eRetro Star Umbau

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Schnabelwesen
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Schnabelwesen »

Hallo Andreas,
Tripanosoma hat geschrieben: Mo 14. Sep 2026, 19:45 Ist das jetzt der Controller, der da dicht macht, oder?
Nein, natürlich nicht. Wenn der Controller abschaltet, geht der 12V-Bereich (Licht, Blinker, Hupe) noch.
Bei dir ist ja alles tot - das BMS schaltet ab. Und das ist auch völlig plausibel:
Du stellst die Entladespannung auf 3,2V /Zelle ein. Das ist der Wert, bei dem der Controller wahrscheinlich anfangen würde herunterzuregeln. Dazu kommt er aber gar nicht, weil das BMS schon abschaltet. Indem du die Sicherung aus und einschaltest, weckst du das BMS wieder auf. Was du nicht berücksichtigst: Unter Last mit Roller- und Lebendgewicht und vor allem bergauf zieht der Controller Strom. Das zieht die Spannung um mehrere Volt runter. Sowie auch nur eine Zelle den Grenzwert unterschreitet, schaltet das BMS ab.
Im Stand erholt sich die Batteriespannung, dann fãhrt er wieder - bis zum nächsten Mal.
Dazu kommt, dass die Zellspannungen im unteren Bereich deutlich auseinanderlaufen. 3,48V zu 3,31V ist schon eine Menge. Beim Fahren wird die 3,31V-Zelle den Schwellwert von 3,2V sofort erreichen.
Und vergiss erstmal komplett die Restmengen- und Prozentberechnung. Das sind reine Rechenwerte. Erst wenn der Akku ein paar mal vollgeladen wurde, können wir uns ans Feintuning machen. Das spielt aber für dein Problem keine Rolle.
Ich würde erstmal die untere Zellspannung auf 3V einstellen, also 51V insgesamt.
Dann testen, ob der Controller bereits runterregelt, bevor das BMS abschaltet.
Wenn der Controller auf 16S eingestellt ist, liegt seine untere Spannungsschwelle natürlich niedriger als bei 17s, z.B. 16x3,2V=51,2V versus 17x3,2V=54,4V.
Das heißt: Entweder kannst du deinen Controller anders einstellen - oder es wird immer eng bleiben. Ziel muss aber sein, dass der Controller zuerst die Leistung reduziert, bevor du jedes Mal in die harte Abschaltung des BMS gerätst.
Schöne Grüße, Bertolt
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von NeariX »

Ich kann da Bertolt nur zustimmen: 170mV zwischen den Zellen ist viel zu viel. Irgendwas hast du da am Akku nicht korrekt zusammengeschweißt. Hab gerade den Überblick verloren ob du immernoch das Bluetooth BMS drin hast, wenn ja ist es je ein einfaches Spiel herauszufinden welcher Zellblock die niedrigste Spannung hat. In diesem Zellblock vermute ich dann eine mangelhafte Zellverbindung die deine Kapazität verringert und den Spannungsunterschied verursacht.
Habe ja selber in meinen eMace einen 17S16P Selbstbau Akku eingebaut, kam mir über die Jahre jetzt auch schon wenige mal vor.
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Dieter F.
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Dieter F. »

Ich weiß, steinigt mich ruhig! Der Akku mit den besagten 18650 Zellen (Taschenlampenbatterien) Zunächst ist ja an den 18650 nix auszusetzen außer, dass man einen Zellenhaufen hat mit einem hohen Fehlerpotential was die Parallelschaltung etc. angeht. Bei 32km scheint mir eher weniger ein Defekt vorzuliegen, als das vielleicht mal ganz vorsichtig ausgedrückt die Zellen nix taugen. Bertolt meint auch die Zellenspannung am unteren Ende auf 3 Volt einzustellen. Bei aller Kritik Bertolt was ich schreibe! Was soll da bitteschön noch an Leistung zu erwarten sein??? Ich lese bei Dir Tätigkeit: Werkstatt für E-Roller.

Das untere Ende ist schon am Limit bei 3.2Volt und ist für mich als Elektroniker nicht mehr akzeptable was eine vernünftige Messgrundlage entspricht. Richtig ist, dass die Firmen gerne ihre Parameter für die Zertifizierung sogar noch weiter nach unten setzen. 3.3 – 3.4Volt ist das untere Ende und die Zelle ist quasi bei 3.3Volt leer. So ist das bei mir in der Welt der Elektronik und das ist nicht meine Meinung, dass sagt mir mein Voltmeter und Amperemeter.

Die besagte Zellendrift mit 170mV. Das sagt alles oder auch nichts, weil man erst einmal berücksichtigen muss, ob alle Zellen ausbalanciert waren. Gehe ich davon aus, so wäre das für mich ein Indiz, die Zellen sind zu unterschiedlich, oder waren zu dieser Zeit schon erheblich entladen. Alles was unter 3.3Volt in einem Zellenverbund geht muss zwangsläufig abgeschaltet werden. Die Drift wird unterhalb dieser Zellenspannung immer größer. Dazu kommt noch, wie wurde der Zellenunterschied gemessen? Unter Belastung oder im Ruhezustand?

Um erst einmal Klarheit darüber zu haben, muss der Akku komplett voll und ausbalanciert sein. Eine Drift zu fast leer mit 170mV ist unerheblich, solange die Abschaltung rechtzeitig erfolgt.

Ich überlege, die UVPR des BMS ist zu klein eingestellt! Das BMS fängt an zu pendeln. Der UVPR sollte so gesetzt werden, dass bei einem leeren Akku die geringe Erholungsphase nicht wieder Discharge freigibt. Das BMS soll ja schützen und nicht kontraproduktiv den Anwender verleiten durch weiteres triggern ständig in die Entladeschlussspannung die Zellen zu treiben.

Nicht mehr als 32km? Der Controller schaltet ziemlich spät ab, zumindest bei mir. Die LFPs steigen vorher aus. Die Kilometerleitung liegt dabei bei ca.47km je Modul. Allerdings war das ein Test auf mehr oder weniger ebener Strecke und 32km im Berg und 20Kg mehr auf den Rippen sieht mir das mehr nach einem realistischen Wert aus.

Der Leistungsschutzschalter: 40Ampere DC. Leute DeeeCeeee. Gleichspannung! Wer hier unbesorgt einen AC einbaut macht alles falsch was man nur machen kann. Es gibt sicherlich einige Hersteller die ihren AC Schaltern eine gewisse DC Tauglichkeit beschreiben. Ja, aber das sind Leistungsschutzschalter unterhab der magischen 48Volt. Alles was darüber liegt sollte man sich aus dem PV Bereich den passenden Schalter holen. Dazu nur mal so am Rande erwähnt warum das so ist. Lichtbogen etc. verklebte Kontakte und das war es dann mit der Schutzwirkung.
Gruss Dieter F.

E-Retro Bauj.2021 Blei, 2025 für ne Kiste Bier bekommen, umgebaut auf zwei je. 20S/20Ah LFP Rundzellen, Redundant ~2,6kW Leistung. Ladeleistung >1,3kw/h oder halbe Leistung. 64V Nennspannung
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