Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

S01, S02, S03, Mó
botzino
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Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von botzino »

:shock:

Hallo allerseits und moinsen!
Wie schon vor dem Sommer avisiert habe ich mich nun an das Wechseln des großen (bremsseitigen) Radlagers gemacht.
Motor abschrauben ging ganz gut
(für Nachmacher: die große Achsmutter bremsseitig ist eine SW 32)
photo_2026-07-23_17-00-37.jpg
Dann liegt er vor mir und ich kann sehen wo sich das Lager befindet
(auf diesem Bild noch in original verschmutzter Umgebung)
photo_2026-07-23_17-00-00.jpg

nochmals danke ins Forum für den Tip welches Lager es ist...
photo_2026-07-23_16-59-44.jpg
Das Maß paßt genau wenn ich es drauflege.
photo_2026-07-23_16-59-42.jpg
(ich habe also das neue Lager in der Hand und das alte ist außen gereinigt aber noch eingebaut)

Aber jetzt stehe ich still... wie um alles in der Welt kriege ich das alte Lager raus und das neue rein?
Muß ich dazu den Motor noch weiter zerlegen?

Habe mich bis jetzt daran nicht gewagt weil ich nicht sicher bin ob ich die enormen Magnetkräfte beim Auseinandernehmen/Zusammensetzen von Rotor und Stator hantieren kann. Bzw. ob ich zum Lagertausch wirklich den Motor noch weiter zerlegen muß...

Hier im Forum gab es doch jemanden der dieses Lager schon einmal gewechselt hatte, wenn ich mich recht entsinne?

Bitte bitte bitte um Tips wie ich jetzt weitermachen soll.

Vielen Dank euch allen im Voraus!

Herzliche Grüße
von
Botzino
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von error »

Die Frage ist wieviel Hilfe du brauchst und warum du nur das eine Lager wechseln willst. Meist ist das Lager auf der anderen Seite defekt. Zumindest bei den Motoren mit SEVCON-Controller. Der kleine Deckel ist nur mit einem kleinen O-Ring gedichtet und dort gibt es beim Kärchern Wassereinbruch.

Wenn du nur den Deckel mit dem großen Lager abnehmen willst, würde ich den Motor wieder in die Felge schrauben, die Inbusschrauben vom Deckel lösen und beherzt an der Bremsscheibe ziehen. Eventuell hilft es wenn eine Person den Motor an der Scheibe ein paar cm vom Boden anhebt und eine zweite Person mit einem Gummihammer beherzt auf die Achse schlägt.

Normalerweise ist das nicht der richtige Weg. Aber die andere Seite lässt sich bei den Sevon Motoren nicht abnehmen ohne vorher den Encoder abzulöten.

Die Deckel sind nur aus dünnem Alu, also nicht dranrumhebeln und vorher markieren wie alles gesessen hat. Und leg was unter wenn du den Motor mit oder ohne Felge auf den Boden legst. Der Lack zerschrammt ziemlich schnell.

Reicht das? Viel Erfolg. ;)
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von botzino »

Hallo Error und erstmal vielen Dank für deine Antwort!

Ja, in der Tat weiß ich nicht wirklich ob eventuell das kleine Lager auf der anderen Seite der Übeltäter ist, auch das habe ich hier als Ersatzteil schon liegen.
Zum Wechseln desselben muss man also tatsächlich den Encoder auslöten? Und dann? (Verzeihung für die vielen Fragezeichen, aber ich überlege eben nach welcher Seite die Achse ausgetrieben werden muss, als auch wie ich dann mit Erwärmung arbeiten kann um das Lager locker zu bekommen).

Hast du da Erfahrungen?

Selbstverständlich würde ich am liebsten beide Lager tauschen (rechts und links) wenn ich das Ding nun schon einmal soweit auseinandermontiert habe.
Habe aber eben ein abenteuerliches Gefühl dabei den Motor auseinanderzunehmen um an die Lager zu kommen wenn ich dann nicht weiss wie ich dieselbigen herausbekomme.

Soll ich es mich einfach mal trauen, was meinst du? :)
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von error »

botzino hat geschrieben: Do 23. Jul 2026, 22:42 Soll ich es mich einfach mal trauen, was meinst du? :)
Schwer einzuschätzen. Wenn du irgendwo bei dieser Motorengröße die Pfoten dazwischenbekommst, sind die Finger ab. Ich selbst habe mit kleinen Motoren angefangen Erfahrungen zu sammeln. ;)

Ausserdem muss der Encoder nach der Demontage wieder eingemessen werden. Ich habe keine Ahnung ob es genau genug wird, wenn man die Encodereinbaulage und die Deckel vorher markiert.

