelöst hast. Respekt!
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Re: Einbau- (Zusammenbau)-position Motordeckel Encoderseite - Hilfe benötigt

Beitrag von botzino »

Danke, @Error!
Aber wie gesagt, ohne das mehrstündige Telefonat mit dir hätte ich nicht genug Mut gehabt mich da hineinzuwagen.
Klar, probegefahren natürlich. Sie läuft wieder wie eine junge Rüdin, meine Mó :lol:
Ich wollte erst ganz sichergehen daß alles stimmt bevor ich den Beitrag im Forum geschrieben habe. Wäre doch zu blöd "Hej alle, es lief super" und dann bleib ich nach ein paar Kilometern liegen. Neee, da geh ich lieber auf Nummer sicher. Hat also wirklich prima geklappt letzten Endes. PS: übrigens keinerlei Rost oder Wasserspuren im Motor. Das vergaß ich noch zu erwähnen. Hab ich also offensichtlich ein Montagsmodell von QS Motor bekommen. Daß der Lagerkäfig sich so einfach aufgelöst hat :shock:
Jetzt weiß ich jedenfalls wie DAS geht. :D
Fortsetzung folgt... 😅
Schönen Abend dir und allen anderen Lesern!
Wünscht herzlichst
Botzino 💐
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