Problematisch sind wirklich die dünnen Alu-Seitendeckel. Wenn du da zuviel Druck draufgibst oder hebelst, sind die schnell mal zerstört oder verbogen.

Normalerweise hat so ein Motor zwei Achsstummel und kann so relativ easy durch Achse und Lager geführt und zentriert zusammengesetzt werden.

Bei diesem Motor hast du einseitig nicht viele Möglichkeiten Kraft auszuüben oder abzufangen. Solange alles in gutem Zustand ist, bekommt man es einfach gelöst. Wenn ein Lager festgegammelt ist, gilt es zu improvisieren. - Das lässt sich alles nicht vorhersehen.

Ich will dir keine Angst machen, aber mir ist auch nicht so ganz klar ob und wie ich dir helfen kann. Wie gesagt, wenn was festgegammelt ist, dann ist ein Plan an der Stelle erst mal zu Ende. - Vermutlich wird wirklich das kleine Lager durch Wassereinbruch verrostet sein. Aber da kannst du vorher Rostlöser einsprühen und einwirken lassen. Wenn der Encoder losgeschraubt ist, kannst du sehen in welchem Zustand das Lager ist.

Letztendlich musst du selbst wissen was du dir zutraust und wie du werkstattmäßig ausgestattet bist. Auseinander war bei mir nicht so das Problem. Wenn sich der bremsseitige Deckel abheben lässt. Kannst du versuchen den Motor an der Achse rauszuziehen Du darfst ihn nur nicht zurückschnappen lassen. Wenn du dich auf die montierte Felge stellst und die Achsmutter als Griff benutzt lässt sich das von einem kräftigen Menschen ohne weiteres Werkzeug hinbekommen.
botzino
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt... das wars

Beitrag von botzino »

Guten Abend alle miteinander!

Hier kommt jetzt eine Zusammenfassung meines ungemein aufschlussreichen, halbstündigen Telefonats dieser Tage mit dem absoluten Silence-Könner Herrn N. vom X-Xrive-XenXer aus der Bundeshauptstadt (ich darf keine Schleichwerbung betreiben, daher die ausgelassenen Buchstaben).

Ich zähle kurz auf:
- mein Mó Bj 2020 ist die sogenannte Motorversion V3 (Sevcon-Controller). Nachfolger ist V4 (Votol).
- bei V3 sind Probleme mit den hinteren Radlagern herstellerseitig bekannt und die Lager wurden daher bei V4 modifiziert (gekapselte Lager)
- Wechseln der hinteren Radlager des Mó (S01) V3 in Eigenarbeit so gut wie unmöglich, dazu komplette Zerlegung des Motors erforderlich
- die Berliner Werkstatt baut bei solchen Lagerwechseln generell nur noch INOX-Lager ein (rostfrei), sonst ist nach 2 Jahren der gleiche Salat am Dampfen
- tatsächlich muss der Encoder auf der nicht-Bremsseite ausgelötet werden, der unter dem kleinen Deckel in der Radmitte (V3)
- konstruktionsbedingt sind die hinteren Radlager bei V3 sehr der Feuchtigkeit ausgesetzt, gerade Ganzjahresfahrer wie ich davon betroffen (z.B. steht der Roller auf dem Seitenständer=durch die Schräglage läuft Regenwasser ins bremsseitige Lager ein)
- nach Trennen des Motors vom Controller MUSS der Motor bei Wiederanschluss neu kalibriert werden wozu das IXXAT-Kabel samt Software vonnöten ist die noch nicht mal jede Seat-Werkstatt hat
- allerdings Umrüstung von V3 auf V4 möglich, bedeutet neuer Motor und neuer Controller (gesamt oberhalb 1200€ plus Arbeitskosten...)
- gleich mal checken bei euch allen: im ungünstigsten Falle ist, auch dies konstruktionsbedingt, die hintere Bremsscheibe aufgrund von sehr warm gewordenem Motor, verzogen. D.h. sie "eiert". Wenn man den Roller auf dem Hauptständer stehend beschleunigt kann man sehen ob dem so ist. Wenn ja dann ist Motortausch die Folge da die Bremsscheibenaufnahme am Motor angegossen ist und es keine separate Ersatzteillösung gibt.
- ja, "meine" Bremsscheibe hat einen Versatz (Eiern) von seitwärts ca. 1 mm. :shock:

Somit bin ich zumindest aufgeklärt.
Jetzt wird also meine Mó erstmal in der Garage stehen bis ich einen Transport nach Berlin zustande bringen kann. Den Roller im Ganzen zu reparieren wäre wohl am Schlauesten. Dabei gleich die ölenden Simmerringe der Vordergabel und das bis jetzt noch nicht auffällig gewordene Lenkkopflager, man höre und staune bei 20.000km, prophylaktisch gleich mit erledigen lassen.
Herr N. sagte auch dass es möglich wäre nur meinen bereits ausgebauten Motor hinzuschicken, die dortige Werkstatt erledigt den Lagertausch und schickt den Motor wieder zu mir so dass ich ihn einbauen kann.

Und jetzt der Hammer: das erforderliche Kalibrieren danach kann per Remote-Schaltung übers Internet von Berlin nach Stockholm erledigt werden. Lediglich das Kabel müsste ich mir leihweise mitschicken lassen. Aber sie haben nur ein Kabel in der Werkstatt was sie momentan zur jetzigen Hochsaison nicht entbehren können. Daher wird das Ganze wohl bis Spätherbst/Winter warten müssen.

Also Leute: habt ihr V3 dann seid vorsichtig bei Regen! Nur bei trockenem Wetter fahren, am besten nur in Spanien. :lol:

Ich muss mich jetzt nach einer Interimslösung umschauen. Hatte einen Mó von 2022 fabrikneu hier in der Gegend (200km entfernt, für Schweden ein Katzensprung :lol: ) in einem Autohaus entdeckt, für ca. 3500 € Euronen umgerechnet. Gutes Angebot, aber durch das fehlende Servicenetz hier in Schweden scheint der S01 eine ungünstige Alternative zu sein. Ich mach ja wirklich alle Reparaturen selbst was eben geht, aber bei diesem Radlagerproblem stosse ich an meine Grenzen. Und jedes Mal den Roller im Handgepäck mit nach Berlin nehmen wenn so etwas auftritt? Hmmm... :cry:

In diesem Sinne positiv bleiben: keiner ist gestorben und alle technischen Probleme lassen sich irgendwie lösen.
Eben nur eine Frage des Aufwandes... :roll:

Euch allen eine gute Nacht wünscht
freundlichst
Botzino
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error
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von error »

Hab nie behauptet es wäre einfach. - Aber unmöglich ist es auch nicht. SKF-Lager sind eine gute Wahl. Habe ich auch verwendet.
botzino hat geschrieben: Di 28. Jul 2026, 01:57 Jetzt wird also meine Mó erstmal in der Garage stehen bis ich einen Transport nach Berlin zustande bringen kann. Den Roller im Ganzen zu reparieren wäre wohl am Schlauesten. Dabei gleich die ölenden Simmerringe der Vordergabel und das bis jetzt noch nicht auffällig gewordene Lenkkopflager, man höre und staune bei 20.000km, prophylaktisch gleich mit erledigen lassen.
botzino hat geschrieben: Di 28. Jul 2026, 01:57 - allerdings Umrüstung von V3 auf V4 möglich, bedeutet neuer Motor und neuer Controller (gesamt oberhalb 1200€ plus Arbeitskosten...)
- gleich mal checken bei euch allen: im ungünstigsten Falle ist, auch dies konstruktionsbedingt, die hintere Bremsscheibe aufgrund von sehr warm gewordenem Motor, verzogen. D.h. sie "eiert". Wenn man den Roller auf dem Hauptständer stehend beschleunigt kann man sehen ob dem so ist. Wenn ja dann ist Motortausch die Folge da die Bremsscheibenaufnahme am Motor angegossen ist und es keine separate Ersatzteillösung gibt.
- ja, "meine" Bremsscheibe hat einen Versatz (Eiern) von seitwärts ca. 1 mm. :shock:
Du hast hoffentlich über Preise gesprochen? Das mit der hinteren Scheibe erscheint mir unlogisch. Generell wird die Leistung abgeregelt bevor irgendwas kritisch werden könnte. Lange bevor irgendwelche Metalle reagieren könnten wird die verbrennende Isolierung der Kupferdrähte der Statormagnete einen Exitus für den Motor bedeuten. Der Sensor im Motor liefert sowieso eher eine zu hohe Temperatur als Messwert an den Controller. Deshalb ist sowas eher unwahrscheinlich. Dazu gibt es einiges im Forum nachzulesen.

Wenn überhaupt könnte eher die Hitze einer festsitzenden Bremse Schaden am Motor anrichten. Ganz rund laufen die Scheiben nie und 1mm würde ich noch als innerhalb der Toleranz ansehen.

Es ist schwierig den Zustand einer Mo/Silence aus der Ferne einzuschätzen, aber wenn bei 20.000km noch nichts an den Bremsen gemacht wurde und es kein penibel gepflegtes Garagenfahrzeug ist, wird auch an dem Bremsen eine Überholung anstehen. Fährst du im Winter durch? In welchem Zustand ist die Verchromung der Gabel? Sind die Hochvoltkontakte von Akku und Fahrzeug in gutem Zustand? Radlager vorn? Drehen die Räder ohne Schleifen der Bremsen (Kolben fest)? Beläge OK? Bremsflüssigkeit getauscht? Zündschloss OK? Beleuchtung ohne Mängel?

Das sind so die generellen Schwachpunkte. Du findest im Forum genug zu diesen Punkten. - Wie gesagt, wenn du keinen Händler in der Nähe hast und nur gefahren bist, kann da alles auf einen Schlag fällig sein. Du findest im Forum genug zu diesen Punkten.

Normal fährt man zum nahegelegenen Händler, lässt den drüberschauen und eine Einschätzung vornehmen.
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von patba »

Sehr interessanter Bericht, @Botzino!

Ein paar Gedanken dazu meinerseits:

1. Kann man die Motorversion z.B. anhand der Seriennummer des Motors erkennen? Ich frage mich, was ich habe (auch Sevcon). Laut www.urban-ecomobility.com gibt es nur
S01-21010-00 V2020 (vermutlich Sevcon)
S01-21010-10 V2 (vermutlich Sevvcon)
S01-21010-20 V4 (vermutlich Votol)
Auffällig ist, dass bei der ArtNr keine Lücke für die V3 ist. Haben V2020 und V2 auch schon die Lagerprobleme?

Noch interessehalber: Hast Du oder andere keine Probleme mit der Lackierung des Motors auf der Encoder-Seite? Ich lackiere da seit 3 Jahren regelmäßig nach, weil der Lack abplatzt und drunter das Alu ankorrodiert ist.

Ich habe bisher trotz Ganzjahresbetrieb und 20000 km keine Lagerprobleme. Meiner steht aber fast immer in der Garage oder unter Dach.

2. INOX-Lager, ich weiß nicht recht. Die haben auch Nachteile. Ich würde eher auf gedichtete hochwertige normale Lager setzen.

3. Rekalibrieren des Encoders. Nach meiner Einschätzung nicht zwingend nötig, wenn man alles in gleicher Position wieder zusammenbaut. Konkret dürfte das nur die Orientierung der Platine, und die Orientierung des Deckels (wegen dem Magneten dort) betreffen. Ich hatte die Platine schon mal ausgebaut, und das machte keinerlei Ärger. Wenn man eh rekalibriert, muss man natürlich nicht auf exakten Einbau achten.
Hm, wenn man den Motor zerlegt, muss aber wohl auch der Rest wieder orientierungsgleich zusammengebaut werden, weil letztlich muß natürlich die Orientierung Stator-Encoder vs. Rotor(magneten)-Encodermagnet gleich bleiben.

4. Bremsscheibe. Sehe ich ähnlich wie @error. Evtl. meinen die, dass sich der ganze Motor im Bereich der Bremsscheibenaufnahme verzieht, wenn das Lager komplett heißgefahren wird? Dann löst evtl. der Übertemp.-Schutz auch nicht schnell genug aus, da die Hitze sehr lokal entsteht. Aber die Bremsscheibe selbst kann bei Belastung auch einiges an Hitze in diese Bereiche einbringen...

Wenn es mein Roller wäre, und die anderen Schwachstellen gut aussehen, würde ich wahrscheinlich den Weg nur Motor einschicken wählen, und nochmal nachfragen, ob sie nicht die Einbaulagen markieren/beibehalten können. Wenn dann der Motor unrund läuft, kann man immer noch später das Kabel anfordern und rekalibrieren.

Oder könnte man sich - nur so eine spontane Idee - eine Vorrichtung zum Zerlegen des Motors bauen? Ich denke da spontan so: Werkbank mit fest fixiertem Bohrständer. Motor(rotor) mitsamt Felge fest an der Werkbank fixieren. Achse des Motors im Bohrmaschinenständer einspannen, ggf. mit Hilfsachse/Gewindestange. Mit der Hebemechanik des Bohrmachinenständers Stator aus dem Rotor ziehen. Sobald heraußen, mit Holzlatten absichern.
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von dominik »

error hat geschrieben: Di 28. Jul 2026, 03:25 Ganz rund laufen die Scheiben nie und 1mm würde ich noch als innerhalb der Toleranz ansehen.
Ich bin ja schon drei unterschiedliche QS Motoren gefahren.
Alle drei hatten ab Werk einen Seitenschlag an der Bremsscheibe, 1mm ist aber doch einiges mehr als ich je hatte.
Problematisch wird es erst wenn der Bremssattel, bei meinem Roller ein Schwimmsattel, diese Bewegung nicht (mehr) mitmacht, dann werden die Bremsbeläge weiter als üblich auseinandergedrückt und es fehlt dann unter Umständen ausreichender Hebelweg am Handbremshebel um das Rad zum blockieren zu bringen.
Das Problem kommt bei meinen Motoren daher, das der Deckel an dem die Bremsscheibe montiert ist auf einer separaten Maschine bearbeitet wird und nicht wie sich das gehören würde alles im zusammengebauten Zustand überdreht wird.
Das eiern ist daher schon an der Bremsscheibenaufnahme vorhanden und wird nach außen hin natürlich deutlich größer.

Und nein selbst bei gemessenen 180Grad Wicklungstemperatur verzieht sich weder die Bremsscheibe noch deren Aufnahme.
So heiß lässt übrigens kein Seriencontroller zu. ;)
Die wenigsten hier werden jemals deutlich über 90 Grad außen am Motor gemessen haben.
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von patba »

Hier übrigens ein Bild vom offenen Motor:
viewtopic.php?p=224901#p224901
Wenn ich mir das anschaue, kann es doch so schwierig doch nicht sein. Man muss ja den Stator nicht aus dem Rotorring nehmen. Das ist doch das eigentlich kritische.
Zumindest die Seite mit der Bremsscheibe dürfte so recht leicht abziehbar sein.
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt

Beitrag von error »

Ich hatte zeitgleich auch ein paar Bilder rausgesucht. Die Lager selbst sind nicht das Problem. VA wird nichts bringen. Das kleine Lager ist sowieso gekapselt und beim großen Lager zieht die Feuchtigkeit auch zwischen Lager und Achse durch.

Was mir aber auffällt: es hat schon mal jemand versucht den Motor abzudichten? Ist die originale Dichtung zwischen Motor und Schwinge verbaut gewesen? Die Dichtmasse auf dem Bild oben ist nicht original.

Es bringt überhaupt nichts die Kabeldurchführungen extra zu dichten. Dafür ist die schwarze Dichtung da. Ausserdem sitzt zwischen den Kabeln ein Ausgleichsventil auf dem Flansch (dieses flache runde schwarze Teil in einer extra Bohrung). Das Ding hat seinen Sinn und damit wird der Motor an dieser Seite nicht dicht! Aber es zeigt dass jemand dran war.

Ich fürchte da war jemand nicht klar wie die Zusammenhänge sind. Allerdings macht auch kaum jemand den Motor jemals auf um nachzusehen und zu lernen. :mrgreen:


IMG_0448.jpeg
IMG_0452.jpeg
IMG_0454.jpeg
IMG_0456.jpeg
IMG_0467.jpeg


Die Kabel auf dem letzten Bild habe ich nach dem Loslöten in die hohle Achse gesteckt um sie aus dem Weg zu haben. Nur falls sich jemand wundert warum das so komisch aussieht.

patba hat geschrieben: Di 28. Jul 2026, 12:43
Wenn ich mir das anschaue, kann es doch so schwierig doch nicht sein. Man muss ja den Stator nicht aus dem Rotorring nehmen. Das ist doch das eigentlich kritische.
Zumindest die Seite mit der Bremsscheibe dürfte so recht leicht abziehbar sein.

Das Problem: man geht mit einem Plan ran und gleich bei den ersten Schrauben zeigt sich womit man es zu tun hat. Sitzt eine fest, ist Kirmes. Genauso geht es weiter. Sitzt ein Lager fest, gilt es zu improvisieren um nichts zu beschädigen. So ein Aludeckel ist hauchdünn und wiegt gefühlt nur 100g.

Das eigentliche "Problem" ist der Zusammenbau, weil der Stator durch den bei diesem Motor recht großen Magnetspalt einseitig dezentriert an den Magneten festsitzt. Dummerweise lässt sich einseitig durch den fehlenden Achsstummel nirgends unterstützend herumhebeln. Es braucht eine Menge Fingerspitzengefühl diese Mini-Inbusschrauben anzusetzen ohne die Gewinde im Magnetring zu beschädigen.

Ein Fehler mit den empfindlichen Deckeln und der Motor muss neu bzw. die Lager "eiern" hinterher weil die Deckel auch Lagersitz sind. VK lag damals irgendwo bei 1.4kEuro. Hatte mir damals geschworen das nie für jemand anderen zu machen.

Trotzdem, unmöglich ist nichts. Aber es gibt halt gute und schlechte Schrauber. ;)
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